Bei MJF laufen derzeit mehrere Entwicklungen zusammen, die sowohl seine Wrestling-Karriere als auch seine Aktivitäten außerhalb des Rings betreffen. In einem aktuellen Interview gewährt der frühere AEW World Champion neue Einblicke in seine Denkweise und spricht zugleich darüber, was ihn in den kommenden Monaten antreibt.
MJF nutzt negative Kommentare bewusst als Motivation
Im Gespräch mit Pro Wrestling Illustrated wurde MJF darauf angesprochen, wie er zwischen ernst gemeinter Kritik an AEW und Beiträgen unterscheidet, die seiner Ansicht nach lediglich darauf abzielen, das Unternehmen schlechtzureden. Für ihn sei der Unterschied meist schnell erkennbar. Wenn sich ein Social-Media-Account nahezu ausschließlich negativ mit AEW beschäftigt, obwohl dessen Betreiber eigentlich Anhänger einer anderen Promotion sei, messe er solchen Aussagen wenig Bedeutung bei.
Anders sieht es bei Zuschauern aus, die AEW grundsätzlich unterstützen und sich Verbesserungen wünschen. Diese Kritik sei zumindest hörenswert, auch wenn MJF in seiner typischen Art sofort ergänzte, dass er selbst natürlich meistens richtigliege. Negative Kommentare über seine eigene Person versucht er jedoch keineswegs zu vermeiden. Im Gegenteil: MJF erklärte, dass er solche Beiträge teilweise sogar während des Trainings bewusst lese.
Dabei nutzt er die Kritik nach eigener Aussage als zusätzlichen Antrieb. Negative Tweets motivieren ihn, persönliche Bestleistungen zu übertreffen, länger auf dem Laufband oder dem StairMaster zu trainieren und noch mehr aus seinen Einheiten herauszuholen. Wer sich online über seine Darstellung ärgert, erreicht aus seiner Sicht deshalb möglicherweise genau das Gegenteil. MJF kündigte an, nicht nur an den kritisierten Punkten festzuhalten, sondern im Zweifel noch stärker darauf zu setzen.
MJF steht 2026 an der Spitze des PWI 500
Die Aussagen erhalten durch die aktuelle Ausgabe des PWI 500 zusätzliche Bedeutung. Pro Wrestling Illustrated setzte MJF in diesem Jahr auf Platz eins der Rangliste. Damit machte der AEW-Star einen bemerkenswerten Sprung, nachdem er 2025 noch auf Rang 30 geführt worden war. Cody Rhodes landete dieses Mal auf dem zweiten Platz, CM Punk folgt auf Position drei.
MJF nahm die Auszeichnung erwartungsgemäß zum Anlass für weitere selbstbewusste Aussagen. Im Interview scherzte er darüber, dass ausgerechnet jene Menschen in der Internet Wrestling Community, die ihm seit Jahren seine außergewöhnliche Qualität absprechen, ihm immer wieder zusätzliche Motivation liefern würden.
MJF wartet bewusst auf den richtigen Zeitpunkt für seine Rückkehr
Interessanter für die weitere AEW-Entwicklung sind jedoch seine Aussagen zur aktuellen TV-Pause. Seit All In ist MJF nicht mehr regulär live in den AEW-Shows aufgetreten. Unmittelbar danach wurden zwar noch zuvor aufgezeichnete Aussagen ausgestrahlt, in denen er unter anderem Will Ospreay ins Visier nahm, doch eine tatsächliche Rückkehr erfolgte bislang nicht.
MJF erklärte nun, dass dahinter offenbar ein bewusster Plan steckt. Er wolle keine konkreten Details verraten, warte aber auf den richtigen Zeitpunkt und den richtigen Moment. Ein mögliches Rückkehrdatum nannte er nicht. Damit gibt es weiterhin keinen bestätigten Hinweis darauf, dass MJF bereits bei All Out oder unmittelbar danach wieder auftreten wird.
Der AEW World Championship bleibt sein großes Ziel
MJF machte deutlich, dass er nach seiner Rückkehr unmittelbar wieder das World-Title-Geschehen ins Visier nehmen möchte. Dabei schoss er erneut gegen Will Ospreay und dessen Anspruch, der beste Wrestler der Welt sowie der legitime AEW World Champion zu sein. MJF erklärte sogar, dass er bei All Out ausnahmsweise Jon Moxley die Daumen drücken werde. Unabhängig davon, wer das Titelmatch gewinnt, soll der Champion anschließend zu seinem Ziel werden.
MJF bezeichnete den aktuellen Titel erneut provokant als „Fake Championship“ und kündigte an, selbst beweisen zu wollen, dass er der wahre Champion sei. Sein erklärtes Ziel sei es, der erste unangefochtene World Champion in der Geschichte von AEW zu werden. Darüber hinaus sieht er noch zahlreiche mögliche Gegner im aktuellen Roster. Einige Wrestler habe er bislang überhaupt nicht im Ring getroffen, während sich andere seit früheren Begegnungen stark weiterentwickelt hätten. Konkrete Namen wollte MJF allerdings nicht nennen.
Erster Blick auf MJF in „Stranglehold“
Abseits von AEW wächst gleichzeitig MJFs Schauspielkarriere weiter. Ein neuer Trailer zu „Stranglehold“ zeigt erstmals ausführlicher seine Rolle in der düsteren Crime-Komödie von Regisseur Clark Duke. MJF spielt darin eine Figur namens Daryl. Im Trailer ist er während einer chaotischen Szene in einem weihnachtlich gestalteten Stripclub zu sehen. Nachdem bewaffnete Räuber das Gebäude stürmen, taucht seine Figur mit einer Schrotflinte auf. Auffällig ist außerdem, dass MJF für die Rolle mit einem Südstaaten-Akzent spricht.
Die Handlung dreht sich um Bailey, gespielt von Ashley Benson, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Tim einen Raubüberfall auf den Club plant, in dem sie arbeitet. Auch mehrere weitere Namen dürften Wrestling-Fans bekannt vorkommen. Die frühere WWE-Moderatorin Kayla Becker gehört ebenso zur Besetzung wie David Arquette und Ryan Nemeth. Auch Ryan Cabrera ist in einer kleineren Rolle gelistet.
„Stranglehold“ erscheint am 2. Oktober 2026 digital und als Video-on-Demand. Für MJF ist es bereits das nächste Hollywood-Projekt nach „The Iron Claw“ und „Happy Gilmore 2“. Mit „Violent Night 2“ steht zudem schon der nächste Film bevor.
Collider exclusively debuts the trailer and poster for actor-turned-filmmaker Clark Duke’s second directorial feature, STRANGLEHOLD, a darkly comedic thriller starring Ashley Benson, Jake Lacy, Justin Long, Chandler Duke, Elle King, David Arquette and Ron Perlman.
The film will… pic.twitter.com/koxF1N6S5e
— Collider (@Collider) September 17, 2026
Hinterlasse jetzt einen Kommentar