In seiner aktuellen Podcast-Episode hat der langjährige WWE-Veteran Matt Hardy deutliche Kritik am früheren WWE-Chef Vince McMahon geübt. In „The Extreme Life of Matt Hardy“ schildert er, dass McMahon hinter den Kulissen gezielt Situationen geschaffen habe, die für Talente und Mitarbeiter unangenehm gewesen seien. Laut Hardy habe sich dieses Verhalten über einen längeren Zeitraum gezeigt und sei für ihn klar erkennbar gewesen.
Vorwurf eines wiederkehrenden Verhaltensmusters
Hardy erklärte im Podcast, dass McMahon persönlichen Spaß daran gehabt habe, andere in Verlegenheit zu bringen. Wörtlich sagte er: „Ich meine, ich hatte das Gefühl, dass Vince eine Vorliebe dafür hatte. Vince hatte eine Vorliebe dafür, Menschen in Situationen zu bringen, in denen sie sich unwohl fühlten, und ehrlich gesagt, machte ihm das irgendwie Spaß. Das war sozusagen eine seiner Eigenarten.“
Hardy betonte, dass es seiner Wahrnehmung nach kein einmaliger Vorfall war, sondern sich wie ein Muster anfühlte. Besonders ein Name fiel immer wieder: Jim Ross: „Das war so eine seiner Eigenarten. Und ich hatte das Gefühl, dass er das bei JR ziemlich oft gemacht hat. Das wurde dort zu einer regelmäßigen, alltäglichen Sache.“
„Wer Schwäche zeigt, bekommt mehr Druck“
In dem Gespräch ging Hardy auch darauf ein, wie McMahon seiner Ansicht nach reagierte, wenn jemand Zurückhaltung zeigte oder Grenzen setzte. Nach Hardys Worten habe genau das den Druck eher erhöht: „Bei manchen Personen hatte ich den Eindruck, dass es alles nur schlimmer machte, sobald man auch nur ein kleines Zeichen von Unsicherheit zeigte. Wenn jemand sagte, dass er etwas nicht machen wolle oder sich sichtlich unwohl fühlte, erhöhte er den Druck noch weiter.“
Hardy führte weiter aus, dass McMahon dies teilweise mit dem Argument der persönlichen Weiterentwicklung begründet habe. Aus dessen Sicht sei Wachstum nur möglich, wenn man Unbequemes zulässt. Hardy akzeptierte diesen Gedanken grundsätzlich, bewertete die Umsetzung jedoch kritisch: „Er hat oft den Standpunkt vertreten, dass man nur wächst, wenn man Dinge tut, bei denen man sich unwohl fühlt. Das kann stimmen, aber aus meiner Sicht ist dieses Argument auch missbraucht worden.“
Verhalten während der Produktion von Liveshows
Besondere Aufmerksamkeit erhielten Hardys Schilderungen zum Ablauf während laufender Shows. McMahon habe über das Headset unberechenbar gewirkt. Nach Hardys Eindruck sei es für Mitarbeiter kaum vorhersehbar gewesen, wie McMahon auf bestimmte Situationen reagieren würde: „Vince war immer eine Plage, wenn er Kopfhörer trug. Ich weiß das, weil man nie wusste, mit welchem Vince man es zu tun bekommen würde, wenn man etwas sagte, das ihn provozierte, oder wenn er schlechte Laune hatte.“
Diese Ungewissheit sei belastend gewesen, so Hardy weiter: „Man wusste nie, mit welchem Vince man es zu tun haben würde, ob er mit dem richtigen oder dem falschen Fuß aufgestanden war.“
Einordnung der Aussagen
Vince McMahon ist nach rechtlichen Auseinandersetzungen und umfassender Kritik inzwischen aus dem aktiven WWE-Geschäft ausgeschieden. Hardys öffentliche Aussagen reihen sich in eine lange Diskussion über McMahons Führungsstil ein, ohne dabei über das hinauszugehen, was Hardy selbst erlebt oder aus seiner Sicht beurteilt hat. Neue Vorwürfe wurden von Hardy nicht erhoben, stattdessen sprach er über persönlich wahrgenommene Situationen aus seiner Zeit bei der WWE.
WWE-Update zu Danhausen: Interne Einschätzungen und neue Details
Die Zukunft von Danhausen sorgt weiterhin für Diskussionen hinter den Kulissen der WWE. Hintergrund ist das bevorstehende Vertragsende des Wrestlers bei All Elite Wrestling. Nach aktuellem Stand wird sein AEW-Vertrag im Februar 2026 auslaufen und nicht verlängert werden. Ab diesem Zeitpunkt gilt Danhausen als Free Agent.
Geteilte Meinungen innerhalb der WWE
Bereits am 22. Dezember 2025 berichtete WrestleVotes Radio auf Fightful Select, dass die Einschätzungen innerhalb der WWE hinsichtlich einer möglichen Verpflichtung von Danhausen auseinandergehen. Demnach gibt es Verantwortliche, die seinen außergewöhnlichen Charakter sowie seine gewachsene Fan-Community schätzen. Andere Stimmen innerhalb des Unternehmens stehen dem Konzept des Wrestlers hingegen zurückhaltender gegenüber.
Diese unterschiedlichen Sichtweisen haben dazu geführt, dass eine potenzielle Verpflichtung intern nicht einheitlich bewertet wird.
Neues Update nennt WWE NXT als mögliche Option
Nun folgt ein weiteres Update von „WrestleVotes Radio” auf „Fightful Select”. Den Quellen von WrestleVotes zufolge könnte Danhausen nach Ablauf seines AEW-Vertrags in einem NXT-Umfeld erfolgreich eingesetzt werden.
Demnach wird insbesondere darauf verwiesen, dass sein komödiantisches Timing, seine eigenwillige Persönlichkeit und seine treue Fan-Community gut zur Ausrichtung von WWE NXT passen könnten. Die Marke ist seit Jahren dafür bekannt, charismatische und exzentrische Charaktere gezielt aufzubauen und weiterzuentwickeln.
Offene Zukunft nach Vertragsende bei AEW
Aktuell bleibt offen, welchen Weg Danhausen nach dem Auslaufen seines AEW-Vertrags im Jahr 2026 einschlagen wird. Eine Entscheidung über eine mögliche WWE-Verpflichtung ist bislang nicht bekannt. Klar ist lediglich, dass sein Name innerhalb der WWE diskutiert und insbesondere ein Einsatz bei WWE NXT von einigen Quellen als sinnvoll erachtet wird.