Jesse Ventura und Mick Foley äußern Kritik an WWE Hall of Fame Entscheidung

Jesse Ventura, Mick Foley und Donald Trump im Hintergrund

In den vergangenen Wochen haben sich mehrere bekannte Namen aus der Wrestling Szene kritisch zu WWE und insbesondere zur Verbindung des Unternehmens mit Donald Trump geäußert. Dabei stehen sowohl die Aufnahme Trumps in die WWE Hall of Fame als auch die generelle Beziehung zwischen WWE und dem ehemaligen US-Präsidenten im Fokus. Aussagen von Jesse Ventura und Mick Foley zeigen, dass dieses Thema weiterhin emotional und kontrovers diskutiert wird.

Die WWE Hall of Fame gilt seit vielen Jahren als prestigeträchtige Auszeichnung für Persönlichkeiten, die einen prägenden Einfluss auf das Wrestling-Business hatten. Während viele Aufnahmen vor allem aktive oder ehemalige Wrestler betreffen, wurden über die Jahre auch Prominente aufgenommen, die durch Kooperationen oder große Events mit WWE verbunden waren. Genau diese Praxis sorgt immer wieder für Diskussionen innerhalb der Fan-Community und unter ehemaligen Talenten.

Jesse Ventura kritisiert Aufnahme von Donald Trump deutlich

Jesse Ventura gehört zu den bekanntesten Stimmen, die sich kritisch zur Aufnahme von Donald Trump in die WWE Hall of Fame äußern. Ventura selbst blickt auf eine lange Karriere im Wrestling zurück. Er war über viele Jahre aktiv im Ring und arbeitete später erfolgreich als Kommentator. Seine Aufnahme in die WWE Hall of Fame erfolgte im Jahr 2004.

Donald Trump wurde 2013 in die WWE Hall of Fame aufgenommen. Trump war unter anderem in große WrestleMania Produktionen eingebunden und war Gastgeber zweier WrestleMania Events. Eine aktive Karriere als Wrestler hatte er jedoch nie.

Im Gespräch mit American Independents erklärte Ventura seine Sichtweise ausführlich und emotional: „Er ist in der Wrestling Hall of Fame. Ich bin wütend, sehr wütend. Und wisst ihr, wie man in die Hall of Fame kommt? Man tut, was ich getan habe. Wisst ihr, was ich einmal gemacht habe? Wahre Geschichte: Ich habe 63 Nächte hintereinander ohne Pause geboxt. Es gibt Leute, die daran zerbrechen würden. Manche haben sogar noch mehr geschafft. So kommt man in die Hall of Fame. Wisst ihr, warum er drin ist? Weil er zwei Gebäude bereitgestellt hat, für die er vermutlich Millionen verdient hat, indem er sie der WWE für WrestleMania vermietete. Dafür nimmt Vince McMahon ihn in die Hall of Fame auf? Es ist eine Schande. Ich habe öffentlich gesagt, dass ich aus der Hall of Fame austreten werde, weil Trump drin ist, obwohl er dafür nicht qualifiziert ist. Wie alles, was er tut, ist er auch dafür nicht qualifiziert.“

Mit diesen Aussagen macht Ventura deutlich, dass er die Kriterien für eine Aufnahme in die Hall of Fame anders bewertet. Aus seiner Sicht sollte vor allem die aktive Leistung im Wrestling Business entscheidend sein.

Mick Foley äußert sich zu WWE-Distanz und öffentlicher Resonanz

Auch Mick Foley hat sich zuletzt öffentlich zur WWE positioniert. Foley gehört zu den einflussreichsten Wrestlern der Attitude Era und wurde später ebenfalls in die WWE Hall of Fame aufgenommen. Neben seiner Wrestling-Karriere ist er seit vielen Jahren als Autor, Entertainer und Live-Performer aktiv.

Im vergangenen Jahr erklärte Foley öffentlich, dass er die Zusammenarbeit mit der WWE beendet habe. Als Grund nannte er nicht nur die Aufnahme von Donald Trump in die WWE Hall of Fame, sondern auch die Verbindung des Unternehmens zu Trump. Foley machte dabei deutlich, dass er die WWE derzeit nicht repräsentieren möchte und seinen Legends-Vertrag nicht verlängern will, solange aus seiner Sicht eine enge Verbindung zwischen der WWE und dem amtierenden US-Präsidenten besteht.

Im Gespräch mit Going Ringside wurde Foley darauf angesprochen, dass seine Aussagen große Aufmerksamkeit erzeugt haben und wie er selbst damit umgeht. Dazu erklärte er wörtlich: „Es ist schön zu wissen, dass ich noch eine Stimme habe und die Menschen darauf reagieren. Darum geht es in meiner Show aber nicht. Es geht darum, den Leuten ihre eigenen Probleme für eine Weile vergessen zu lassen, nicht, ihnen neue zu machen.“

Parallel dazu ist Foley weiterhin mit seiner One-Man Show in den USA unterwegs. Dort erzählt er Geschichten aus seiner Karriere, spricht über persönliche Erfahrungen im Wrestling Business und beantwortet Fragen aus dem Publikum.

WWE und politische Verbindungen bleiben sensibles Thema

Die Beziehung zwischen WWE, einzelnen Führungspersonen und politischen Persönlichkeiten wird seit vielen Jahren öffentlich diskutiert. Besonders im Zusammenhang mit großen öffentlichen Auftritten oder Kooperationen taucht dieses Thema immer wieder auf. Aussagen ehemaliger WWE Stars zeigen, dass die Wahrnehmung dieser Verbindungen auch innerhalb der Wrestling-Szene unterschiedlich bewertet wird.

1 Kommentar

  1. Als EHEMALIGER Unterstützer (und er ist ja auch in der HoF) verstehe ich deren Kritik durchaus, obwohl ich Ventura ebenfalls unterqualifiziert nenne, hat er einfach komplett recht, vor allem, wenn man bedenkt, dass er Blut und Schweiß vergossen hat, um ein HoF zu sein. Das gleiche gilt natürlich für Mick Foley. Der WWE wird es aber dermaßen egal sein, wenn Ventura deshalb die HoF „verlässt“. So wichtig ist er nun mal nicht.

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