Im Gespräch mit Ariel Helwani hat Mick Foley drei interessante Themen angesprochen, die seit seinem überraschenden AEW-Debüt am „Double or Nothing“-Wochenende diskutiert werden: seine Beziehung zur WWE nach seinem Abgang, die Umstände seines Wechsels zu AEW und die Frage, ob ein letztes Match noch realistisch ist.
WWE-Abgang: Die Tür ist nicht für immer geschlossen
Foley stellte klar, er habe die Tür zur WWE nicht für immer zugeschlagen. Seine aktuelle Haltung sei an die Amtszeit von Donald Trump geknüpft: Solange dieser im Amt sei, bleibe er auf Abstand. Er glaube, dass immer mehr Menschen erkennen würden, dass Trumps Handlungen Grausamkeit um der Grausamkeit willen seien. Gegenüber der WWE hege er jedoch keinen Groll. Das Unternehmen reagierte laut Foley respektvoll auf seinen Rückzug.
Eine hochrangige Person habe ihm zudem erklärt, dass Paul Levesque sich um Fitnessprojekte kümmere und Linda McMahon seit Jahren nicht mehr bei der WWE tätig sei. Trotzdem habe Foley seitdem weder von Paul Levesque noch von jemandem aus der Familie McMahon persönlich gehört. Das treffe ihn, da er mit Paul und Stephanie McMahon eine großartige Zeit gehabt habe und Vince McMahon ihm sehr viel bedeutet habe.
Er habe aber von Anfang an gewusst, dass seine Entscheidung sich auf diese Freundschaften auswirken würde. Auslöser seines öffentlichen Rückzugs waren laut früheren Aussagen Trumps Kommentare nach dem Tod von Rob Reiner und Michele Reiner.
Wie der AEW-Deal zustande kam
Foley verriet, dass er Tony Khan bereits seit rund 15 Jahren kenne und ihn schon während laufender AEW-Shows gelegentlich mit Programmideen angeschrieben habe, darunter eine Idee, Thunder Rosa den Song „Thunderstruck“ von AC/DC als Entrance Theme zu verschaffen. Diese Nachrichten seien keine verdeckten Bewerbungen gewesen, sondern Gesten gegenüber jemandem, dessen Produkt er schätze.
Den eigentlichen Anstoß zu dem Deal gab sein Agent Barry Bloom, der fragte, ob er mit Khan sprechen solle. Foley stimmte zu und beide führten Gespräche mit Khan, woraufhin der Vertrag zustande kam. Foley betonte, dass die Gespräche mit AEW erst Monate nach seiner Entscheidung gegen die WWE stattgefunden hätten.
Zu diesem Zeitpunkt sei er bereits zufrieden gewesen, sein eigenes Ding zu machen. Er machte außerdem klar, dass er kein Interesse an einer reinen Repräsentationsrolle oder einem Kommissarsposten habe, da er das schon einmal gemacht habe. Bei seinem AEW-Debüt erklärte Foley, die Energie hinter den Kulissen erinnere ihn an die Attitude Era, und er schätze Khans Begeisterung für das Geschäft.
Ein letztes Match nicht ausgeschlossen
Auf die Frage nach einem möglichen Abschiedsmatch bei AEW antwortete Foley offen. Der Gedanke sei ihm schon gekommen, zumal spektakuläre Matches Wrestlern erlaubten, körperliche Einschränkungen durch kreative Spots zu umgehen. Sein Gewichtsverlust von rund 45 Kilogramm habe sein Leben deutlich verändert. Früher habe er bei einem mäßig steilen Anstieg mehrmals pausieren müssen, jetzt merke er gar nicht mehr, dass es bergauf gehe.
Eine klare Bedingung stelle er jedoch: Kopfverletzungen müssten ausgeschlossen sein. Er scherzte, dass unterhalb des Halses noch genug von ihm vorhanden sei, das Schläge einstecken könne. Eine langfristige Idee, sich von einem Übertragungswagen auf ein Auto zu stürzen, nehme er zwar mit sich, räume aber auch ernste Bedenken ein: Seine Prothesen hätten sein Leben verändert, und er wolle diesen Fortschritt nicht aufs Spiel setzen.
Wenn er genug sichere Spots finden könne, die dennoch unvergesslich seien, und wenn alle Bedingungen stimmten, schließe er ein letztes Match in einigen Jahren nicht aus. Eric Bischoff hatte Foley zuvor gelobt, ihn jedoch davor gewarnt, für ein vollständiges Match in den Ring zurückzukehren.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar