JBL reagiert auf Chris Jericho-Spekulationen und verteidigt Booker T

JBL hält eine WWE Mikrofon in seiner Hand

Rund um die mysteriöse „Do Not Open“-Box bei WWE Raw vor Elimination Chamber in Chicago kursieren Spekulationen über eine mögliche Rückkehr von Chris Jericho zur WWE. In diesem Zusammenhang wurde WWE Hall of Famer John Bradshaw Layfield bei TMZs „Inside The Ring“ direkt auf die Gerüchte angesprochen.

JBL erklärte, dass er nicht wisse, ob Chris Jericho tatsächlich zur WWE zurückkehren werde. Er habe zahlreiche Gerüchte gehört, verfüge jedoch über keinerlei Insiderinformationen. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er eine Rückkehr keineswegs ausschließen würde.

Im weiteren Verlauf erinnerte er sich an die frühen 1990er Jahre, als er selbst in Japan für Tenryu Genichiros Promotion WAR tätig war und Jericho dort ebenfalls auftrat. Jericho habe damals als Leichtgewicht begonnen. JBL schilderte, dass er schon zu dieser Zeit großes Potenzial in ihm gesehen habe und den Eindruck hatte, dass Jericho etwas Besonderes sei, sofern er die extrem harte Phase überstehen würde.

Er beschrieb die damaligen Matches als sehr riskant und körperlich intensiv. Aktionen wie DDTs vom Apron auf den Hallenboden seien keine Seltenheit gewesen, und insgesamt sei es verrückt gewesen, welchen Gefahren sich die Wrestler ausgesetzt hätten. Genau in diesem Umfeld hat Jericho bereits Talent und Durchhaltevermögen gezeigt.

Damit machte JBL deutlich, dass seine Wertschätzung für Jericho nicht neu ist, sondern bis in die Anfangsjahre von dessen Karriere zurückreicht.

Layfield betonte, dass Jerichos Talent schon früh deutlich erkennbar gewesen sei und hob insbesondere dessen Fähigkeit zur ständigen Neuerfindung hervor: „Und ich erinnere mich, wie talentiert ich ihn damals fand. Und wissen Sie, er ist einfach fantastisch und findet immer wieder neue Wege, sich neu zu erfinden.“

Auf die direkte Frage nach einer möglichen Rückkehr zur WWE im Rahmen der aktuellen Storyline erklärte JBL: „Ich weiß nicht, ob Chris (zur WWE) kommt oder nicht. Ich hoffe, dass er kommt. Ich denke, es wäre toll, wenn er käme.“

Bestätigt wurde nichts. JBL machte jedoch deutlich, dass eine Rückkehr Jerichos aus seiner Sicht ein bedeutender Moment wäre.

Scharfe Verteidigung von Booker T nach umstrittener Auszeichnung

Im selben Interview wurde JBL auch auf Booker T angesprochen, der vom Wrestling Observer zum „schlechtesten Kommentator des Jahres 2025“ gewählt worden war. Layfield reagierte unmittelbar und deutlich: „Ich weiß nicht, welcher Wasserkopf Booker T zu etwas anderem als dem Größten machen könnte.“

Er bekräftigte seine Wertschätzung für Booker T und lobte sowohl dessen Karriere als auch seine Arbeit am Kommentatorentisch: „Ich finde Booker großartig. Alles an Booker – Booker ist ein Vorbild. Booker ist eine Legende. Er ist mehrfacher Hall of Famer. Ich finde, er ist ein großartiger Kommentator. Er hat so viel für dieses Geschäft getan, was die Ausbildung von Leuten angeht. Er ist einer der besten Menschen, die ich je getroffen habe. Und ich finde, er ist ein großartiger Kommentator. Und die Leute stimmen dem zu.“

Im weiteren Verlauf nahm JBL die Wrestling-Medienkultur ins Visier. Er machte deutlich, dass seiner Ansicht nach viele sogenannte Auszeichnungen oder Rankings weniger mit objektiver Bewertung als vielmehr mit Aufmerksamkeitserzeugung zu tun hätten. Dabei betonte er, dass es ihm nicht ausschließlich um eine einzelne Person gehe, sondern um ein generelles Muster innerhalb der Branche.

Seiner Meinung nach gewinne man in der heutigen Medienlandschaft kaum Reichweite, wenn man positive Einschätzungen abgebe. Wer hingegen bewusst provoziere oder bekannte Persönlichkeiten öffentlich herabsetze, erhalte deutlich mehr Aufmerksamkeit und Follower. JBL führte aus, dass Kritiker oft versuchten, besonders klug oder intellektuell zu wirken, indem sie populäre oder erfolgreiche Persönlichkeiten bewusst negativ bewerten.

Als Vergleich verwies er auf große Kinofilme, die enorme Einnahmen erzielen und dennoch von manchen als schlecht bezeichnet würden. Für ihn stehe dieser Widerspruch exemplarisch dafür, dass provokante Negativurteile häufig eher dem Zweck dienten, Aufmerksamkeit zu generieren, als eine sachliche Bewertung darzustellen.

Abschließend wurde er noch deutlicher und bezeichnete Personen aus diesem Umfeld als „Clowns”, womit er seine ablehnende Haltung gegenüber dieser Art von Berichterstattung unmissverständlich zum Ausdruck brachte. Wortwörtlich sagte er: „Typen wie Meltzer sind ein Haufen Clowns.“

Abschließend unterstrich Layfield erneut seine positive Einschätzung: „Ich finde Booker großartig. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was Booker macht. Ich finde, es macht Spaß, mit ihm zusammen zu sein. Er ist ansteckend. Booker ist einer dieser Typen, die einen Raum zum Leuchten bringen, und ich finde, das macht er auch als Kommentator.“

Geplatztes Comeback nach kreativer Kursänderung bei TNA

Neben den WWE-Themen sprach JBL auch über ein geplantes Comeback bei TNA, das letztlich nicht zustande kam. Nach eigenen Angaben war im vergangenen Jahr ein In-Ring-Auftritt vorgesehen. Der ursprüngliche Plan habe ihn und die Fans begeistert.

Im Verlauf der Vorbereitungen hat jedoch ein neuer kreativer Leiter die Ausrichtung der Show verändert und eine Storyline vorgeschlagen, mit der Layfield nicht einverstanden war: „Ich hielt das weder für gut fürs Geschäft noch für mich oder sonst irgendetwas, also bin ich gegangen.“

Laut JBL sei die kreative Veränderung ausschlaggebend für sein Aus gewesen. Er erklärte zudem, dass die verantwortliche Person kurz darauf entlassen worden sei. In der Folge habe sich durch eine Partnerschaft zwischen WWE und TNA die Situation weiter verändert, wodurch sich die geplante Rückkehr nicht erneut ergeben habe.

Damit wurde deutlich, dass die Entscheidung aus seiner Sicht auf inhaltlichen Differenzen beruhte. Auch mehr als zehn Jahre nach seinem letzten WWE-Match beim Royal Rumble 2014 bleibt JBL somit zwar präsent, jedoch ohne ein weiteres In-Ring-Comeback im Rahmen dieses Projekts.

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