Mick Foley spricht über persönliche Folgen seines Bruchs mit der WWE – Shawn Michaels sorgt bei NXT für Aufsehen

Mick Foley steht im WWE Ring am Mikrofon

Der WWE Hall of Famer Mick Foley hat offen darüber gesprochen, welche persönlichen Folgen seine Entscheidung hatte, sich öffentlich von der WWE zu distanzieren. Auslöser war seine deutliche Ablehnung der Verbindungen zwischen der WWE und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Foley machte klar, dass ihn diese Haltung nicht nur beruflich, sondern auch innerhalb der Fan-Community etwas gekostet hat.

Kritik an WWE und politischer Haltung

In einem neuen Interview mit Orlando Weekly erklärte Foley, dass er seit seiner öffentlichen Positionierung mit teils heftigen Reaktionen konfrontiert sei. Dabei betonte er, dass er unterschiedliche politische Ansichten unter seinen Fans akzeptiere, auch wenn dies Konsequenzen für ihn selbst habe: „Die Leute wissen, dass ich mit vielen Dingen, die die derzeitige Regierung tut, nicht einverstanden bin. Ich habe Fans, die anders denken und mich trotzdem mögen und unterstützen. Und ich habe [Fans], die sich aus meiner Fan-Community zurückgezogen haben, was natürlich ihr gutes Recht ist.“

Der Auslöser im Dezember 2025

Hintergrund der Entscheidung war eine öffentliche Äußerung Trumps im Dezember 2025, in der er den Tod des Filmemachers Rob Reiner und dessen Ehefrau Michele kommentierte. Trump veröffentlichte dazu einen Beitrag auf Truth Social, der in der Öffentlichkeit scharfe Kritik auslöste. Mick Foley bezeichnete diesen Moment später als Wendepunkt für seine persönliche Beziehung zur WWE.

„Rob Reiner … soll Berichten zufolge aufgrund der Wut gestorben sein, die er bei anderen durch seine massive, unerbittliche und unheilbare Erkrankung namens TRUMP-DERANGEMENT-SYNDROM ausgelöst hat … Mögen Rob und Michele in Frieden ruhen!“

Unterstützung für Jack White und öffentliche Distanzierung

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Musiker Jack White verurteilte Trumps Aussage öffentlich. Mick Foley teilte diese Kritik und verband sie mit einer klaren Stellungnahme zur WWE: „Was @officialjackwhite hier gesagt hat, trifft genau den Punkt. Wie meine Kollegen bei @wwe es ertragen können, neben diesem Mann zu stehen, geschweige denn ihm beizustehen, ist mir ein Rätsel.“

Entscheidung gegen weitere WWE-Auftritte

Einen Tag später zog Foley konkrete Konsequenzen. Er informierte die Talentabteilung der WWE darüber, dass er keine weiteren Auftritte absolvieren werde, solange Trump im Amt sei. Gleichzeitig bestätigte er, dass er seinen im Juni 2026 auslaufenden WWE-Legends-Vertrag nicht verlängern wolle: „Die unglaublich grausamen Kommentare des Präsidenten nach dem Tod von Rob Reiner zu lesen, war für mich der letzte Strohhalm. Ich möchte kein Unternehmen mehr vertreten, das einen Mann verhätschelt, der so offensichtlich kein Mitgefühl hat, während er unser Land in Richtung Autokratie führt.“

Dankbarkeit trotz klarer Trennung

Trotz der klaren Distanzierung machte Foley deutlich, dass er seine Zeit bei WWE nicht negativ in Erinnerung behalten werde. Er betonte mehrfach seine Dankbarkeit für die Möglichkeiten, die ihm das Unternehmen gegeben habe: „Ich liebe die WWE, werde meine Zeit dort immer in guter Erinnerung behalten und bin zutiefst dankbar für all die Möglichkeiten, die sie mir geboten hat.“

Konsequenzen bewusst in Kauf genommen

Mick Foley stellte klar, dass er sich der Folgen seiner Haltung bewusst sei. Dazu gehöre auch der Verlust von Fans. Für ihn stehe jedoch fest, dass er seinen persönlichen Werten treu bleiben wolle, selbst wenn dies einen hohen Preis habe.

Shawn Michaels sorgt nach Knieoperation für Aufsehen im NXT-Backstagebereich

Shawn Michaels hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche körperliche Strapazen hinter sich gebracht. Nach einer doppelten Kniegelenkersatzoperation ist der NXT-Verantwortliche nun auf neue Weise im Einsatz. Kurz vor WWE NXT „New Year’s Evil“ am 6. Januar 2026 sorgte Michaels mit einem motorisierten Roller hinter den Kulissen für Aufmerksamkeit.

Geschenk nach doppelter Kniegelenkersatzoperation

Über die Plattform X informierte Michaels seine Fan-Community darüber, dass er sich nach seiner Operation nun mit einem motorisierten Roller durch die NXT-Arena bewegt. Das Gefährt erhielt er nach eigenen Angaben als verspätetes Geburtstagsgeschenk von seinem besten Freund. Dabei deutete Michaels an, dass es sich um Triple H handeln könnte: „Vor ein paar Monaten hatte ich Geburtstag, aber ich habe auch beide Kniegelenke ersetzt bekommen. Aus diesem Grund hat mir mein bester Freund ein brandneues verspätetes Geburtstagsgeschenk gemacht, aber immerhin ein Geschenk. Leider ist dieses Geschenk ziemlich nach hinten losgegangen.“

Video zeigt Chaos hinter den Kulissen

In dem veröffentlichten Video war zu sehen, wie Shawn Michaels mit dem Roller hinter den Kulissen unterwegs war und dabei mehrfach mit Gegenständen kollidierte. Dabei zeigte er sich sichtlich amüsiert und erinnerte mit seinem Verhalten an frühere Zeiten seiner DX-Persönlichkeit.

Titelmatches bei NXT New Year’s Evil

Neben dem Auftritt von Shawn Michaels stand bei New Year’s Evil vor allem das sportliche Geschehen im Fokus. Jacy Jayne verteidigte die NXT Women’s Championship in einem Einzelmatch gegen Kendal Grey. Jayne wurde dabei von Fallon Henley und Lainey Reid begleitet, während Grey Unterstützung von Wren Sinclair erhielt.

Auch die NXT Championship stand auf dem Spiel, als Champion Oba Femi auf Leon Slater traf. Zusätzlich verteidigte Thea Hail ihre NXT Women’s North American Championship gegen Blake Monroe. Am Ring war Jordynne Grace an der Seite von Hail zu sehen.

Shawn Michaels weiterhin präsent bei NXT

Trotz seiner Knieoperation bleibt Shawn Michaels ein fester Bestandteil des NXT-Alltags. Sein humorvoller Auftritt mit dem motorisierten Roller unterstreicht, dass er auch abseits des Rings weiterhin aktiv eingebunden ist.

Siehe auch: WWE NXT „New Year’s Evil“: Alle Ergebnisse & Videos aus Orlando, Florida (06.01.2026)

3 Kommentare

  1. Wenn Wrestling politisch wird, dann ist alles zu spät. Wrestling sollte immer unpolitisch sein und bleiben und ein Trump oder welcher Präsident auch immer, hat nichts im Wrestling zu suchen. Meine Meinung. Ein Grund für mich, weiter zu ziehen.

    • Also Wrestling in den USA war immer schon politisch, sehr sogar. Das du das erst jetzt merkst wundert mich.

      Und vor allem war die WWE/WWF auch immer schon sehr republikanisch und sogar antisemitisch eingestellt und das war auch immer klar zu erkennen.

      Der Heldenhafte Amerikaner der gegen böse ausländische „Mächte“ gewann… Hulk Hogans ganze Karriere basiert darauf. Und ist nur ein Beispiel von unendlich vielen.

      Senatoren, Bürgermeister, ect… da gibt es ebenfalls REICHLICH Leute die bei WWE auftraten bzw die Bühne nutzten. Natürlich auch zum Eigennutz der WWE die entsprechend was davon hatten, bzw Vince. Vince McMahon war neben der WWE Tätigkeit immer auch schon vor allem ein Politiker. Und das hat er auch nie versteckt, ganz im Gegenteil. Sein Einfluss auf die Politik war enorm, er unterstützte Wahlkampf von vielen republikanischen Senatoren und möglichen Präsidentschaftskandidaten. Und das immer schon, und natürlich immer mit seiner eigenen Agenda dabei. Linda Mcmahon machte ebenfalls ne recht kontroverse politische Karriere (bzw ist imernoch als Politikerin aktiv).

      Das sich die WWE politisch insturmentalisieren lässt bzw das selber so will, und selbst politisch Stellung bezieht ist weniger geworden… oder besser gesagt, nur noch „unterschwellig“. Denn Politik ist ein ziemliches Pulverfass geworden, auch gerade wegen sociual media und wie sich das dann verselbstständigt. Dieses „Pulverfass“ will man mittlerweile Meiden so gut es geht. Aber unter Vinces Regie war WWE immer schon extrem politisch unterwegs. Und wenn er einen Wunsch frei gehabt hätte, wäre er sicher liebend gerne selber ins weiße Haus eingezogen und hätte sich vor WWE Kameras gerne als Präsident inszeniert. Letzteres Tat er ja auch, nur ohne weißes Haus.

    • Mit Bezug auf meine Antwort… muss ich daher auch sagen das ich Micks Reaktion zwar begrüße, aber auch seltsam finde… denn das ist schon eine sehr sehr sehr späte Einsicht. Er arbeitete ca 25 Jahre mit Vince zusammen… in einem Lockerroom der sehr republikanisch geprägt war… Einer WWe die Trump zu einem Wrestlemania Moment holte und zum Hall of Famer machte. Und so weiter und so fort.

      Es ist das eine zu meinen „ja ist halt so, muss ich mich ja nicht dran betieligen und kann trotzdem meinen Job gerne machen“. Aber ist doch irgendwie komisch jetzt richtig Anstoß daran zu finden aber 25 Jahre lang vorher nicht.

      Aber vielleicht liegen auch irgendwann einfach die Prioritäten woanders. Er braucht ja auch das Geld nicht mehr und in den Ring steigen kann er auch nicht mehr… insofern „verliert“ er durch diesen Bruch jetzt auch nichts mehr das ihm früher vielleicht so wichtig war das er darüber hinwegsah was ihn jetzt derart stört.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*