Trotz seiner Erfolge im professionellen Wrestling gibt es für MJF einen Wunsch, der unerreichbar bleibt. In einem Interview bei Mostly Sports sprach der AEW-Star offen darüber, dass es niemals zu einem Match gegen John Cena kommen wird. Anders als in vielen anderen Interviews verzichtete MJF dabei auf Provokationen und Inszenierung und formulierte seine Gedanken ungewöhnlich direkt.
„Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, dass es eine andere Welt gibt, in der dieses Match gegen John Cena stattgefunden hätte. Leider ist es nicht diese hier“, sagte er.
MJF machte deutlich, dass diese Enttäuschung nichts mit einer hypothetischen Storyline zu tun habe, sondern mit den realen Umständen des Wrestling-Geschäfts. Der zeitliche Verlauf von Cenas Karriere, interne Strukturen und dessen Abschied vom Vollzeit-Wrestling hätten diese Möglichkeit verhindert. Gleichzeitig stellte MJF klar, dass er keinerlei Groll hege, und sprach respektvoll über seine Begegnungen mit Cena: „Ich hatte schon so viele unglaubliche Begegnungen mit John, bei denen wir uns unterhalten haben. Er ist ein unglaublicher Typ. Er schaut sich unsere Produkte an. Er hat meine Sachen gesehen. Er war sehr lobend.“
„Natürlich bin ich voll des Lobes für ihn.“
Besonders persönlich wurde MJF, als er erklärte, welche Rolle John Cena in seiner eigenen Entwicklung gespielt habe. Lange bevor andere Wrestler zu Vorbildern wurden, sei Cena seine prägendste Inspiration gewesen: „Ich habe es schon in anderen Interviews gesagt, aber vor CM Punk war John Cena mein Lieblingswrestler, als ich ein Kind war.“
Diese Bewunderung sei auch im Alltag sichtbar gewesen, wie MJF schilderte: „Er war ein Dickschädel an meiner Wand in meinem Schlafzimmer. Also wachte ich auf, salutierte vor dem OG und machte mich dann fertig für die Schule.“
Als scherzhaft hinterfragt wurde, ob das ungewöhnlich gewesen sei, stellte MJF nüchtern klar, dass dies für einen Siebenjährigen vollkommen normal gewesen sei.
Klare Worte an Wrestling-Medien
Im selben Interview kritisierte MJF deutlich die Berichterstattung über All Elite Wrestling. Auslöser dafür sind die im Jahr 2025 gesunkenen Zuschauerzahlen und der Wechsel zu kleineren Hallen. Dabei stellte MJF jedoch nicht die Zahlen selbst infrage, sondern den Umgang der Medien mit diesen Entwicklungen. Aus seiner Sicht werde AEW unabhängig von Ticketverkäufen, Pay-per-View-Ergebnissen oder der Anzahl an etablierten Stars häufig anders bewertet als vergleichbare Leistungen anderer Promotions. Er erklärte, dass positive Aspekte des Produkts aus seiner Sicht oft keine Anerkennung finden: „Es ist wie eine seltsame Sache. Es ist fast so, als würden sie einer Umarmung von einem bestimmten Unternehmen hinterherjagen.“
MJF betonte zugleich, dass er selbst bereit sei, Erfolge anderer Promotions offen anzuerkennen, wenn diese aus seiner Sicht gerechtfertigt seien. Diese Offenheit vermisse er jedoch häufig im Umgang mit AEW: „Ich kann es nicht verstehen, denn wenn WWE etwas Gutes macht, sage ich das auch verdammt noch mal. Ich sitze gerade hier. Ich bin der Erste, der gratuliert und Lob ausspricht. Aber aus irgendeinem Grund, aus irgendeinem verdammten Grund, ist es fast so, als ob bestimmte Journalisten in der Tasche einer bestimmten Firma stecken. Das ist einfach seltsam.“
Trotz der öffentlich bekannten Schwierigkeiten zeigte sich MJF überzeugt davon, dass AEW auf einem positiven Weg sei, und kündigte an, diese Entwicklung weiter vorantreiben zu wollen.
Schauspielambitionen neben dem Wrestling
Parallel zu seinen Wrestling-Aktivitäten treibt MJF seine Schauspielkarriere weiter voran. In einem Interview mit Brandon Walker bestätigte er den Abschluss der Dreharbeiten zu Violent Night 2 für Universal Pictures: „Die Schauspielerei läuft großartig. Ich habe gerade die Dreharbeiten zu Violent Night 2 abgeschlossen. Es ist ein Film von Universal Pictures.“
Der Film ist nach Happy Gilmore 2 und The Iron Claw bereits sein drittes größeres Projekt. MJF machte deutlich, dass Schauspielerei für ihn kein Nebenprojekt sei, sondern ein fester Bestandteil seiner Zukunftsplanung: „Ich möchte sowohl wrestlen als auch schauspielern. Ich möchte auf jeden Fall meine Schauspielkarriere fortsetzen.“
Er erklärte zudem, dass seine Rollen mit jedem Projekt umfangreicher geworden seien und er diesen Weg gezielt ausbauen wolle: „Bisher habe ich in drei Filmen mitgespielt. Alle waren Großproduktionen, und in allen hatte ich mehr Dialog und mehr Bildschirmpräsenz. Das möchte ich nach und nach weiter ausbauen.“
Dabei nannte er etablierte Namen wie The Rock, John Cena und Batista als Orientierungspunkte für seinen eigenen Weg: „Ich möchte Teil dieser Elite von Wrestlern sein, die zu Schauspielern geworden sind und ich freue mich darauf, der Nächste zu sein.“
Ein langfristig geplanter Titelgewinn bei Worlds End
Der AEW World Championship Titelgewinn von MJF bei AEW Worlds End 2025 war laut Fightful Select kein spontaner Entschluss. Beim Pay-per-View am 27. Dezember 2025 setzte sich MJF im Main Event gegen Samoa Joe, Swerve Strickland und Adam Page durch und gewann den Titel zurück.
Laut Sean Ross Sapp war dieser Titelwechsel bereits Mitte November 2025 intern geplant. Bereits zu diesem Zeitpunkt habe AEW vorgesehen, MJF in das World Championship Match bei „Worlds End” zu integrieren. Nach seiner Rückkehr bei AEW Dynamite: Holiday Bash 2025 setzte MJF diese Planung um, indem er seinen Casino-Gauntlet-Vertrag einlöste und das Match zu einem Fatal 4-Way erweiterte.
Samoa Joes zweite Regentschaft endete nach 35 Tagen. MJF bleibt mit insgesamt 406 Tagen weiterhin der am längsten amtierende AEW World Champion in der Geschichte der Promotion.
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