Der frühere WWEWorld Champion Jinder Mahal, der inzwischen wieder unter seinem bürgerlichen Namen Raj Dhesi auftritt, befindet sich in einem rechtlichen Konflikt mit der WWE. Im Zentrum des Streits stehen die Markenrechte am Namen „The Maharaja“, unter dem Dhesi sowohl während als auch nach seiner Zeit bei WWE auftrat.
Den Unterlagen des United States Patent and Trademark Office ist zu entnehmen, dass Dhesi im April 2024 erstmals selbst versuchte, den Namen „The Maharaja“ als Marke eintragen zu lassen. Dieser Antrag wurde am 15. November 2024 abgelehnt. Das Markenamt führte als Begründung eine Verwechslungsgefahr mit der bereits bestehenden WWE-Marke „The Maharajah“ an, die seit 2017 offiziell registriert ist.
Wiederholte Ablehnung und formeller Einspruch
Nach der ersten Zurückweisung reichte Dhesi einen erneuten Antrag ein, der jedoch am 4. Juni 2025 ebenfalls abgelehnt wurde. In der Folge leitete er weitere rechtliche Schritte ein. Am 4. Dezember 2025 stellte Dhesi beim zuständigen Amt einen formellen Antrag auf vollständige Löschung der WWE-Marke „The Maharajah“.
In seinem Antrag macht Dhesi geltend, dass er den Namen bereits seit Anfang 2015 genutzt habe und damit vor der Markenanmeldung durch WWE im April 2017. Zudem wird argumentiert, dass die WWE bei der Anmeldung der Marke unzutreffende Angaben gemacht habe. Die WWE hat nun bis zum 3. Februar 2026 Zeit, offiziell auf den Antrag von Dhesi zu reagieren.
Karriere bei WWE und Nutzung des Namens außerhalb der Liga
Jinder Mahal unterschrieb 2010 erstmals bei WWE und wurde 2014 entlassen. Nach mehreren Jahren in der Independent-Szene kehrte er 2016 zur Company zurück. Im Jahr 2017 gewann er die WWE Championship und hielt den Titel für 170 Tage. Ein Jahr später folgte eine kurze Regentschaft als United States Champion. Im April 2024 wurde Dhesi erneut aus seinem WWE-Vertrag entlassen.
Seit seinem Abschied von der WWE tritt er wieder regelmäßig unter dem Namen „The Maharaja“ auf und führt den Charakter in Independent-Shows weiter.
Unklarheit um WWE-Videobibliothek nach Peacock-Vertrag sorgt für neue Diskussionen
Der zukünftige Status der WWE-Videobibliothek in den USA ist erneut Thema interner und medialer Diskussionen. Hintergrund ist das absehbare Auslaufen einzelner Vertragsbestandteile mit dem Streamingdienst Peacock. Für Teile der Bibliothek wird derzeit der 31. Dezember 2025 als Ablaufdatum genannt. Der separate Vertrag zwischen WWE und Peacock für NXT Premium Live Events endet nach aktuellem Stand im März 2026.
Laut Berichten wird innerhalb der WWE davon ausgegangen, dass Inhalte nach und nach auf anderen Plattformen verfügbar gemacht werden könnten. Dabei wird insbesondere YouTube als möglicher Veröffentlichungsort für bestimmte Archivmaterialien genannt.
Neue Details
Dave Meltzer ging im aktuellen Wrestling Observer Newsletter näher auf die internen Überlegungen ein. Demnach konzentrieren sich die aktuellen Diskussionen bei WWE vor allem auf ältere Inhalte aus der Non-WWE Videobibliothek. Diese sollen schrittweise über YouTube veröffentlicht werden.
Gleichzeitig wird berichtet, dass bestimmte Archivbestände weiterhin bei Peacock verbleiben dürften. Dazu zählen insbesondere die Archive von WWE SmackDown sowie von WWE Saturday Night’s Main Event. Beide Formate sind Bestandteil eines umfangreicheren Vertrags zwischen WWE und NBC Universal, der deutlich über März 2026 hinaus Gültigkeit besitzt.
Netflix zeigt erste ältere RAW-Inhalte
Parallel dazu wurde darauf hingewiesen, dass Netflix bereits begonnen hat, ältere Episoden von WWE RAW in sein Angebot aufzunehmen. Die verfügbare Bibliothek gilt bislang jedoch als unvollständig. Sollte der Peacock Vertrag für die WWE-Bibliothek in den USA tatsächlich auslaufen, könnte dies grundsätzlich die Möglichkeit eröffnen, ältere Inhalte auch im Inland breiter verfügbar zu machen.
WWE äußert sich bislang nicht öffentlich
Zum jetzigen Zeitpunkt hat WWE keine offizielle Stellungnahme zu ihren langfristigen Plänen für die ältere Videobibliothek veröffentlicht. Konkrete Entscheidungen oder Zeitpläne wurden bislang weder bestätigt noch kommentiert.