Maxxine Dupri spricht offen über Hass im Netz und WWE-Druck

Maxxine Dupri steht im Ring

WWE-Star Maxxine Dupri hat in einem Interview offen über die Herausforderungen gesprochen, die mit ihrer Karriere im Wrestling verbunden sind. Während eines Auftritts im Podcast „Impaulsive“ von Logan Paul sprach die Raw-Wrestlerin über Hasskommentare in sozialen Medien, den mentalen Druck des ständigen Reisens und mehrere persönliche Erfahrungen aus ihrem Leben. Dabei gab sie auch Einblicke in ihre Karriereentwicklung bei WWE sowie in private Ereignisse, die sie nachhaltig geprägt haben.

Das Gespräch drehte sich nicht nur um ihre sportliche Laufbahn, sondern auch um den Umgang mit öffentlicher Kritik, persönliche Ängste und tragische Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit. Gleichzeitig blickte Dupri auf wichtige Stationen ihrer WWE-Karriere zurück und sprach über Momente, die ihre Entwicklung als Wrestlerin entscheidend beeinflusst haben.

Kritik in sozialen Medien als mentale Belastung

Während ihres Auftritts im Podcast wurde Maxxine Dupri gefragt, welche Aspekte ihres Berufs sie als besonders schwierig empfindet. Die WWE-Wrestlerin erklärte, dass sie zwar das Lernen neuer Fähigkeiten und Auftritte vor Publikum sehr genießt, jedoch insbesondere die mentale Belastung durch das Reisen und die Zeit fern von zu Hause eine Herausforderung darstellt.

Dupri schilderte dabei auch ihre Erfahrungen mit negativen Kommentaren in sozialen Medien. Diese hätten sie zeitweise stark belastet, weshalb sie sich schließlich dazu entschied, sich vollständig von der Plattform X, früher Twitter, zurückzuziehen: „Ich bin dabei, um dieses neue Handwerk zu erlernen, neue Moves auszuprobieren und sie der ganzen Welt zu zeigen. Das macht Spaß. Das genieße ich wirklich. Der schwierigste Teil ist tatsächlich – es ist immer noch eine Herausforderung – mental von zu Hause weg zu sein. Du (Logan Paul) bist wahrscheinlich schon abgestumpft, aber mir geht es manchmal so, dass ich damit nicht gut umgehen kann, wenn ich online etwas davon mitbekomme. Deshalb muss ich mich von X fernhalten.“

Dupri erklärte außerdem, dass sie sich zwar von X zurückgezogen habe, jedoch weiterhin auf anderen Plattformen aktiv sei. Vor allem Instagram und TikTok nehme sie als deutlich positivere und freundlichere Communitys wahr.

In Bezug auf Kritik im Internet machte sie deutlich, dass ihr viele der Vorwürfe oder negativen Kommentare nicht neu seien. Nach ihrer Einschätzung haben Menschen die Gedanken über ihre eigenen Schwächen oder Fehler oft bereits selbst, sodass zusätzliche Kritik von außen daran wenig ändere. Gleichzeitig äußerte Dupri die Ansicht, dass verletzende Kommentare gegenüber anderen häufig aus persönlichen Unsicherheiten entstehen. Nach eigener Einschätzung habe sie deshalb nie bewusst gemeine Aussagen über andere Menschen gemacht, die nicht in irgendeiner Form aus eigener Unsicherheit heraus entstanden wären.

WWE plante ursprünglich keine In-Ring-Karriere

Im Podcast sprach Dupri auch darüber, dass ihre Rolle bei WWE ursprünglich eine völlig andere gewesen sei. Als sie 2023 in das Main Roster wechselte, war zunächst nicht vorgesehen, dass sie selbst aktiv im Ring antreten würde.

Zu Beginn ihrer Karriere im Main Roster fungierte sie lediglich als Managerin und trat als Teil der Gruppierung „Maximum Male Models“ am Ring auf. Zu dieser Zeit bestand laut Dupri keine konkrete Planung, sie als Wrestlerin einzusetzen: „Als ich angerufen wurde, war ich lediglich Managerin. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nicht vor, zu wrestlen. Das stand für mich nicht auf dem Plan. Ich meine, ich wollte zwar, aber sie hatten das nicht für mich vorgesehen. Ich war also für niemanden eine Bedrohung. Ich habe niemandem den Platz weggenommen. Ich war nur in dieser Gruppierung am Ring.”

Dupri unterschrieb ihren WWE-Vertrag im August 2021, nachdem sie zuvor bei einem WWE-Tryout ausgewählt worden war. Nach einer Zeit bei NXT wurde sie zunächst bei SmackDown eingeführt, wo sie als Schwester von LA Knight (ehemals als Max Dupri) auftrat. Später wurde sie zu Raw gedraftet und schloss sich dort der Alpha Academy an, zu der auch Otis und Chad Gable gehörten.

Ihr Debüt als aktive Wrestlerin im Ring erfolgte im Juli 2023 in einem Mixed Tag Team Match, in dem die Alpha Academy gegen die Viking Raiders antrat.

Titelgewinn gegen Becky Lynch als Wendepunkt

Ein bedeutender Moment in Dupris Karriere ereignete sich im November 2025, als sie in einer Ausgabe von Monday Night Raw Becky Lynch besiegte und damit erstmals die Women’s Intercontinental Championship gewann. Der Titelgewinn markierte einen wichtigen Meilenstein in ihrer Laufbahn.

Dupri erklärte in dem Interview, dass sie selbst lange nicht damit gerechnet habe, jemals einen Einzeltitel bei WWE zu gewinnen. Angesichts der großen Anzahl talentierter Wrestlerinnen im Unternehmen habe sie eine solche Entwicklung nicht erwartet: „Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal einen Einzeltitel in der WWE gewinnen würde. Ich habe einfach nicht geglaubt, dass das mein Weg sein würde. Mein Ziel war es, in coolen Storylines mitzuwirken, so lange wie möglich hier zu arbeiten und gute Arbeit zu leisten. Als ich dann den Einzeltitel gewann, dachte ich wirklich: Das kann doch unmöglich wahr sein, das passiert doch nicht wirklich. Und dann war da noch der Madison Square Garden gegen Becky Lynch. Ja. Es war einfach alles total verrückt.

Dupri erinnerte sich außerdem an die besondere Atmosphäre rund um diesen Moment und schilderte, wie emotional die Situation für sie gewesen sei. Ihr damaliger Verlobter sowie ihre Eltern seien an diesem Abend ebenfalls anwesend gewesen, was das Erlebnis für sie noch intensiver gemacht habe. Sie beschrieb den Moment als überwältigend und erklärte, dass sie ein solches Gefühl zuvor noch nie erlebt habe.

Gleichzeitig räumte sie ein, dass sie aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Erfahrung im Wrestling die Reaktionen des Publikums nicht immer vollständig wahrnehmen könne. An diesem Abend sei das jedoch anders gewesen. Sie habe die Energie der Zuschauer deutlich gespürt und sei danach mit einem Gefühl des Staunens in den Backstagebereich zurückgekehrt. Rückblickend habe sie sich gefragt, wie außergewöhnlich ihr Leben inzwischen geworden sei. Angesichts der vielen talentierten Wrestlerinnen im Kader habe sie in diesem Moment kaum glauben können, dass ausgerechnet sie diese Situation erleben durfte.

Ihre Titelregentschaft dauerte rund 49 Tage, bevor Becky Lynch die Championship zurückgewinnen konnte.

Fehde mit Nattie nach früherer Zusammenarbeit

Nach ihrem Titelverlust entwickelte sich eine neue Storyline bei Raw, in deren Mittelpunkt ihre frühere Verbündete Natalya stand. Die beiden hatten zuvor zusammengearbeitet und bildeten zeitweise ein Team, das unter dem Namen „The Dungeon Dolls“ bekannt wurde.

Diese Zusammenarbeit endete jedoch, als sich Natalya gegen Dupri wandte. Während eines Rückkampfes um die Intercontinental Championship am 19. Januar 2026 griff Nattie ihre ehemalige Partnerin an. Seitdem befinden sich beide Wrestlerinnen in einer anhaltenden Rivalität.

Im Verlauf dieser Fehde kam es mehrfach zu Konfrontationen zwischen den beiden. Dabei griff Dupri ihre Gegnerin unter anderem mehrfach im Eingangsbereich der Arena an. Auch bei der Raw-Aufzeichnung am 9. März kam es erneut zu Spannungen zwischen den ehemaligen Teamkolleginnen.

Angst vor Stalkern und Sicherheitsbedenken

Neben den beruflichen Herausforderungen sprach Dupri auch über persönliche Ängste, die mit ihrer öffentlichen Rolle als WWE-Superstar verbunden sind. Sie erklärte, dass sie sich aufgrund von möglichen Stalking-Fällen häufig Sorgen mache.

In diesem Zusammenhang erwähnte sie Vorfälle aus der Vergangenheit, bei denen WWE-Wrestlerinnen wie Liv Morgan oder Sonya Deville von Stalking betroffen waren. Diese Ereignisse hätten ihre Wahrnehmung von Sicherheit beeinflusst.

Dupri schilderte, dass sie in Hotels regelmäßig überprüfe, ob sich jemand in ihrem Zimmer verstecken könnte: „Ich denke ständig darüber nach. Ich überprüfe den Schrank. In Hotels überprüfe ich den Schrank jedes Mal, wenn ich zurückkomme. Selbst wenn ich nur kurz einen Kaffee holen gehe, komme ich zurück und überprüfe ihn. … Ich brauche vielleicht Medikamente gegen Angstzustände. Das ist ein Problem. Ich denke sehr oft darüber nach.“

Reaktionen auf mögliche Angriffe durch Fans

Ein weiteres Thema im Podcast war der Umgang mit potenziell gefährlichen Situationen während Live-Veranstaltungen. Dupri wurde gefragt, wie sie reagieren würde, wenn ein Fan die Absperrung überspringen und versuchen würde, sie anzugreifen.

Dupri erklärte, dass sie eine solche Situation als sehr beängstigend empfinden und ihre Reaktion davon abhängen würde, wer sie angreifen würde. Ihrer Einschätzung nach würde sie bei einem männlichen Angreifer sofort versuchen, sich gezielt zu verteidigen, indem sie einen empfindlichen Punkt trifft.

Auf die Nachfrage, wie sie reagieren würde, wenn eine Frau sie angreifen würde, machte sie deutlich, dass sie in diesem Fall eher versuchen würde, dem Angriff auszuweichen. Ihrer Darstellung nach würde sie ähnlich reagieren wie in ihren Matches im Ring und versuchen, sich durch Ausweichen aus der Situation zu befreien. Dabei betonte sie, dass sie kein unnötiges Risiko eingehen wolle, da eine Verletzung sie möglicherweise für mehrere Monate außer Gefecht setzen könnte.

Persönliche Tragödie prägte ihr Leben

Im Gespräch sprach Dupri auch über ein tragisches Ereignis aus ihrer Vergangenheit. Im Jahr 2017 verloren ihr Bruder und ihr Onkel bei einem Autounfall ihr Leben.

Ihr Bruder litt zuvor an Adrenoleukodystrophie, einer Krankheit, die häufig zu einem frühen Tod führt. Trotz dieser Diagnose lebte er bis in seine Zwanziger, konnte jedoch aufgrund der Erkrankung nicht selbst Auto fahren und nutzte deshalb regelmäßig Fahrdienste.

Dupri erinnerte sich an den Tag des Unfalls und schilderte die Ereignisse ausführlich: „Er und mein Onkel haben sich passende Tattoos stechen lassen und sind nach dem Tattoo mit Lyft (einem Fahrdienst) nach Hause gefahren. Es war die allererste Fahrt des Lyft-Fahrers, und er ist an unserem Haus um etwa zehn Ausfahrten vorbeigefahren.“

Nachdem der Fahrer das Haus verpasst hatte, versuchte er laut Dupri, eine Kehrtwende zu machen, wobei es zu einer Kollision mit einem schnell fahrenden Fahrzeug kam: „Es war für die ganze Familie traumatisch.“

Dupri erklärte außerdem, dass sie im ersten Jahr nach dem Verlust ihres Bruders kaum geweint habe: „Im ersten Jahr habe ich kaum geweint. Ich war wie betäubt. Es war eine sehr seltsame Erfahrung.“

Privates Glück nach vielen Jahren Beziehung

Neben schwierigen Erfahrungen sprach Dupri auch über positive Entwicklungen in ihrem Privatleben. Sie ist seit 2018 mit dem Wrestler Anthony Luke zusammen, der ebenfalls im Wrestling aktiv ist und aktuell als Kam Hendrix bei Evolve auftritt.

Im Jahr 2024 verlobte sich das Paar. Während des Podcasts wurde Dupri scherzhaft gefragt, ob sie ihren Verlobungsring verkaufen würde, worauf sie emotional reagierte: „Das könnte ich niemals. Ich liebe das. Ich habe sieben Jahre darauf gewartet.“

Das Paar heiratete schließlich am 31. Dezember 2025 in Naples im US-Bundesstaat Florida.

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