Jim Ross: Klare Ansage zu WrestleMania und eigenem Status

Jim Ross im Kommentatoren-Outfit

In neuen Folgen seines Podcasts „Grilling JR“ hat sich Jim Ross zu zwei zentralen Themen geäußert. Der legendäre Kommentator kritisiert die zweitägige Struktur von WrestleMania und bevorzugt eindeutig das klassische One-Night-Format. Zugleich bestätigt er, dass er bei AEW Dynasty in Vancouver nicht dabei sein wird, sein Comeback aber bereits für den kommenden Monat plant.

Deutliche Worte zum WrestleMania-Format

Auf die Frage, ob er WrestleMania lieber als ein- oder zweitägiges Event sehe, reagierte Ross ohne zu zögern: „Eins. Ein Abend.“ Für ihn entfaltet das größte Event des Wrestling-Jahres seine volle Wirkung nur dann, wenn sämtliche Höhepunkte in einem einzigen, dicht gepackten Programm zusammenlaufen. Die Aufteilung auf zwei Show-Abende, wie sie die WWE in den vergangenen Jahren etabliert hat, entspricht nicht seiner Vorstellung von einem echten Jahreshighlight.

Verständnis für die WWE, aber klare Präferenz

Trotz seiner eindeutigen Haltung betont Ross, dass er die unternehmerische Entscheidung der WWE nachvollziehen kann. Seine persönliche Überzeugung bleibt davon allerdings unberührt. Seine Argumentation hält er so fest: „Ich finde, man sollte alles auf eine Karte setzen. Ein Abend reicht mir völlig. Aber ich habe nichts gegen eine zweitägige Show – das verstehe ich schon. Aber ich bin eher dafür, alles auf eine Card zu setzen und einen einzigen riesigen, grandiosen Abend voller Sportunterhaltung, athletischer Höchstleistungen und so weiter zu erleben. Wir werden also sehen, wohin uns das führt. Ich liebe Ziele, besonders wenn ich nicht weiß, was das Ziel ist. Das ist einer der Reize des Pro-Wrestlings – Überraschungen.“

Zweifel an der Wirkung des zweiten Abends

Ross ging darüber hinaus auf die öffentliche Resonanz ein und äußerte die Vermutung, dass der zweite WrestleMania-Abend längst nicht dieselbe Aufmerksamkeit erzeugt wie der erste. An seinen Podcast-Kollegen Conrad Thompson gerichtet, schilderte er seine Beobachtung: „WrestleMania – vielleicht irre ich mich, Conrad, und du sagst es mir – du bist ein riesiger Fan und viel schlauer als ich, aber mir kommt es so vor, als hätte sich das Konzept geändert. In den sozialen Medien und so weiter höre ich kaum etwas über den zweiten Abend von WrestleMania.“

Sein Fazit formulierte er unmissverständlich und ließ keinen Zweifel an seiner Position: „Nun ja, die Zeit wird es zeigen, wie das alte Klischee so schön sagt. Aber ich sehe eine eintägige WrestleMania deutlich positiver als eine zweitägige.“

Kein Einsatz bei AEW Dynasty in Vancouver

Neben der Debatte um die WrestleMania lieferte Ross auch ein Update zu seinem Gesundheitszustand. Demnach wird er beim AEW Dynasty Pay-per-View am 12. April in Vancouver nicht am Pult sitzen. Die lange Anreise sei für ihn derzeit nicht zu bewältigen. Seine Erklärung lautet: „Ich werde wahrscheinlich erst nächsten Monat zurückkehren, denn ich werde wohl nicht nach Vancouver fahren. Das ist eine anstrengende Reise. Reisen ist das Einzige, was mir im Leben Probleme bereitet.“

Körperliche Belastung und positive Entwicklung

Ross beschreibt offen die Beschwerden, mit denen er nach seinem jüngsten Sturz zu Hause zu kämpfen hat. Zugleich macht er deutlich, dass sich sein Allgemeinbefinden spürbar verbessert habe und er eine vollständige Rückkehr zum gewohnten Arbeitsrhythmus anstrebt: „Das Aufwärmen, meine Beine und all dieser Mist tun weh. Ich bin für alles zu haben, aber so weit zu fliegen, ist, sagen wir mal, eine ziemliche Herausforderung. Aber ich fühle mich gut, wirklich gut. Ich fühle mich besser als seit langer Zeit. Ich sollte eher früher als später wieder zu meinem normalen Tagesablauf zurückkehren.“

Hintergrund zum Sturz und Ausblick auf das Comeback

Zuvor hatte Ross öffentlich gemacht, dass er zu Hause gestürzt war und mehrere Stunden lang am Boden gelegen hatte. Durch diesen Vorfall musste er mehrere AEW-Shows pausieren, was in der Wrestling-Branche für Sorgen um seinen Zustand sorgte. Mit 74 Jahren drängt Ross es nicht mit seiner Genesung, zieht aber ebenso wenig einen Rückzug in Betracht. Der Verzicht auf AEW Dynasty ist eine vorsichtige Entscheidung und kein Signal für einen längeren Ausfall.

Sollte sich sein Zustand weiter stabilisieren, ist eine Rückkehr ans Mikrofon innerhalb weniger Wochen realistisch. Bis dahin muss AEW ohne eine seiner prägendsten Stimmen auskommen, auch wenn diese Pause nach aktuellem Stand nur von kurzer Dauer sein dürfte.

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