Kofi und Austin Creed erleben AEW völlig anders als WWE: Was für ihren Wechsel entscheidend war

Austin Creed, Kofi und Swerve Strickland stehen nach einem Match eng beieinander, während sie vor jubelnden Fans und laufenden Kameras gemeinsam für einen ausgelassenen Moment posieren
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Für Kofi und Austin Creed hat mit dem Wechsel zu AEW nicht nur ein neuer Abschnitt ihrer Wrestling-Karrieren begonnen. Nach ihrem überraschenden Auftritt bei All In London sammeln beide nun erste Eindrücke aus ihrem neuen Arbeitsumfeld. In mehreren aktuellen Interviews schildern sie, was ihnen hinter den Kulissen besonders auffällt und weshalb ihre Entscheidung für AEW weit über mögliche Matches im Ring hinausging.

Austin Creed beschreibt AEW als deutlich weniger unternehmensgeprägt

Im Gespräch mit „The Takedown“ von Sports Illustrated wurden und Creed gefragt, wie sie die Atmosphäre bei AEW im Vergleich zu ihren letzten Jahren bei WWE wahrnehmen. Creed erklärte, der Unterschied sei für ihn sofort spürbar gewesen. WWE habe sich in seinen Augen zunehmend wie ein großer Konzern angefühlt, während AEW noch immer eine stärkere Grassroots-Mentalität vermittle. Viele Beteiligte würden enger zusammenarbeiten und gemeinsam versuchen, das bestmögliche Ergebnis für die Show zu erreichen.

Kofi stimmte dieser Einschätzung zu. Auch er habe in seinen ersten Tagen bei AEW nicht das Gefühl gehabt, dass alles stark von einer ausgeprägten Unternehmensstruktur bestimmt werde. Stattdessen nehme er ein Umfeld wahr, in dem viele Beteiligte gemeinsam am Produkt arbeiten. Gerade nach zahlreichen Jahren bei WWE empfindet er diese Atmosphäre offenbar als deutliche Veränderung.

Beide machten zugleich klar, dass sich die grundlegende Aufgabe eines Wrestlers nicht ändere. Unabhängig vom Arbeitgeber gehe es darum, überzeugende Matches zu liefern und die eigene Rolle bestmöglich auszufüllen. Der Unterschied liege für Kofi vielmehr darin, wie viel Spielraum die Talente innerhalb dieser Vorgaben erhalten.

Kofi sieht mehr Freiheit bei Matches und Promos

Kofi erklärte, bei AEW fühle sich die sprichwörtliche Leine deutlich lockerer an. Wrestler könnten stärker beeinflussen, wie sie ihre Matches gestalten, welche Ideen sie verfolgen und wie sie ihre Promos präsentieren. Für ihn sei wichtig, dass die eigene Leidenschaft dadurch mehr Raum bekomme und sich dies auch für das Publikum bemerkbar mache.

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Diese kreative Freiheit gehört für Kofi und Creed zu den wichtigsten Veränderungen seit ihrem WWE‑Abschied. Schon zuvor hatten sie betont, dass sie ein Umfeld gesucht hätten, in dem Tag Team Wrestling wieder einen größeren Stellenwert besitzt. Nun wird deutlich, dass ihnen auch die Möglichkeit wichtig war, ihre eigene Präsentation stärker mitzugestalten.

Ihre AEW-Verträge eröffnen zusätzliche Möglichkeiten

Wie weit dieser Spielraum reicht, erläuterten beide bei „Inside the Ring“. Creed verwies besonders auf seine langjährige Leidenschaft für Videospiele. Neben dem Wrestling möchte er künftig eigene Projekte im Gaming-Bereich verfolgen und stärker selbst darüber bestimmen, wie diese aufgebaut und wirtschaftlich genutzt werden. Sollte daraus etwas Erfolgreiches entstehen, wolle er auch selbst stärker davon profitieren und nach Möglichkeit weitere Wrestler einbeziehen.

Kofi bestätigte, dass diese Freiheit bereits während der Vertragsverhandlungen mit AEW ein Thema gewesen sei. Teile ihrer Vereinbarungen seien aus Sicht der Wrestler sehr entgegenkommend gestaltet und enthielten nur wenige Einschränkungen für Projekte außerhalb des Unternehmens. Auch Tony Khan habe sie ermutigt, weitere Interessen zu verfolgen, anstatt sämtliche Aktivitäten ausschließlich auf AEW auszurichten.

Eine bekannte Gaming-Marke kann Creed allerdings nicht in seine neue Karrierephase mitnehmen. Tyler Breeze bestätigte inzwischen auf Nachfrage eines Fans ausdrücklich, dass UpUpDownDown der WWE gehört. Creed war über viele Jahre das Gesicht des Kanals und Breeze gehörte später ebenfalls zu dessen prägenden Akteuren. Für Creed bedeutet seine neue Freiheit daher auch, dass mögliche Gaming-Projekte außerhalb von WWE unter einer anderen Marke entstehen müssten. UpUpDownDown selbst liegt weiterhin vollständig in den Händen seines früheren Arbeitgebers.

Auch Auftritte bei anderen Promotions sind offenbar möglich

Die neue Flexibilität betrifft offenbar sogar ihre Arbeit im Ring. Im Gespräch mit Ariel Helwani deuteten Kofi und Creed an, dass ihre AEW-Verträge grundsätzlich auch Einsätze für andere Promotions zulassen. Konkrete Auftritte wurden bislang nicht angekündigt, doch vor allem internationale Möglichkeiten reizen beide.

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Für Kofi und Creed eröffnet sich dadurch die Chance, gegen Teams anzutreten, denen sie während ihrer langen WWE-Zeit nicht begegnen konnten. Ihre neuen Verträge bieten ihnen damit nicht nur kreativen Spielraum und Freiheiten für externe Projekte, sondern auch sportlich zusätzliche Optionen.

Nach dem WWE-Aus gab es nur Gespräche mit AEW

Bemerkenswert ist eine weitere Aussage aus dem Helwani-Interview. Creed bestätigte, dass er und Kofi nach ihrem WWE-Abschied offenbar nicht mehrere Angebote gegeneinander abgewogen hätten. Nach seiner Darstellung führten sie ausschließlich Gespräche mit AEW.

Als Helwani mögliche Alternativen und auch Japan ansprach, verwies Creed erneut auf den Stellenwert des Tag Team Wrestlings. AEW habe ihnen genau das geboten, wonach sie gesucht hätten. Hinzu komme, dass beide bereits zahlreiche Personen innerhalb des Unternehmens kannten und aus ihrem Umfeld positive Rückmeldungen über AEW erhalten hatten.

Die Entscheidung entstand somit offenbar nicht erst nach einem langen Bieterwettstreit verschiedener Promotions. Vielmehr hatten Kofi und Creed früh den Eindruck, dass AEW sportlich und außerhalb des Rings am besten zu ihren Vorstellungen passen könnte.

Kofi machte zudem deutlich, wie wichtig es für ihn war, diesen nächsten Schritt gemeinsam mit Creed zu gehen. Die Zeit nach WWE sei leichter gewesen, weil beide dieselbe Situation miteinander durchlebten. Für ihn habe ein Neustart ohne seinen langjährigen Partner deutlich weniger Reiz gehabt.

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