Mick Foleys Entscheidung gegen einen neuen WWE-Legends-Vertrag war längst bekannt. Wie groß der persönliche Preis dafür war, hatte er bisher jedoch nicht beziffert. In einem neuen Gespräch verbindet der frühere WWE-Star diese finanzielle Seite mit einer zweiten Frage, die seinen Wechsel zu AEW seit Monaten begleitet: Stand die neue Zusammenarbeit schon fest, als er WWE seine Entscheidung mitteilte?
Ein Viertel seiner Einnahmen hing am Legends-Vertrag
In einem Gespräch mit „Wrestling on the Spectrum“ erklärte Foley, dass rund 25 Prozent seines Einkommens aus dem „Legends“-Vertrag mit der WWE stammten. Er sprach von einem erheblichen Verlust. Foley erläuterte diesbezüglich auch, was die Vereinbarung aus seiner Sicht abdeckte.
Demnach durfte die WWE seinen Namen und sein Erscheinungsbild für Lizenzprodukte verwenden, vor allem für Actionfiguren, daneben etwa für T-Shirts. Damit wird verständlich, weshalb der Verzicht nicht bloß symbolisch war: Mit dem Auslaufen des Vertrags fiel für ihn eine über Jahre gewachsene Einnahmequelle weg. Zugleich sollte ein Legends-Deal nicht mit einem regulären Vertrag für aktive Wrestler gleichgesetzt werden. Die von Foley beschriebene Lizenzierung betraf insbesondere Merchandise.
Seinen Entschluss teilte er nach eigener Darstellung am 15. Dezember 2025 per Nachricht an John Cone aus der WWE-Abteilung Talent Relations mit. Einen Tag später machte Foley öffentlich, dass er während Donald Trumps Amtszeit nicht mehr für WWE auftreten und seinen im Sommer 2026 auslaufenden Legends-Vertrag nicht verlängern wolle. Als Grund nannte er damals seine Kritik an der Nähe des Unternehmens zu Trump.
Foley bereut den Schritt trotz des Verlustes nicht
Der frühere WWE-Champion machte deutlich, dass ihm das Geld fehle. Zweifel an seiner Entscheidung äußerte er dennoch nicht. Er stellte seine Haltung als Frage der eigenen Glaubwürdigkeit dar. Wer öffentlich Grundsätze vertritt, müsse auch bereit sein, die Folgen eines solchen Schrittes zu tragen. Er habe den Vertrag nicht auslaufen lassen, weil die Einnahmen bedeutungslos gewesen wären, sondern obwohl sie für ihn ins Gewicht fielen.
AEW kam nach Foleys Entscheidung ins Spiel
Zugleich widersprach Foley der Vorstellung, er habe den Legends-Vertrag wegen eines bereits vorbereiteten Wechsels zu AEW beendet. Als er der WWE seine Entscheidung mitteilte, habe er noch nichts von einem Interesse der Promotion erfahren.
Stattdessen habe er seine eigenen Auftritte geplant. Zu diesem Zeitpunkt gehörten eine One-Man-Show, Besuche bei Conventions und Autogrammstunden zu seinen Tätigkeiten. Gerade diese Begegnungen mit den Fans machte er gerne und er sah sie nicht als bloße Übergangslösung.
Der Kontakt zu Tony Khan sei erst später über Foleys langjährigen Agenten Barry Bloom entstanden. Bloom habe mit Khan über ihn gesprochen. Khan habe daraufhin die Möglichkeit gesehen, Foley bei AEW einzusetzen, und so seien Gespräche zwischen beiden Seiten in Gang gekommen.
Auch seine Aufgaben bei der neuen Promotion stellte Foley nicht als abschließend festgelegt dar. Er könne unterschiedliche Rollen ausfüllen und habe bereits mehrere Dinge ausprobiert. Wie sich die Zusammenarbeit entwickle, müsse sich erst zeigen.
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