Jon Moxley vor AEW Revolution: Death Riders, Marina Shafir und Konosuke Takeshita im Fokus

Jon Moxley schaut zum Ring

In einem ausführlichen Interview hat Jon Moxley nicht nur über sein Privatleben gesprochen, sondern auch tiefe Einblicke in seine Arbeit bei AEW gegeben. Vor dem „Revolution“-Pay-per-View am 15. März 2026 sprach er unter anderem über seine Wrestling-Philosophie, seine Rolle innerhalb des Rosters, die Entwicklung der „Death Riders“ und seine Kollegen Marina Shafir und Konosuke Takeshita.

Moxley zählt seit Jahren zu den prägenden Figuren bei AEW. Im Ring steht er für Intensität, Härte und einen Stil, der sich nur schwer mit anderen vergleichen lässt. Gleichzeitig machte das Interview deutlich, dass er seine Rolle längst nicht nur über Siege, Titel oder große Matches definiert. Vielmehr sieht er Wrestling als einen Prozess ständiger Entwicklung, in dem Lernen, Weitergeben und Arbeitsmoral eine zentrale Rolle spielen.

Jon Moxleys Wrestling-Philosophie bei AEW

Im Gespräch beschrieb Moxley ausführlich, was ihn an seinem Beruf bis heute fasziniert. Für ihn liegt der besondere Reiz darin, dass Wrestling niemals stillsteht. In einer Woche trifft er auf einen bestimmten Stil, in der nächsten auf eine völlig andere Herausforderung. Genau diese Abwechslung macht den Sport für ihn lebendig. Moxley erklärte, dass man im Wrestling nie an einem Endpunkt ankomme. Wer sich nicht weiterentwickle, bleibe stehen. Je mehr man lerne, desto deutlicher werde einem, wie groß die Möglichkeiten zur weiteren Verbesserung eigentlich seien.

Er beschrieb diesen Prozess fast schon grundsätzlich. Für ihn wächst mit jeder neuen Erfahrung auch das Bewusstsein dafür, wie unendlich dieses Spiel ist. Gerade deshalb verbindet er seine persönliche Entwicklung auch mit der Entwicklung anderer Talente. Je mehr er selbst lerne, desto mehr könne er dieses Wissen an andere weitergeben. Führung bedeutet für ihn nicht, alles zu wissen, sondern offen zu bleiben. Wer glaube, bereits alle Antworten zu haben, liege aus seiner Sicht falsch. Genau darin zeigt sich ein wichtiger Teil seiner Haltung bei AEW.

Besonders wichtig ist ihm dabei der Blick auf das Publikum. Moxley erklärte, dass Fans Geld ausgeben, eine Eintrittskarte kaufen, zur Arena fahren, parken und ihre Zeit investieren, um eine gute Show zu erleben. Deshalb sei es die Pflicht jedes Wrestlers, im Ring alles zu geben, unabhängig davon, ob ein Match nur wenige Minuten dauere oder deutlich länger gehe. Diese Sichtweise prägt ihn spürbar. Sie erklärt auch, warum er sich selbst nicht nur als Performer versteht, sondern als jemand, der den Zuschauern etwas schuldet.

Warum die Death Riders für Moxley so wichtig sind

Ein großer Teil seiner Aussagen drehte sich um die Death Riders. Moxley machte deutlich, dass der Aufbau dieser Gruppierung zu den Dingen gehört, auf die er in seiner gesamten Karriere am stolzesten ist. Für ihn ist dabei nicht nur die Außendarstellung der Gruppe entscheidend, sondern vor allem die Kultur, die in ihr entstanden ist. Er hob hervor, dass das Team für mehr steht als für eine bloße Gruppierung auf dem Bildschirm. Selbst Menschen, die im Ring eigentlich auf der anderen Seite stehen, seien in gewisser Weise noch Teil eines größeren gemeinsamen Umfelds.

Moxley formulierte dazu einen Gedanken, der seine Sicht gut zusammenfasst. Wer schnell vorankommen wolle, könne allein gehen. Wer weit kommen wolle, müsse gemeinsam gehen. Genau deshalb empfindet er es als besonders erfüllend, andere Wrestler auf ihrer Entwicklung zu begleiten. Er erinnerte sich im Gespräch daran, wie abrupt sich auch sein eigenes Leben einst verändert habe. Umso stärker schätzt er heute die Möglichkeit, andere auf ihrer Reise mitzunehmen und zu beobachten, wie sie wachsen.

Dabei interessiert ihn oft gerade das, was andere vielleicht gar nicht wahrnehmen. Er achtet nach eigener Aussage auf kleine Details und auf Momente, in denen jemand im Verständnis des Wrestlings eine neue Ebene erreicht. Genau diese Entwicklungen faszinieren ihn besonders. Dazu kommt ein weiterer Kernpunkt, der für die Death Riders entscheidend ist. Für Moxley ist Arbeitsmoral ein Grundprinzip. Training, Praxis und Aktivität stehen im Zentrum. Er machte klar, dass er am liebsten jeden Abend wrestlen würde, wenn man ihn ließe. Gleichzeitig würde er aber auch Platz machen, damit andere dieselbe Chance erhalten. Gerade darin zeigt sich, wie eng für ihn persönlicher Ehrgeiz und kollektive Entwicklung miteinander verbunden sind.

Marina Shafir als Herz der Death Riders

Neben dem Interview mit TV Insider wurde auch ein weiteres ausführliches Gespräch angesprochen, das auf dem AEW-YouTube-Kanal veröffentlicht wurde. Darin sprach Moxley noch konkreter über die Death Riders, Marina Shafir und aktuelle Entwicklungen im Team. Besonders bei Shafir wurde deutlich, wie groß seine Wertschätzung ist. Er bezeichnete sie als seine Lieutenant, als Head of Security und als Herz und Seele der Death Riders. Seit der Gründung der Gruppierung bei AEW WrestleDream 2024 sei sie seine rechte Hand, begleite Entrances mit Championships, greife in Matches ein und habe sich im Ring stark weiterentwickelt.

Moxley hob vor allem ihre Disziplin hervor. Aus seiner Sicht wäre jeder Wrestler tausendmal besser, wenn er jeden Tag so hart arbeiten würde wie Marina Shafir. Er beschrieb sie als Athletin, die den Lebensstil eines echten Profis kompromisslos lebt. Nach großen Matches sehe er sie am nächsten Morgen beim Shadowboxing am Pool, später dann vor dem Gebäude beim Seilspringen. In seiner Beschreibung wirkte sie wie jemand, der nie wirklich abschaltet und dessen kompletter Alltag auf Leistung ausgerichtet ist. Genau deshalb ist sie für ihn weit mehr als nur eine Verbündete im TV. Sie ist für ihn auch ein Maßstab in Sachen Arbeitsmoral.

Mit Blick auf AEW Revolution sprach Moxley ebenfalls sehr anerkennend über Shafirs bevorstehendes Match gegen Toni Storm. Er erklärte, dass es etwas Besonderes sei, sich eine solche Chance auf die harte Tour zu verdienen. In seinen Augen habe sie sich diese Position mit harter Arbeit, Disziplin und echter Schülermentalität erarbeitet. Gleichzeitig schilderte er, dass ihre Herangehensweise auch auf den Rest des Teams abfärbe. Wenn sie früh trainiere, komme er ebenfalls früher. Für ihn treibt ihre Disziplin auch ihn selbst zusätzlich an.

Renee Paquette brachte in diesem Zusammenhang bewusst eine zweite Perspektive ein. Sie erklärte, dass sie Marina zwar sehr schätze und für außergewöhnlich halte, gleichzeitig aber Toni Storm hervorheben wolle. Für Paquette ist Storm ein Star mit großer Ausstrahlung, mutiger Persönlichkeit und außergewöhnlicher Präsenz. Sie stellte klar, dass sie dieses Match mit großer Spannung erwarte, weil dort zwei sehr unterschiedliche, aber gleichermaßen beeindruckende Performerinnen aufeinandertreffen.

Wheeler Yuta, Hair vs. Hair und Moxleys Sicht auf Risiko

Im zweiten Interview äußerte sich Moxley auch zum Hair vs. Hair Match bei AEW Grand Slam Australia im Februar 2026. In diesem Match verloren Wheeler Yuta und Marina Shafir gegen Toni Storm und Orange Cassidy, woraufhin Yuta kahl rasiert wurde. Moxley ordnete diese Niederlage nicht vorrangig als Demütigung ein. Für ihn steckt die eigentliche Bedeutung in dem Risiko, das jemand bereit ist einzugehen. Wer vor der Welt ein solches Risiko akzeptiere und anschließend zu seinem Wort stehe, zeige Charakter.

Gerade weil viele Menschen davor zurückschrecken würden, sich auf eine solche Konsequenz einzulassen, bewertet Moxley Yutas Verhalten positiv. Aus seiner Sicht kann Yuta sich jeden Morgen im Spiegel ansehen und wissen, dass er sein Wort gehalten hat. Deshalb betrachtete er die Situation trotz Niederlage in gewisser Weise sogar als Sieg. Diese Sichtweise zeigt deutlich, wie stark Moxley Wrestling nicht nur über Ergebnisse, sondern auch über Haltung, Konsequenz und Charakter definiert.

Championship, Schmerz und das Streben nach mehr

Ein weiterer zentraler Punkt in Moxleys Aussagen war seine Sicht auf Championship, Schmerz und Konkurrenz. Er schilderte, dass er mit zunehmendem Alter immer deutlicher spüre, wie neue Generationen nachrücken und der Druck dadurch größer werde. Für ihn gehört genau dieses Gefühl aber zum Beruf dazu. Wenn man körperlich und mental nicht betroffen sei, mache man den Job nicht richtig.

Moxley versteht Schmerz dabei nicht nur als Leid, sondern auch als Information und Daten, mit denen man arbeitet. Besonders eindrücklich war seine Beschreibung des Begriffs „Championship”. Er erklärte, dass man ihn nie wirklich dauerhaft in den Händen halte. Das Spiel entwickle sich immer weiter und die eigentliche Belohnung liege deshalb nicht in etwas Äußerem, sondern in der Person, zu der man werde, während man dieser Championship hinterherjage.

Konosuke Takeshita beeindruckt Moxley besonders

Viel Anerkennung fand im Gespräch auch Konosuke Takeshita. Die Rivalität zwischen beiden war bei AEW Grand Slam Australia in einem Time Limit Draw über 20 Minuten geendet. Für AEW Revolution am 15. März 2026 ist deshalb ein Rematch ohne Zeitlimit angesetzt. Moxley machte dabei klar, wie hoch er Takeshita einschätzt. Er bezeichnete ihn als vielleicht besten Wrestler in ganz AEW und erklärte, dass ihn in den vergangenen ein bis zwei Jahren kaum jemand so stark beeindruckt habe wie er.

Besonders bemerkenswert war Moxleys Ehrlichkeit bei der Bewertung seines Gegners. Wenn es einen Wrestler gebe, bei dem er nicht mit absoluter Sicherheit sagen würde, dass er ihn besiegt, dann sei es Takeshita. Trotz Sprachbarriere und wenig persönlichem Kontakt gebe es zwischen ihnen ein unausgesprochenes Verständnis, da beide denselben Wettkampfgedanken teilen und ständig neue Herausforderungen suchen.

Dass ihr erstes Duell unentschieden endete, empfand Moxley nicht als zufriedenstellend. Er erklärte sogar, dass er lieber verloren hätte, als mit einem Draw zufrieden zu sein.

Moxleys Blick auf Renee Paquette

Moxley nutzte das Interview auch, um über seine Frau selbst zu sprechen und ihre besondere Stellung hervorzuheben. Er betonte, dass Paquette über eine echte Fernseherfahrung verfüge, die viele Wrestler in dieser Form nicht mitbringen. Gleichzeitig habe sie sich im Wrestling eine Glaubwürdigkeit aufgebaut, die man nicht einfach kaufen könne. Genau diese Kombination macht sie aus seiner Sicht besonders wertvoll.

Paquette reagierte darauf mit Humor, führte den Gedanken aber ernsthaft weiter. Sie erklärte, dass sie trotz aller Erfahrung nie glaube, alles zu wissen. Das Geschäft verändere sich ständig, und deshalb könne sie nicht nur anderen helfen, sondern auch selbst weiterlernen. Für sie sei entscheidend, die Liebe zum Spiel zu behalten, sich anzupassen und weiterhin Freude an der Arbeit zu haben. Genau darin sieht sie ihren eigenen Weg bei AEW.

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