Nach dem abrupten Ende von Max Casters Zusammenarbeit mit TNA kommen weitere Einzelheiten ans Licht. Neben seiner eigenen Erklärung liegen neue Berichte über die Entscheidung hinter den Kulissen vor, während auch die Vorbereitung seines Auftritts kritisch beurteilt wird.
Max Caster entschuldigt sich bei TNA und seinen Fürsprechern
Max Caster hat sich am 13. Oktober erstmals ausführlich zu seinem TNA-Aus nach Bound for Glory geäußert. In einer auf seinen sozialen Kanälen veröffentlichten Videobotschaft bedankte er sich zunächst bei TNA-Präsident Carlos Silva. Beide hätten persönlich miteinander gesprochen. Silva sei ihm auch nach den Ereignissen entgegenkommend und professionell begegnet.
Caster erklärte, die Entscheidung nachvollziehen zu können. Silva müsse seine Promotion schützen, und aus dessen Sicht sei er mit dem Einzugsrap zu weit gegangen. Deshalb wolle er sich sowohl bei Silva und dem TNA-Büro als auch bei allen Menschen entschuldigen, die sich für seinen Einsatz ausgesprochen hätten. Er habe das Gefühl, diese Personen enttäuscht zu haben.
Ein besonderer Dank galt Moose, dessen offene Herausforderung er bei Bound for Glory angenommen hatte. Caster würdigte, dass Moose seine Plattform mit ihm geteilt habe. Auf das gemeinsame Match sei er weiterhin stolz. Gleichzeitig bedauere er, wie sein kurzer Aufenthalt bei TNA zu Ende gegangen sei.
Caster unterscheidet zwischen seiner Entschuldigung und der Absicht seiner Raps
Bei der Bewertung seiner Rap-Einlagen blieb Caster jedoch bei seiner grundsätzlichen Haltung. Er wolle damit unterhalten und nicht gezielt Menschen verletzen. Für ihn stehe der Unterhaltungswert an erster Stelle. Selbstverständlich hätten Zuschauer das Recht, sich von seinen Worten angegriffen zu fühlen.
Eine Entschuldigung allein dafür, dass Menschen sich beleidigt fühlten, wollte er jedoch nicht aussprechen. Zugleich betonte er, dass es nicht seine Absicht sei, andere zu verärgern. Wenn seine Darbietung eine Reaktion auslöse, habe er nach seinem Verständnis seine Aufgabe erfüllt. Dass der Auftritt große Aufmerksamkeit erhalten habe, bewertete er deshalb weiterhin positiv.
Die Konsequenzen akzeptiere er dennoch. Caster beschrieb die Situation als peinlich und räumte ein, dass niemand nach einem einzigen Match wieder gehen wolle. Ihm gehe es grundsätzlich gut, auch wenn der Verlauf nicht seinen Vorstellungen entsprochen habe. Nun müsse er das Geschehene annehmen und weitermachen. Was als Nächstes folge, wisse er noch nicht. Abschließend bedankte er sich bei allen, die Kontakt zu ihm aufgenommen hätten.
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— “Platinum“ Max Caster (@PlatinumMax) October 13, 2026
Carlos Silva soll die Trennung persönlich entschieden haben
Nach Informationen von PWInsider ging die Entscheidung, nicht weiter mit Caster zusammenzuarbeiten, unmittelbar auf Carlos Silva zurück. Casters öffentliche Erklärung passt zu dieser Darstellung, da er selbst auf Silvas Verantwortung und ihr persönliches Gespräch einging.
Auch zur zuvor unklaren Vertragsfrage gibt es neue Angaben. PWInsider zufolge soll Caster eine Vereinbarung unterschrieben haben, nach der er pro Auftritt bezahlt worden wäre. Welche Laufzeit oder weiteren Bedingungen vorgesehen waren, ist damit nicht geklärt.
Darüber hinaus berichtet PWInsider, dass TNA Caster bei seinem Einzug kreative Freiheit eingeräumt und den Inhalt seines Raps nicht vorab gekannt haben soll. Bereits zuvor hatte Fightful Select gemeldet, dass die betreffende Passage über Riad weder von TNA vorgegeben noch im Voraus genehmigt worden sei.
Jonathan Coachman und JDfromNY sehen auch TNA in der Verantwortung
Bei The TwoCount beschäftigten sich Jonathan Coachman und JDfromNY mit dem Vorfall. JDfromNY hielt die Trennung für nachvollziehbar, kritisierte aber zugleich, dass es überhaupt so weit gekommen sei. Caster hätte angesichts von TNAs Zusammenarbeit mit WWE und deren Geschäftsbeziehungen zu Saudi-Arabien erkennen müssen, welche Tragweite seine Worte haben könnten.
Gleichzeitig stellte er die Frage, weshalb niemand den Rap vor dem Auftritt geprüft habe. Aus seiner Sicht hätten die zuständigen Produzenten oder andere Verantwortliche den Inhalt kennen müssen. Die Verantwortung liege deshalb nicht ausschließlich beim Wrestler.
Coachman stimmte dieser Einschätzung zu und verwies auf seine Erfahrungen bei WWE. Dort hätten Beiträge während seiner Zeit mehrere Freigaben durchlaufen. Als Beispiele für vorbereitete Darbietungen nannte er unter anderem John Cenas frühere Raps, Auftritte von R-Truth und musikalische Gäste wie Limp Bizkit. Eine vorherige Probe hätte seiner Ansicht nach die Gelegenheit geboten, die betreffende Zeile zu streichen.
Casters Entschuldigung bei seinen Unterstützern begrüßte Coachman, hielt dessen weitere Argumentation jedoch für unzureichend. Wer unterhalte, müsse auch einschätzen können, wann eine Grenze überschritten werde. Seine Aussagen sind eine Bewertung des Vorfalls anhand eigener Berufserfahrung, keine Bestätigung sämtlicher interner Abläufe bei TNA.
Auch Talente kritisieren die Vorbereitung des Auftritts
Fightful Select schilderte nach Gesprächen mit Talenten eine ähnliche Einschätzung. Diese schrieben TNA eine Mitverantwortung zu, da Caster seinen Rap offenbar nicht im Voraus vortragen musste. Auf der Busfahrt von der Veranstaltung zurück zum Hotel habe zunächst noch alles unauffällig gewirkt.
TNA hatte bereits in der eigenen Erklärung eingeräumt, dass die Äußerung nicht hätte ausgestrahlt werden dürfen, und dafür Verantwortung übernommen. Die Promotion entschuldigte sich bei den Betroffenen und kündigte Maßnahmen gegen vergleichbare Vorfälle an. Nach einem weiteren PWInsider-Bericht wurde inzwischen das gesamte Match gegen Moose aus den Wiederholungen entfernt.
Damit endete Casters Einsatz bei TNA kurz nach seinem Abschied von AEW. Sein Status als Free Agent wurde am 2. Oktober 2026 von Fightful bestätigt. In seiner Stellungnahme kündigte Caster weder einen neuen Arbeitgeber noch weitere konkrete Pläne an.
Alles für die Aufmerksamkeit also… ja… dann weiß man ja was er für ein Typ ist. Da ist Krieg, es sterben Leute, Familien leiden… schon geeignetes Thema sich drüber lustig zu machen.
Das so etwas Reaktionen hervorruft ist doch wohl klar, positive allerdings nicht…
Aber die Aufmerksamkeit alleine ist ja was positives für ihn, menschlich also völlig daneben, doch Fame hat er nun. Supi.