John Cena hat in mehreren Interviews über unterschiedliche Aspekte seiner späten WWE-Phase gesprochen. Dabei ging es um seinen Rat an Logan Paul vor einem großen Match, seine Einschätzung zur aktuellen Entwicklung der WWE sowie um neue Geschäftszahlen rund um sein letztes Match und weitere Großveranstaltungen.
Rat an Logan Paul: Claudio Castagnoli als Vorbild
Vor seinem Match gegen Logan Paul bei „Clash at the Castle” im vergangenen Jahr riet John Cena dazu, sich intensiv mit der Arbeit von Claudio Castagnoli auseinanderzusetzen. Wie berichtet, empfahl Cena, sich möglichst viele Matches aus den Archiven von WWE und AEW anzusehen.
In einem Interview mit No-Contest Wrestling auf ESPN erklärte Cena, dass er den früheren Cesaro sogar angerufen habe, um ihn zu fragen, ob er sich für diesen Anlass einige seiner Moves ausleihen dürfe. Claudio Castagnoli konnte das Match aufgrund eigener Verpflichtungen nicht live verfolgen, fühlte sich durch den Vorschlag jedoch geehrt und äußerte keine Einwände dagegen, wenn einige seiner Ideen bei der WWE-Show umgesetzt würden.
Cena verwies gegenüber Logan Paul auf die Ähnlichkeiten in Statur und Bewegungsabläufen zwischen ihm und Castagnoli. Besonders Spezialtechniken wie der European Uppercut oder der Giant Swing standen im Fokus. Darüber hinaus betonte Cena die Bedeutung eines erweiterten technischen Repertoires mit den Worten: „Glaub mir, wenn ich dir sage, dass es irgendwann einen Zeitpunkt geben wird, an dem du mehr Techniken brauchst!“
Claudio Castagnoli gilt seit Jahrzehnten als einer der renommiertesten Wrestler weltweit. John Cena hatte bereits früher in seiner Karriere in der WWE eng mit ihm zusammengearbeitet und äußerte sich in diesem Zusammenhang sehr anerkennend über dessen Fähigkeiten.
John Cena sieht WWE in einer Transformationsphase
Im Gespräch mit The Takedown bei Sports Illustrated verglich Cena die aktuelle Situation der WWE mit einer früheren Übergangsphase zwischen 2004 und 2005. Seiner Einschätzung nach lege das Unternehmen derzeit die Grundlage für die nächsten 15 bis 20 Jahre: „Wir haben eine ganze Reihe neuer Superstars ins Main Roster geholt. Das Programm durchläuft eine Transformation, wie ich sie seit WrestleMania 20 im Madison Square Garden nicht mehr erlebt habe. Ein Jahr später ging WrestleMania nach Hollywood. Ich glaube, wir befinden uns in einer ähnlichen Übergangsphase, in der die Grundlagen für die nächsten 15 bis 20 Jahre der WWE gelegt werden.“
Cena bezog sich dabei auf die Zeit zwischen WrestleMania 20 und WrestleMania 21, als er selbst vom United States Champion zum World Champion aufstieg. Seine aktive Karriere beendete er im Dezember 2025, bleibt jedoch weiterhin als WWE-Botschafter tätig.
Während seiner Abschiedstour legte er besonderen Wert auf die Förderung jüngerer Talente wie Oba Femi, Je’Von Evans, Sol Ruca und Leon Slater, die teilweise den Schritt vom NXT-Roster ins Main Roster vollzogen.
Auch zu seinem Karriereende äußerte sich Cena deutlich: „Ich würde nicht sagen, dass das Ende meiner Karriere traurig ist. Jeder soll das für sich selbst entscheiden, aber ich persönlich fühle mich großartig. Solange ich gesund bin, habe ich Liebe und Erfüllung in meinem Leben. Es war an der Zeit, dieses Kapitel zu schließen. Das letzte Jahr war großartig. Es gab viele unterschiedliche Meinungen, aber aus meiner Perspektive tut mir die Rente bisher sehr gut.“
Rekordumsätze bei John Cenas letztem Match
Neue Zahlen des Branchenportals Pollstar, aufgegriffen von Brandon Thurston von Post Wrestling, zeigen die wirtschaftliche Dimension von John Cenas Abschiedstour. Die Ausgabe von WWE Saturday Night’s Main Event am 13. Dezember in der Capital One Arena erzielte 6.553.883 US-Dollar an Ticketumsätzen.
Damit wurde der bisherige Rekord für Nicht-Stadion-Shows übertroffen. Dieser lag bei der WWE Raw-Premiere auf Netflix im Januar 2025 im Intuit Dome bei 4.898.365 US-Dollar.
Für das Event wurden 17.121 Tickets verkauft. Der Durchschnittspreis lag bei 383 US-Dollar und damit weiterhin unter den Preisen von WrestleMania. Ob zusätzliche Gebühren oder persönliche Zahlungen an Cena enthalten waren, ist nicht bekannt. Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit Events DC durchgeführt, einem Anbieter von Conventions sowie Sport- und Entertainment-Events in Washington, D.C.
In seinem letzten Match unterlag John Cena Gunther durch Aufgabe und beendete damit seine aktive Karriere.
Crown Jewel in Perth mit seltenem Arena-Umsatz
Auch WWE Crown Jewel im Oktober in Perth erreichte einen außergewöhnlichen Ticketumsatz. Laut Brandon Thurston unter Verwendung von Pollstar-Daten generierte das Event am 11. Oktober in der RAC Arena 4,16 Millionen US-Dollar bei 11.682 verkauften Tickets. Der Durchschnittspreis lag bei 338 US-Dollar.
Damit rangiert die Veranstaltung auf Platz drei der höchsten WWE-Arena-Umsätze aller Zeiten, hinter John Cenas letztem Match im Dezember 2025 sowie der Raw-Netflix-Premiere im Januar 2025. Inflationsbereinigt handelt es sich um den vierthöchsten Arena-Umsatz aller Zeiten, hinter WrestleMania V im Jahr 1989 mit 1,628 Millionen US-Dollar.
Das Event beinhaltete unter anderem John Cenas letztes Match in Australien sowie Seth Rollins gegen Cody Rhodes um den symbolischen Crown Jewel-Titel. Die Show war Teil eines 18-monatigen Deals mit fünf Events in Zusammenarbeit mit der lokalen Regierung, der sowohl WWE- als auch UFC-Veranstaltungen umfasst.
Zusätzlich berichtete Brandon Thurston, dass 20 von 38 Shows von Cenas Abschiedstour im Jahr 2025 mehr als 80 Millionen US-Dollar an Ticketumsätzen generierten. Zahlen zu Elimination Chamber, Clash in Paris, SummerSlam und Survivor Series lagen zum Zeitpunkt der Auswertung noch nicht vor. Thurston wies außerdem darauf hin, dass es schwierig sei, Cenas individuellen Einfluss klar vom WWE-Markennamen zu trennen.
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