John Cena und R-Truth: Kreative Zweifel und Vertragsdruck hinter der WWE-Rückkehr

R-Truth tippt mit seinen beiden Händen auf John Cenas Oberkörper

Die zweite Staffel der Netflix-Dokuserie WWE Unreal gewährt einen ungewöhnlich offenen Einblick in interne kreative Diskussionen der WWE. Im Mittelpunkt steht dabei die Fehde zwischen R-Truth und John Cena aus dem Jahr 2025, die laut der gezeigten Szenen von erheblichen Spannungen im Kreativteam begleitet wurde.

In der am 20. Januar 2026 veröffentlichten Episode ist zu sehen, wie Road Dogg und Triple H über die erzählerische Ausrichtung von R-Truths Charakter diskutieren. Konkret ging es um die Idee, dass Truth sich für die Fehde den Kopf rasieren sollte. Dieser Moment wurde später in der Ausgabe von WWE RAW vom 9. Juni 2025 ausgestrahlt und als markante Charakterveränderung präsentiert.

Road Dogg stellte dabei klar, dass die Initiative für den neuen Look nicht aus dem Kreativteam, sondern direkt von R-Truth selbst kam. Wörtlich erklärte er: „Ja, er möchte sich für das Match den Kopf rasieren. So, dass man es sieht, wenn sie sich bei der Vorstellung gegenüberstehen – er nimmt seine Kapuze ab und sein Kopf ist rasiert. Er möchte sich die Haare schneiden lassen.“

Zweifel an der erzählerischen Bedeutung des Haarschnitts

Triple H zeigte sich in dem Gespräch jedoch deutlich skeptisch und stellte infrage, welchen Mehrwert dieser Schritt für die Story liefern sollte. Seine Reaktion fiel entsprechend nüchtern aus: „Warum? Ja, das ergibt keinen Sinn. Was soll ich davon halten? Etwa: ‚Oh, schau mal, Truth hat sich die Haare schneiden lassen.‘“

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde der Ton spürbar schärfer. Road Dogg ließ erkennen, dass er sich zunehmend frustriert fühlte und kaum noch Motivation verspürte, weitere Ideen für die Fehde einzubringen.

Zeitdruck und kreative Sackgasse

Triple H versuchte in der Diskussion, den Blick auf den engen Zeitrahmen zu richten. Aus seiner Sicht stand WWE kurz vor einer Deadline, um R-Truth rechtzeitig als glaubwürdigen Herausforderer für John Cena aufzubauen. Er machte deutlich, dass nur wenige Tage blieben, um dem Publikum eine neue Version von R-Truth zu präsentieren: „Wir versuchen, innerhalb einer Woche, heute ist Mittwoch, bis Samstag zu vermitteln: Das ist ein völlig neuer R-Truth. John Cena sollte sich vor ihm fürchten.“

Road Dogg reagierte darauf deutlich skeptischer. Die gezeigten Szenen liefern einen seltenen, unverfälschten Blick auf interne Meinungsverschiedenheiten innerhalb der WWE. Sie zeigen, wie schwierig es sein kann, selbst bei etablierten Namen wie R-Truth und John Cena kurzfristig eine stimmige Storyline zu entwickeln.

Vertragsdrama am Tag von Money in the Bank

Parallel zu den kreativen Problemen offenbart WWE Unreal auch überraschende Details zur vertraglichen Situation von R-Truth. In derselben Staffel wird enthüllt, dass seine Rückkehr bei WWE Money in the Bank 2025 nicht nur eine kreative, sondern auch eine geschäftliche Entscheidung in letzter Minute war.

Laut der Dokumentation unterzeichnete R-Truth seinen neuen WWE-Vertrag erst am Tag der Veranstaltung, nur wenige Stunden vor seinem überraschenden Comeback im Main Event, bei dem er John Cena angriff. Triple H bestätigte, dass die Vertragsverhandlungen bis kurz vor Showbeginn andauerten: „Als Money in the Bank anstand, wurde hinter den Kulissen an Truths Vertrag gearbeitet.“

R-Truth selbst beschrieb diesen Tag als emotional besonders intensiv. Er berichtete von einem einstündigen Gespräch mit WWE-Präsident Nick Khan, das schließlich zur Vertragsunterzeichnung führte: „Nick Khan und ich haben an diesem Tag eine Stunde lang miteinander gesprochen. Ich war verletzt, und Nick hat diese Wunde irgendwie gepflegt. Wir haben den Deal abgeschlossen, wir waren uns einig, die Tinte war trocken. Er sagte: ‚Money in the Bank wäre der beste Zeitpunkt. Das wird dein Comeback sein.‘“

Entscheidung in Echtzeit hinter den Kulissen

Auch Bruce Prichard bestätigte, wie kurzfristig entschieden wurde, R-Truths Rückkehr als Abschluss der Show zu nutzen. Bis zum Veranstaltungstag von Money in the Bank war die Vereinbarung noch nicht final. Erst am selben Tag kam die Idee auf, seinen Auftritt an das Ende der Show zu legen: „Der Deal war bis zum Tag von Money in the Bank noch nicht einmal unter Dach und Fach. Es war so: ‚Na ja, wir können das am Ende der Show machen. Hey, das ist ein schöner Schlusspunkt für den Abend.‘“

Diese Aussagen ordnen frühere Berichte neu ein. Demnach soll R-Truths Rückkehr Teil eines langfristig geplanten Abschieds- oder Nostalgie-Arcs gewesen sein. Tatsächlich wurde in einem früheren Interview mit TV Insider bekannt, dass R-Truth einen Vierjahresvertrag mit einer Option auf drei weitere Jahre unterschrieben hat. Diese Vertragslaufzeit unterstreicht, dass die WWE ihn weiterhin als langfristigen Bestandteil des Rosters betrachtet.

R-Truth, John Cena und interne Konflikte: WWE Unreal zeigt ungefilterte Backstage-Einblicke
WWE Unreal enthüllt Spannungen um R-Truths Fehde mit John Cena und Vertragsdrama
Kurz vor Money in the Bank: Wie R-Truths WWE-Vertrag in letzter Minute zustande kam
Kreative Zweifel und Vertragsstress: Die wahre Geschichte hinter R-Truths Rückkehr

Meta-Beschreibung

WWE Unreal enthüllt interne Spannungen um R-Truths Fehde mit John Cena und zeigt, wie sein WWE-Vertrag erst Stunden vor Money in the Bank unterzeichnet wurde.

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