Was für das Publikum wie ein weiterer dominanter Run eines Ausnahmewrestlers wirkte, war hinter den Kulissen von erheblichen körperlichen Belastungen geprägt. Jon Moxley absolvierte das Jahr 2025 bei All Elite Wrestling nahezu ohne Unterbrechung, obwohl er bereits zu Jahresbeginn mit mehreren Verletzungen zu kämpfen hatte. Diese Details wurden erst zum Jahresende öffentlich, als Tony Khan in einem Interview offen über den tatsächlichen Zustand seines Topstars sprach.
Laut Khan startete Moxley deutlich angeschlagen in das Jahr, entschied sich jedoch bewusst gegen eine Auszeit. Stattdessen blieb er konstant im Einsatz und arbeitete sich Woche für Woche zurück. Khan beschrieb, dass Moxley zu Beginn des Jahres „ziemlich verletzt“ gewesen sei, sich jedoch ohne Pause wieder herangekämpft habe. Trotz der hohen Belastung sei er im Laufe der Monate sogar immer fitter geworden. Khan bezeichnete diese Entwicklung als außergewöhnlich und hob hervor, dass Moxley über das gesamte Jahr hinweg präsent blieb und kontinuierlich Leistung zeigte.
Ein Arbeitsplan wie aus einer anderen Wrestling-Ära
Die Zahlen unterstreichen die Aussagen des AEW-Präsidenten. Moxley bestritt im Jahr 2025 insgesamt 53 im Fernsehen übertragene Matches. Das waren deutlich mehr als im Vorjahr und das ohne längere Erholungsphasen. Khan zog dabei einen Vergleich zu den Touring-Champions früherer Generationen, die teilweise mehrere Hundert Matches pro Jahr absolvierten. Er erklärte, dass Moxley bereits vor seiner AEW-Zeit dafür bekannt gewesen sei, extrem hohe Matchzahlen zu worken. In einer Zeit, in der der Fokus stark auf TV-Shows liege und regelmäßige Tourneen kaum noch existierten, werde diese Art von Belastung oft unterschätzt.
Gerade vor diesem Hintergrund gewinnt Moxleys Konstanz eine besondere Bedeutung. Trotz körperlicher Rückschläge blieb er ein verlässlicher Fixpunkt im AEW-Programm und verkörperte über Monate hinweg eine Arbeitsmoral, die selbst innerhalb des professionellen Wrestlings nicht selbstverständlich ist.
AEW Worlds End als Kulminationspunkt eines harten Jahres
Seinen Höhepunkt fand dieses intensive Jahr bei AEW Worlds End. Dort setzte sich Moxley im Rahmen des Continental Classic Turniers durch und sicherte sich den Turniersieg. Bereits im Halbfinale musste er jedoch einen hohen Preis zahlen. In einem harten Match gegen Kyle Fletcher erlitt Moxley einen Schlag ins Gesicht, der ihm einen Zahn ausschlug. Trotz dieser Verletzung setzte er den Wettbewerb fort und trat im Finale gegen Kazuchika Okada an, das er schließlich für sich entschied.
Der Sieg im AEW Continental Classic markierte nicht nur einen sportlichen Erfolg, sondern auch das emotionale Ende eines Jahres, das Moxley körperlich alles abverlangt hatte. Nach dem Turnier veröffentlichte All Elite Wrestling ein Foto des neuen Champions, das rasch Aufmerksamkeit erregte. Darauf ist Moxley lächelnd zu sehen, während der abgebrochene Zahn deutlich erkennbar ist. Der begleitende Kommentar lautete: „Das ist das Lächeln eines neuen Champions!“
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Symbolbild für Moxleys Mentalität und Wandel
Das Bild wurde schnell zu einem Sinnbild für Moxleys kompromisslose Einstellung. Fans griffen den Moment auf und lobten seine Entschlossenheit, trotz sichtbarer Verletzungen weiterzumachen. Moxley selbst ist seit Jahren für seine Bereitschaft bekannt, körperliche Härte in Kauf zu nehmen, doch das Foto brachte diese Haltung auf ungewöhnlich direkte Weise zum Ausdruck.
Neben dem Turniersieg sorgte auch seine Promo nach dem Finale für Aufmerksamkeit. Nach einer längeren Phase als Heel wurde Moxley von vielen Beobachtern wieder eindeutig als Babyface wahrgenommen. In Kombination mit den bekannt gewordenen Verletzungen und seinem durchgehenden Einsatz erhielt sein Jahr 2025 rückblickend eine zusätzliche Dimension. Es ging nicht nur um Siege, Titel oder die Qualität der Matches, sondern um die Konsequenz, mit der er sich durch ein physisch extrem anspruchsvolles Jahr kämpfte.
Zum Jahresausklang wünscht die Redaktion von wrestling-point.de allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch und ein frohes, gesundes neues Jahr.
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