Japanische Wrestling-Legende Antonio Inoki im Alter von 79 Jahren gestorben

Eine der einflussreichsten und wichtigsten Figuren in der Geschichte des japanischen Profi-Wrestlings ist gestorben. Antonio Inoki ist am heutigen Samstag, dem 1. Oktober gegen 4 Uhr deutscher Zeit im Alter von 79 Jahren an der senilen systemischen Amyloidose verstorben.

Die Nachricht von Inokis Tod kommt fast auf den Tag genau 62 Jahre nach seinem Debüt im Pro Wrestling im Alter von 17 Jahren am 30. September 1960. Ein weiterer Gigant der japanischen Wrestling-Geschichte, Inokis Tag-Team-Partner Shohei Baba, gab sein Debüt im Ring auf der gleichen Card für die Japan Pro Wrestling Alliance  – später als Japan Pro Wrestling Alliance bekannt.

Der Austritt von Inoki und Baba aus der JWA veränderte den Verlauf des Wrestlings in Japan für immer. Inokis Einfluss breitete sich in der ganzen Welt aus. 1976 trat er in einem berüchtigten Kampf „Ringer gegen Boxer“ gegen Muhammed Ali an. Dieser Fight wird von vielen als Vorspiel für die zukünftige Popularität des Mixed Martial Arts-Sports betrachtet.

Inokis Führung von NJPW war jedoch nicht ohne Fehltritte. Sein Interesse an MMA in den frühen 2000er-Jahren brachte eine Philosophie für den Ring hervor, die als Inokiismus bekannt wurde. Die Umstellung auf den Shoot-Fighting-Stil hätte NJPW jedoch fast zum Verhängnis werden können. Inoki verkaufte seine Anteile an NJPW im Jahr 2005 und zog sich von dem Unternehmen zurück.

Nach seinem Ausstieg bei NJPW erkundete Inoki andere Promotions und Unternehmungen. Unter anderem gründete er die Inoki Genome Federation. Inoki war auch im politischen Umfeld erfolgreich. Er diente zwei Amtszeiten im House of Councillors. Das erste Mal wurde er 1989 gewählt. Während dieser Amtszeit reiste er in den Irak, wo er sich mit Saddam Hussein traf und erfolgreich die Freilassung einer Gruppe japanischer Geiseln aushandelte.

Nach einer gescheiterten Wiederwahl verließ Inoki sein Amt, kehrte aber 2013 für eine weitere Amtszeit zurück. Diese war von einer Reihe umstrittener Reisen nach Nordkorea geprägt. Im Jahr 2019 zog sich Inoki aus der Politik zurück.

Die Nachricht von Inokis Tod machte am Freitagabend in Nordamerika die Runde. Die Nachricht von seinem Tod wurde während der Live-Übertragung von „SmackDown“ am Freitagabend bekannt gegeben, wobei Michael Cole der Familie, den Freunden und den Fans von Inoki das Beileid des Unternehmens übermittelte. Auf Twitter teilte Paul „Triple H“ Levesque, Chief Content Officer der WWE, seine eigene Würdigung.

„Eine der wichtigsten Figuren in der Geschichte unseres Geschäfts und ein Mann, der den Begriff ‚Kampfgeist‘ verkörperte“, schrieb Levesque. „Das Vermächtnis des WWE Hall of Famer Antonio Inoki wird für immer weiterleben.“

Inoki besiegte Bob Backlund, um 1979 die WWF Heavyweight Championship zu gewinnen, aber das Unternehmen hat seine Regentschaft nie offiziell anerkannt. Im Jahr 2010 wurde Inoki in die WWE Hall of Fame aufgenommen.

Tony Khan, Eigentümer und CEO von AEW, schloss sich den vielen Menschen in den sozialen Medien an, die Inokis Andenken würdigten.

„RIP Antonio Inoki, ein Pionier in der Pro-Wrestling-Industrie“, schrieb Khan am Freitagabend auf Twitter. „Inokis Einfluss und seine Errungenschaften werden für immer in der Wrestling-Welt weiterleben – er ist eine Inspiration für alle Träumer. Thank you sir.“

Viele der aktuellen Top-Stars von NJPW sind in London, England, wo die Company an diesem Wochenende ihr Royal Quest II Event mit zwei Abenden veranstaltet.

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