John Cena blickt schonungslos auf seine Filmkarriere zurück und überrascht mit einem neuen Superman-Cameo sowie der wahren Geschichte hinter „You Can’t See Me“

John Cena zählt heute zu den populärsten WWE-Stars aller Zeiten und ist zugleich einer der wenigen Wrestler, die den Sprung ins Filmgeschäft geschafft haben. Sein Weg in Hollywood verlief jedoch keineswegs reibungslos. In einem aufschlussreichen Interview mit Vanity Fair sprach Cena offen und selbstkritisch über seine frühen Schauspielversuche, seinen damaligen Frust über die Filmbranche und darüber, wie wenig er das Handwerk zu Beginn respektierte. Zudem sorgt er mit einem kurzen, aber bedeutsamen Auftritt im neuen Superman-Film erneut für Aufsehen – während er in einem weiteren Interview die wahre Entstehungsgeschichte seiner berühmtesten Geste enthüllt.

Frust statt Faszination: Warum Cena anfangs das Filmgeschäft verachtete

Als Cena Mitte der 2000er-Jahre mit WWE durchstartete und schnell zum World Champion aufstieg, bekam er mit The Marine auch seine erste Hauptrolle in einem Hollywoodfilm. Doch anstatt diese Chance zu feiern, empfand Cena die Erfahrung als ernüchternd – ja sogar abschreckend. Die Dreharbeiten fanden im Jahr 2004 in Australien statt, zu einer Zeit, in der Cena auf dem Höhepunkt seines WWE-Hypes stand. Er tourte fast das ganze Jahr über durch die USA, füllte Arenen und war ein gefeierter Star in der Wrestling-Welt. Die plötzliche Umstellung auf lange Drehtage, Warten am Set und fehlendes Live-Publikum frustrierten ihn zutiefst.

„Ich habe es gehasst“, sagte Cena rückblickend über die Produktion von The Marine. „Ich hatte gerade einen feurigen Start in der WWE hingelegt. Ich war World Champion, jede Nacht in einer anderen Stadt, 320 Tage im Jahr. Die Energie war gewaltig. Und dann lande ich in Australien, um einmal am Tag eine Explosion zu drehen – in absoluter Stille. Es war, als würde ich von einem Orkan in eine Bibliothek geworfen werden.“ Der Kontrast zwischen der pulsierenden Wrestling-Bühne und dem langsamen Rhythmus des Filmemachens ließ ihn das Medium zunächst ablehnen.

Schauspiel ohne Leidenschaft: Cena nutzte Filme zur WWE-Promotion

Cena gab zu, dass er die Rolle damals nur annahm, um die Popularität seiner WWE-Persona zu steigern und mehr Tickets für Live-Events zu verkaufen. „Ich wollte woanders sein. Ich habe Filme gemacht, um mehr Karten zu verkaufen. Aber ich habe mein Herz nicht dorthin gesteckt, wo es sein sollte – in die Figur, in die Produktion, in den kreativen Prozess.“ Besonders bemerkenswert ist Cenas schonungslose Selbsteinschätzung: „Ich habe eine Menge beschissener Filme gemacht. Ich hätte aus der Stadt gejagt werden sollen.“ Die fehlende Leidenschaft, mangelnde Vorbereitung und Arroganz in jungen Jahren führten dazu, dass er sich selbst als gescheitert betrachtete, bevor er überhaupt richtig begonnen hatte.

Mit den Jahren wuchs jedoch sein Respekt vor dem Schauspielberuf. Cena begann, Rollen bewusster auszuwählen, lernte die Arbeit der Teams am Set zu schätzen und entwickelte ein tieferes Verständnis für Charakterentwicklung und szenisches Erzählen. Diese Wandlung spiegelt sich nicht nur in seiner Haltung, sondern auch in der Qualität seiner heutigen Rollen wider.

Peacemaker im neuen Superman-Film: Kurzer Auftritt mit großer Wirkung

Heute zählt Cena zu den etablierten Gesichtern in Hollywood – insbesondere als Teil des DC Extended Universe, wo er in der Rolle des ungehobelten, aber kultigen Antihelden Peacemaker brilliert. In der neuesten Superman-Verfilmung tritt Cena überraschend in einem kurzen, aber wirkungsvollen Cameo auf. Als Moderator einer Nachrichtensendung gibt er eine bissige Einschätzung zur aktuellen Lage des Superman-Universums ab. Sein Auftritt ist nicht nur ein Gag für DC-Fans, sondern auch ein verbindendes Element zur zweiten Staffel der Peacemaker-Serie, die im August 2025 auf HBO Max Premiere feiern wird.

Obwohl der Auftritt nur wenige Sekunden dauert, ist er bewusst gewählt. Die Macher des neuen DC-Kinouniversums nutzen Cena, um die Tonalität und das größere erzählerische Konstrukt zwischen Filmen und Serien zu unterstreichen. Damit wird Peacemaker nicht nur als eigenständige Figur gestärkt, sondern als fester Bestandteil einer zusammenhängenden Welt etabliert. Während Cena erneut für Lacher sorgt, fällt gleichzeitig auf, dass sein Charakter mit mehr Tiefe ausgestattet wird – ein weiteres Zeichen für seine gewachsene Rolle in der Schauspielwelt.

„You Can’t See Me“: Wie eine Mutprobe seines Bruders zur Kultbewegung wurde

Neben seiner Filmkarriere bleibt John Cena natürlich auch mit seinen WWE-Wurzeln verbunden. Einer seiner bekanntesten Markenzeichen – die Handbewegung mit dem Spruch „You Can’t See Me“ wurde längst zum popkulturellen Phänomen. In einem gemeinsamen Interview mit Schauspielkollege Idris Elba klärte Cena nun endlich auf, wie dieser ikonische Move entstanden ist. Und die Geschichte ist genauso skurril wie menschlich.

„Es war eine Mutprobe von meinem kleinen Bruder“, erklärte Cena lachend. „Er sagte zu mir: ‚Das wirst du dich niemals trauen, im Fernsehen zu machen. Du siehst damit total bescheuert aus.‘ Also habe ich es gemacht und jetzt sehe ich jeden Tag dumm aus.“ Was als alberner Insider begann, wurde zu einem festen Bestandteil seiner Wrestling-Persönlichkeit und begleitet ihn bis heute.