Jim Ross richtet deutliche Warnung an Darby Allin und spricht über die Grenzen des Risikos – Kota Ibushi mit Gesundheitsupdate

Foto von Jim Ross (links) und Darby Allin (rechts)

Darby Allin zählt seit Jahren zu den auffälligsten Persönlichkeiten im AEW-Roster. Mit kompromisslosen Aktionen und einem Stil, der bewusst an körperliche Grenzen geht, sorgt er regelmäßig für Aufmerksamkeit. Gleichzeitig wächst bei Fans und Beobachtern die Sorge um seine langfristige Gesundheit. Auch erfahrene Wrestling-Veteranen verfolgen Allins Karriere mit gemischten Gefühlen. Einer von ihnen ist Jim Ross, der sich nun deutlich zu Wort gemeldet hat.

Jim Ross äußert sich im Podcast besorgt über Darby Allins Zukunft

In einer aktuellen Ausgabe seines Podcasts „Grilling JR“ sprach der langjährige Wrestling-Kommentator offen über Darby Allins Umgang mit Risiko im Ring. Auslöser der Diskussion war ein Hinweis von Co-Host Conrad Thompson auf Allins vorzeitiges Ausscheiden aus dem AEW Continental Classic. Allin hatte zuvor öffentlich erklärt, dass er sich gut fühle. Dennoch entschied sich AEW dagegen, ihn weiter am Turnier teilnehmen zu lassen, um ihn vor möglichen weiteren Schäden zu schützen.

Jim Ross machte deutlich, dass ihn diese Entscheidung nicht überrasche. Aus seiner Sicht sei es typisch für Wrestler, eigene körperliche Warnsignale zu ignorieren, um weiterhin auf höchstem Niveau zu performen. Gerade Talente, die sich beweisen wollen, neigten dazu, ihre Belastungsgrenzen dauerhaft zu überschreiten.

Parallelen zu früheren WWE-Erfahrungen und Mick Foley

Auf die Frage, ob er ähnliche Situationen bereits während seiner Zeit bei der WWE erlebt habe, verwies Ross auf zahlreiche Beispiele aus der Vergangenheit. Besonders Mick Foley diente dabei als Vergleich. Ross erklärte, dass viele Wrestler unter einem inneren Druck stünden, sich ständig übertreffen zu müssen. Dieser Antrieb führe oft zu Entscheidungen, die langfristig sowohl die Karriere als auch den Körper gefährden könnten.

Zunächst stimmte Ross Conrads Einschätzung zu und bestätigte, dass dieses Muster im Wrestling weitverbreitet sei. Er beschrieb eine Denkweise, bei der das Bedürfnis, aufzufallen und Anerkennung zu erhalten, schließlich zu einem inneren Zwang werde.

Jim Ross über den inneren Druck und den „Panikknopf“

Im weiteren Verlauf nutzte Ross eine bildhafte Metapher, um die Situation zu erklären. Er sprach von einer Art innerem „Panikknopf“, der bei vielen Wrestlern ausgelöst werde, sobald sie das Gefühl hätten, nicht genug Aufmerksamkeit zu bekommen. Diese Haltung sei laut Ross tief im Wrestling verwurzelt und besonders bei furchtlosen Performern wie Darby Allin ausgeprägt.

Lob für Darby Allin als Mensch, Sorge um seinen Stil

Trotz seiner kritischen Worte stellte Jim Ross klar, dass seine Aussagen nicht als Angriff zu verstehen seien. Im Gegenteil betonte er mehrfach, wie sehr er Darby Allin schätze. Ross hob hervor, dass viele Fans den Menschen hinter der Wrestling-Persona nicht kennen würden: „Darby ist furchtlos. Ich liebe Darby, und diejenigen Fans, die ihn nicht kennen, werden nie erfahren, was für ein lieber Kerl er ist.“

Gleichzeitig unterstrich Ross, dass genau diese Furchtlosigkeit ein zentrales Problem darstelle. Allin gehe selten in ein Match, ohne hohe Erwartungen an sich selbst zu haben oder bereit zu sein, extreme Risiken einzugehen.

Warnung vor dem Punkt, an dem das Glück endet

Zum Abschluss formulierte Jim Ross seine größte Sorge. Er erklärte, dass Darby Allin regelmäßig Aktionen ausführe, bei denen minimale Abweichungen schwerwiegende Folgen haben könnten. Oft gehe alles gut, doch dieser Zustand sei nicht dauerhaft garantiert: „Ich mache mir ständig Sorgen um ihn, weil er kein Match bestreitet, ohne sich selbst extrem unter Druck zu setzen und große Risiken einzugehen. Irgendwann hat man dabei nicht mehr immer Glück. Er führt Aktionen aus, bei denen schon eine Abweichung von ein oder zwei Zentimetern schwerwiegende Folgen haben kann. Manchmal geht es gut, manchmal eben nicht.“

Ross machte deutlich, dass AEW seiner Ansicht nach deshalb eingreife, weil Darby Allin selbst keinen natürlichen Punkt zum Innehalten finden würde. Die Verantwortung liege in solchen Fällen bei der Promotion, rechtzeitig Grenzen zu setzen.

Kota Ibushi meldet sich mit Reha-Update nach schwerer Verletzung zurück

Der japanische Topstar Kota Ibushi hat sich erstmals ausführlicher zu seinem aktuellen Gesundheitszustand geäußert. Über seinen offiziellen Instagram-Account veröffentlichte Ibushi mehrere Videos und persönliche Worte, in denen er Einblicke in seine laufende Rehabilitation gibt. Dabei zeigt sich der AEW-Wrestler trotz der Schwere seiner Verletzung vorsichtig optimistisch und macht deutlich, dass er an einem Comeback arbeitet, ohne dabei überstürzt vorzugehen.

Oberschenkelbruch bei AEW-Collision-Tapings im Oktober

Die Verletzung ereignete sich am 08. Oktober 2025 während eines Matches gegen Josh Alexander bei den TV-Tapings von AEW Collision. Im Verlauf des Matches zog sich Ibushi einen Oberschenkelbruch zu und musste unmittelbar medizinisch versorgt werden. Er wurde auf einer Trage aus der Halle gebracht und anschließend im Krankenhaus operiert. Die Szene sorgte bei Fans und Kollegen gleichermaßen für große Besorgnis, da die Verletzung sofort als äußerst schwerwiegend eingestuft wurde.

Persönliche Worte und vorsichtiger Optimismus

Nun meldet sich Ibushi mit einem ausführlichen Statement zu Wort. Darin blickt er offen auf die vergangenen Wochen zurück und spricht über die erste ärztliche Einschätzung nach seiner Operation. Nach eigenen Angaben wurde ihm zunächst mitgeteilt, dass eine Rückkehr in den Ring bis zu zwei Jahre dauern könnte. Rund zwei Monate nach der Verletzung zeichne sich jedoch ab, dass dieser lange Zeitraum möglicherweise nicht vollständig ausgeschöpft werden müsse.

Ibushi betonte gleichzeitig, dass diese Einschätzung keinesfalls bedeute, die Rehabilitation zu beschleunigen oder Risiken einzugehen. Vielmehr wolle er sich die nötige Zeit nehmen, um körperlich vollständig bereit für eine Rückkehr in den Ring zu sein. Er machte deutlich, dass sein Ziel eine ernsthafte und stabile Rückkehr sei, und bat die Fans um Geduld.

Entlassung aus dem Krankenhaus und aktueller Stand

Bereits am 21. Oktober 2025 wurde Kota Ibushi aus dem Krankenhaus entlassen. Seitdem befindet er sich in der Rehabilitationsphase und arbeitet kontinuierlich an seinem Comeback. Ein konkreter Zeitpunkt für seine Rückkehr in den Ring wurde bislang nicht genannt. Auch von Seiten von All Elite Wrestling gibt es derzeit kein offizielles Update zu einem möglichen Comeback-Datum.

In seinem Instagram-Posting richtete sich Ibushi zudem mit einem kurzen, persönlichen Gruß an seine Anhänger und kündigte scherzhaft die Möglichkeit eines weihnachtlichen Livestreams an. Der Fokus seiner Aussagen lag jedoch klar auf seiner Genesung und dem Weg zurück in den Ring.