Johnny TV hat in einem Interview offen über seine aktuelle Situation bei AEW gesprochen und erklärt, dass er sich derzeit nicht vollständig eingesetzt fühlt. Der frühere WWE-Star, der seit 2023 fest zum AEW-Roster gehört, tritt nur sporadisch im Fernsehen auf. Gleichzeitig blickte er auf ein besonderes Match in Mexiko zurück und erinnerte sich an die ungewöhnlichen Umstände seines ECW-Titelgewinns im Jahr 2007.
Seine Aussagen machte der Wrestler im Podcast Insight von Chris Van Vliet. Dort sprach er sowohl über seine aktuelle Rolle bei AEW als auch über frühere Stationen seiner Karriere sowie über Gegner, mit denen er künftig gerne zusammenarbeiten würde.
Johnny TV über seine aktuelle Situation bei AEW
Johnny TV gehört seit 2023 offiziell zum AEW-Roster, war jedoch bislang nur unregelmäßig im TV zu sehen. Zu seinen bekanntesten Auftritten gehört seine Zusammenarbeit mit der MxM Collection, bestehend aus Mason Madden und Mansoor. Gemeinsam bildeten sie das Trio MxM TV.
Während seine Einsätze bei AEW begrenzt blieben, stand Johnny TV häufiger bei Ring of Honor im Ring und trat zudem regelmäßig in Mexiko für CMLL an. Dort bestritt er kürzlich ein Hair vs. Hair Match gegen Ángel de Oro. Dieses Duell verlor er, woraufhin ihm im Anschluss der Kopf rasiert wurde.
Trotz der Niederlage beschrieb Johnny TV das Match als eines seiner besten in den vergangenen Jahren: „Das war eines der besten Matches, die ich seit Jahren hatte. Es war das erste Mal seit einer Weile, dass ich mich wieder wie ich selbst gefühlt habe.“
Gleichzeitig machte er deutlich, dass er sein Potenzial bei AEW derzeit nur teilweise ausschöpfen könne. Nach eigener Einschätzung zeige er aktuell lediglich einen kleinen Teil dessen, was er im Ring und beim Storytelling leisten könne. Er betonte jedoch, dass er dafür niemandem die Schuld gebe, da begrenzte TV-Zeit in Wrestling-Promotions ein normaler Faktor sei.
Intern werde bei AEW laut Johnny TV scherzhaft von einer „Insel“ gesprochen. Damit seien die Wrestler gemeint, die aktuell stark im Fokus stehen. Der AEW-Star erklärte, dass er momentan nicht das Gefühl habe, zu dieser Gruppe zu gehören. Bei CMLL habe er dagegen deutlich mehr Möglichkeiten gehabt, sich zu präsentieren.
Sein bislang letztes Match im AEW-Fernsehen bestritt Johnny TV im November 2025 bei AEW Collision in einem Trios Match. Sein letzter Auftritt bei Ring of Honor liegt im Januar zurück.
Wunschgegner bei AEW und zahlreiche Ringnamen
Im selben Interview sprach Johnny TV auch darüber, mit welchen Talenten er künftig gerne im AEW-Ring stehen würde. Er erklärte, dass es noch viele Wrestler gebe, mit denen er bislang nicht intensiv gearbeitet habe: „Eine Menge Leute, und einige davon haben vielleicht schon in Trios, Scrambles oder Battle Royals zusammengearbeitet, aber ich meine Mike Bailey, Kevin Knight, Kenny Omega, Jon Moxley.“
Ein weiterer Aspekt des Interviews drehte sich um die zahlreichen Ringnamen, die er im Laufe seiner Karriere verwendet hat. Johnny TV erklärte, dass sich sein Name oft an die jeweilige Promotion angepasst habe und einige Varianten nur sehr kurzzeitig genutzt worden seien. So erinnerte er sich daran, dass er beispielsweise einmal unter dem Namen Johnny Zero bei einer Show von Below Zero Wrestling in North Dakota auftrat, und betonte, dass es mehrere ähnliche Namen gebe, die er lediglich für einzelne Auftritte verwendet habe.
Auch sein früherer WWE-Charakter Johnny Drip Drip kam im Gespräch zur Sprache. Johnny TV berichtete dabei, dass seine Ehefrau Taya Valkyrie mit diesem Gimmick wenig anfangen konnte, insbesondere weil viele seiner Sprüche bewusst mit Anspielungen auf das Wort „feucht“ spielten. Er erklärte, dass er diese Wortspiele gezielt einbaute, weil Taya genau diese Formulierungen nicht mochte, und den Charakter entsprechend immer weiter in diese Richtung entwickelte. Rückblickend merkte er an, dass er mit dieser Idee möglicherweise zu weit gegangen sei, da seine Frau den Humor dahinter nicht lustig fand und ihn mehrfach darum gebeten habe, solche Ausdrücke nicht zu verwenden.
Rückblick auf den ECW-Titelgewinn im Jahr 2007
Neben seiner aktuellen AEW-Situation erinnerte sich John Morrison auch an die besonderen Umstände seines ECW-Titelgewinns im Jahr 2007. Der Titelwechsel fand bei WWE Vengeance: Night of Champions statt.
Ursprünglich sollte CM Punk an diesem Abend gegen Chris Benoit antreten. Als Benoit jedoch nicht zur Veranstaltung erschien, musste kurzfristig ein Ersatz gefunden werden. Morrison erklärte, dass er an diesem Tag eigentlich nur als mögliche Reserve eingeplant gewesen sei und möglicherweise ein Dark Match hätte bestreiten sollen.
Er berichtete, dass er erst am Nachmittag erfahren habe, dass Benoit nicht erreichbar sei und er möglicherweise einspringen müsse. Schließlich wurde ihm mitgeteilt, dass er im Falle eines weiterhin ausbleibenden Erscheinens von Benoit gegen Punk antreten und auch gewinnen würde.
Benoit erschien tatsächlich nicht zur Veranstaltung, sodass Morrison kurzfristig das Match bestritt und die vakante ECW Championship gewann. Für ihn fühlte sich der Abend zunächst wie ein bedeutender Karriereschritt an: „Am Morgen dachte ich noch, ich komme nur zum Catering vorbei. Am Abend war ich ECW World Champion und die Writer wollten die Shows um mich herum aufbauen.“
Am folgenden Tag änderte sich die Situation jedoch dramatisch, als die tragischen Ereignisse rund um Chris Benoit bekannt wurden. Morrison erklärte rückblickend, dass er sich im Nachhinein schuldig gefühlt habe, so glücklich über den Titelgewinn gewesen zu sein. Für ihn sei es ein verwirrendes Gefühl gewesen, von einer Situation zu profitieren, die aus einer Tragödie hervorgegangen sei.
Trotz dieser schwierigen Umstände zeigte er sich dankbar für die Gelegenheit, da sie seine Karriere deutlich vorangebracht habe. Morrison hielt die ECW Championship insgesamt 69 Tage, bevor er den Titel an CM Punk verlor.
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