Austin Creed dachte schon bei WWE an AEW: Warum er neue Gaming-Projekte langsam angeht

Austin Creed, Kofi und Swerve Strickland stehen nach einem Match eng beieinander, während sie vor jubelnden Fans und laufenden Kameras gemeinsam für einen ausgelassenen Moment posieren

Für Austin Creed hat sich in den vergangenen Monaten beruflich einiges verändert. Im Interview mit Fightful bei der PAX Australia blickt der ehemals als Xavier Woods bekannte WWE-Star auf seine Zeit bei der Wrestling-Promotion zurück und spricht darüber, welche Prioritäten er bei seinem Neuanfang setzt.

Austin Creed spricht offen über seine Erschöpfung

Nach seinem WWE-Abschied im Mai nutzte Creed die anschließende Pause, um Abstand vom bisherigen Arbeitspensum zu gewinnen. Die regelmäßigen Wrestling-Auftritte, die Arbeit am YouTube-Kanal und zahlreiche weitere Termine hatten ihn stark beansprucht. Rückblickend beschreibt er sich als sehr ausgebrannt.

Nach eigener Darstellung stand hinter seinem Einsatz auch der Wunsch, rechtzeitig für die Zukunft vorzusorgen. Solange sein Körper die Anforderungen des Wrestlings bewältigen konnte, wollte Creed seine Möglichkeiten ausschöpfen. Wenn er körperlich nicht mehr auf demselben Niveau auftreten könne, wolle er sich nicht aus finanziellen Gründen zum Weitermachen gezwungen sehen.

Dafür habe er über Jahre Opfer in Kauf genommen. Erst die Unterbrechung seines gewohnten Alltags hat ihm ausreichend Gelegenheit gegeben, darüber nachzudenken, wie sein Leben künftig aussehen solle.

Der Sommer mit seinen Kindern verändert seine Prioritäten

Besonders wertvoll war für Creed die Zeit mit seiner Familie. Nach vielen Sommern, die von Wrestling-Terminen geprägt gewesen seien, habe er endlich über einen längeren Zeitraum zu Hause bei seinen Kindern sein können. Er habe den Alltag als Vater bewusster erlebt und zugleich eine Grundlage geschaffen, um Beruf und Privatleben besser miteinander zu vereinbaren.

Bereits im Juli hatte Creed öffentlich über die Erholung während seiner Auszeit gesprochen. Im neuen Interview erläutert er nun genauer, was diese Erfahrung verändert hat. Er habe sich damit auseinandergesetzt, welche Angebote er annehmen möchte, welche Verpflichtungen für ihn nicht mehr infrage kommen und wofür er bereit ist, sein Zuhause zu verlassen.

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Dabei geht es ihm auch darum, eigene Grenzen zu erkennen und einzuhalten. Nicht jede berufliche Gelegenheit muss automatisch angenommen werden. Diese klarere Vorstellung seiner Bedürfnisse hat ihm geholfen, wieder mehr Ausgeglichenheit zu finden.

AEW reizte ihn schon während seiner WWE-Zeit

Creed bestätigte außerdem, dass er bereits während seiner WWE-Laufbahn darüber nachgedacht hatte, wie ein Wechsel zu AEW aussehen könnte. Auf die entsprechende Frage verwies er vorrangig auf den Wunsch, einen anderen Wrestling-Stil auszuprobieren.

Nach seiner Einschätzung besitzen WWE und AEW jeweils eine deutlich erkennbare eigene Herangehensweise. Die Möglichkeit, nach vielen Jahren etwas anderes zu machen, empfinde er als bereichernd.

Als der Interviewer das höhere Tempo seiner Auftritte mit Kofi ansprach, erinnerte Creed an seine Vergangenheit in der X Division von TNA. Bewegliches, schnelles Wrestling gehöre seit seinen frühen Karrierejahren zu ihm. Auch Kofi sei schon lange vor den Erfolgen von The New Day für seine Athletik und spektakulären Aktionen bekannt gewesen.

Beide könnten diese Seite nun wieder stärker zeigen. Creed begrüßt dabei ausdrücklich, dass Fans zwischen unterschiedlichen Angeboten wählen können. Für ihn als Wrestler liege der Reiz darin, andere Facetten seiner Arbeit auszuleben und neue Gegner kennenzulernen.

Neue Motivation und ein anderer Blick auf die eigene Karriere

Zu diesen Begegnungen gehören inzwischen auch Wrestler, die mit seinen Auftritten und denen von Kofi aufgewachsen sind. Creed hält diesen Rollenwechsel für bemerkenswert: Früher sei er selbst häufig einer der Jüngsten in der Umkleide gewesen, mittlerweile gehöre er zu den erfahrenen Kollegen.

In weiteren Aussagen beschreibt Austin Creed sich und Kofi als neu motiviert. Besonders die unmittelbaren Reaktionen des Publikums würden ihn antreiben. Wenn das Publikum die Energie eines Auftritts zurückgebe, könne ihn das zu noch stärkeren Leistungen anspornen.

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Dieses Gefühl erinnert ihn an seine Anfänge in der Independent-Szene. Damals war er für Auftritte viel unterwegs und hat teilweise im Auto geschlafen. Den gemeinsamen Antrieb, besser zu werden und eine gute Show abzuliefern, erlebe er nun erneut.

Auch Swerve Stricklands Entwicklung beeindrucke ihn. Er kenne seinen späteren Trios-Partner schon lange und finde es besonders interessant zu sehen, welche Wirkung dessen Auftritte inzwischen entfalten.

Für neue Gaming-Projekte sollen zuerst Freundschaften entstehen

Abseits des Rings bleibt Gaming ein wichtiger Teil seiner Pläne. Den Abschied von UpUpDownDown betrachtet Creed mit Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten: Wenn er etwas Neues aufbauen wolle, traue er sich das kreativ zu. Die bestehende Marke und der Kanal gehören weiterhin WWE.

Er möchte jedoch nicht überstürzt mit einem ähnlichen Format mit AEW-Wrestlern beginnen. Zunächst wolle er seine neuen Kollegen besser kennenlernen. Bei UpUpDownDown hat die Unterhaltung auch deshalb funktioniert, weil viele der Beteiligten sich bereits seit Jahren kannten, etwa aus der Entwicklungszeit oder von gemeinsamen Independent-Auftritten.

Diese Vertrautheit lasse sich nicht allein dadurch herstellen, dass man eine Kamera aufstelle und zusammen Videospiele spiele. Für Creed müssen sich die Beteiligten miteinander wohlfühlen. Darauf möchte er zunächst hinarbeiten.

DaParty bleibt eine Möglichkeit

Konkreter wurde er auch bei einer möglichen Rückkehr von DaParty nicht. Zur Gaming-Gruppe gehören neben Creed Tyler Breeze, Adam Cole und Claudio Castagnoli. Da keiner von ihnen mehr bei WWE unter Vertrag stehe, sieht Creed grundsätzlich Raum für gemeinsame Inhalte.

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