Matt Riddle hat in einem ausführlichen Interview mit TMZ Sports über frühere Auseinandersetzungen mit mehreren hochkarätigen Wrestling-Stars gesprochen. Einer dieser Namen ist Roman Reigns, mit dem er nach eigenen Angaben eine deutliche Meinungsverschiedenheit hatte. Riddle erklärte, dass Ehrlichkeit im Backstagebereich der WWE nicht immer auf Zustimmung stößt, vor allem dann nicht, wenn sie den Status oder die Fähigkeiten eines Topstars infrage stellt.
Nach Riddles Schilderung kam es zu Spannungen, als er öffentlich erklärte, er könne Roman Reigns in einem echten Street Fight besiegen würde. Diese Bemerkung habe Reigns sehr verärgert. Riddle meinte, dass auch andere Wrestler wie Goldberg und CM Punk ähnlich reagieren, wenn ihre Fähigkeiten infrage gestellt werden. Für ihn zeigt das, dass manche Wrestler und auch viele Fans nur schwer mit kritischen oder unangenehmen Aussagen umgehen können.
Riddle erklärte, dass er oft darum gebeten werde, über andere Wrestler herzuziehen, und er in diesem Fall offen zugegeben habe, dass Reigns im Wrestling Ring überlegen sei, er ihn jedoch in einem Cage oder auf der Straße klar besiegen würde. Diese klare Ansage habe für Unruhe gesorgt und das Verhältnis zwischen beiden belastet.
Einschränkungen während der Fehde mit Seth Rollins
Ein weiteres Thema, das Riddle ansprach, betrifft seine Fehde mit Seth Rollins während seiner Zeit bei WWE. Riddle berichtete, dass bestimmte Inhalte in ihren Promos von Rollins blockiert wurden, insbesondere wenn es um persönliche Anspielungen ging. Er habe Rollins angeboten, brisante Themen wie seine gescheiterte Ehe oder die Trennung von seinen Kindern in die Storyline einzubinden, um die Rivalität glaubwürdiger und intensiver zu gestalten.
Rollins lehnte dies zunächst ab, um insbesondere seine Ehefrau Becky Lynch aus der Auseinandersetzung herauszuhalten. Erst deutlich später war Rollins bereit, eine Bemerkung in dieser Richtung zu machen. Die viel diskutierte Promo, in der erwähnt wurde, dass Riddles Frau ihn verlassen habe, stammte ursprünglich von Riddle selbst. Er habe bewusst diese persönliche Ebene eingebracht, um bei den Zuschauern starke Emotionen zu erzeugen.
Riddle zeigte sich jedoch enttäuscht darüber, dass Rollins ihm später nicht öffentlich Anerkennung dafür zollte, dass er persönliche Details preisgab, um die Storyline zu stärken. Für ihn sei es eine der intensivsten und emotionalsten Fehden seiner WWE-Karriere gewesen, die nicht nur für Unterhaltung sorgte, sondern auch viele Fans ansprach, die ähnliche Erfahrungen gemacht hatten.
Anhaltende Kritik an Bill Goldberg
Riddle äußerte sich auch erneut zu Bill Goldberg, mit dem er seit Jahren im Konflikt steht. Die Spannungen begannen bei ihrer ersten Begegnung beim SummerSlam 2019, bei der Goldberg ihm den inzwischen legendären Satz „Ich bin nicht dein Bro“ entgegnete.
In dem aktuellen Interview berichtete Riddle von einer weiteren, bisher unveröffentlichten Begegnung, bei der Goldberg ihn erneut aufsuchte. Dabei habe Goldberg ihm Respektlosigkeit vorgeworfen und behauptet, Riddle verstehe das Wrestling-Business nicht. Riddle entgegnete, dass er Goldbergs Status als Legende zwar anerkenne, dessen technische Fähigkeiten im Ring jedoch kritisch sehe.
Laut Riddle habe Goldberg während des Gesprächs mehrfach auf sein großes Bankkonto hingewiesen. Riddle erklärte, dass finanzieller Erfolg nichts an der Tatsache ändere, dass Goldberg seiner Meinung nach nie ein herausragender Techniker gewesen sei. Er bezeichnete ihn als „Belastung“ im Ring und als gefährlich für seine Gegner, da er nicht über die notwendige ringpsychologische Ausbildung verfüge. Riddle betonte, dass er selbst nach seiner Zeit in der UFC hart gearbeitet habe, um sich über die Independent-Szene bis in die WWE hochzukämpfen, ein Weg, den Goldberg so nie habe gehen müssen.
Einschätzung zu CM Punk
Auch CM Punk blieb nicht von Riddles Kritik verschont. Der frühere UFC-Kämpfer und WWE-Star erklärte, dass Punks Verbleib im WWE-Roster vor allem auf dessen kommerziellen Wert zurückzuführen sei. Punk verkaufe Tickets, fülle Arenen und generiere hohe Merchandise-Einnahmen. Dies mache ihn für WWE wertvoll, vor allem seit der Übernahme durch TKO.
Riddle stellte jedoch klar, dass er nicht glaube, dass Punk sportlich noch an sein früheres Leistungsniveau herankomme. Seiner Einschätzung nach lägen Punks beste Zeiten im Ring bereits hinter ihm. Er betonte, dass diese Aussage nicht aus Groll getroffen sei, sondern auf seiner Beobachtung basiere, dass körperliche Leistungsfähigkeit mit der Zeit nachlasse.
Die Spannungen zwischen Riddle und Punk reichen bis in den Sommer 2025 zurück, als Riddle in Interviews und sozialen Medien wiederholt Punks Fähigkeiten und Verhalten kritisierte. Unter anderem warf er Punk vor, den Schwung von AEW gebremst zu haben. Diese Äußerungen folgten auf eine Kontroverse während der WWE Night of Champions, bei der Punk von Zuschauern ausgebuht wurde.
Fortgesetzte Kontroversen um Matt Riddle
Riddle selbst war in seiner WWE-Zeit und auch danach häufig in Kontroversen verwickelt. Sein Abschied aus der Company war das Ergebnis mehrerer Backstage-Verstöße. Seitdem sorgte er durch öffentliche Auseinandersetzungen, rechtliche Streitigkeiten und provokante Kommentare immer wieder für Schlagzeilen. Trotz dieser Umstände scheint Riddle entschlossen, seinen offenen und direkten Kommunikationsstil beizubehalten.
Seine jüngsten Aussagen machen deutlich, dass die Konflikte mit Roman Reigns, Seth Rollins, Bill Goldberg und CM Punk weiterhin bestehen und wohl auch in Zukunft für Diskussionen sorgen werden.