Jake Hager spricht über seine AEW-Zeit, eine mögliche Ringrückkehr und seinen neuen Kampfsport-Deal

Jake Hager brüllt lautstark im Ring herum

Jake Hager gehörte im Jahr 2019 zu den frühen Gesichtern von All Elite Wrestling. Der frühere WWE World Heavyweight Champion war Teil der ersten Generation von Talenten, die sich dem neuen Unternehmen anschlossen, und spielte in den Anfangsjahren eine wichtige Rolle in mehreren zentralen Storylines.

Heute blickt der 44-Jährige auf eine Karriere zurück, die ihn vom Amateur-Wrestling über MMA bis hin zum professionellen Wrestling führte. Während eines Interviews in der Sendung „TMZ Inside The Ring“ sprach Hager nun über seine aktuelle Beziehung zu AEW, über eine mögliche Rückkehr in den Ring und über einen neuen Vertrag im Kampfsport.

Hager verfolgt AEW nach eigener Aussage nicht mehr

Im Gespräch wurde Hager gefragt, ob er aktuell weiterhin Wrestling verfolgt und ob er sich WWE- oder AEW-Shows ansieht. Seine Antwort fiel überraschend deutlich aus, obwohl er zu den Gründungsmitgliedern von AEW gehörte: „Oh, ich schaue mir AEW definitiv nicht an, auch wenn ich, wie Sie sagten, Gründungsmitglied dieses Unternehmens war. Ich schaue mir derzeit nicht viel Pro-Wrestling oder MMA an.“

Hager gehörte zu den ersten prominenten Verpflichtungen des Unternehmens. Kurz nach dem Start von AEW schloss er sich Chris Jericho und dessen Gruppierung „The Inner Circle“ an. Die Gruppierung spielte in den ersten Jahren der Promotion eine zentrale Rolle in mehreren großen Storylines und war unter anderem an Matches wie dem Stadium Stampede beteiligt. Später war Hager auch Teil der Jericho „Appreciation Society“.

Trotz seiner bedeutenden Rolle erklärte Hager, dass Wrestling heute nicht mehr den gleichen Platz in seinem Alltag einnehme wie früher. Er konzentriere sich aktuell stärker auf andere Bereiche seines Lebens: „Ich bin ziemlich beschäftigt mit meiner Firma und damit, alles am Laufen zu halten. Wenn ich dann doch mal etwas Freizeit habe, spiele ich Videospiele mit meinen Kindern oder Fußball mit meiner Tochter.“

Rückblick auf die Zeit bei AEW

Obwohl Hager angab, die Shows derzeit nicht zu verfolgen, äußerte er sich im selben Interview positiv über seine Erfahrungen während seiner Zeit bei AEW. Besonders seine Zusammenarbeit mit Chris Jericho bezeichnete er rückblickend als prägend: „Es war eine tolle Erfahrung, dabei zu sein. Es fällt mir schwer, auf meine Zeit bei AEW zurückzublicken und sauer zu sein, denn ich durfte mit Chris zusammenarbeiten. Wir durften Inner Circle machen. Wir durften JAS machen, was noch mehr Spaß gemacht hat. Und dann durfte ich einen lila Hut tragen. Wenn ich dir ein Geheimnis verraten darf: Ich hasste ihn, weil er beliebter war als ich.“

Hagers Aussagen zeigen einerseits eine gewisse Distanz zum aktuellen Produkt, gleichzeitig jedoch auch Anerkennung für die Zeit, die er in der Promotion verbracht hat. In der Vergangenheit galt sein Verhältnis zu AEW zeitweise als angespannt, nachdem sein Vertrag ausgelaufen war und es zu keiner Fortsetzung der Zusammenarbeit kam. Seitdem trat Hager nicht mehr in den Shows der Promotion auf und kritisierte das Unternehmen – wir berichteten.

Aussage deutet auf klare Grenze gegenüber AEW hin

Während desselben Interviews sprach Hager auch über eine mögliche Rückkehr in den Wrestling-Ring. Obwohl er früher öffentlich erklärt hatte, seine Karriere beendet zu haben, klingt seine Haltung inzwischen deutlich offener.

Der Grund für seinen ursprünglichen Rückzug waren vor allem körperliche Probleme. Besonders seine Schultern hätten ihm in den letzten Jahren seiner Karriere stark zugesetzt. „Als ich mich zurückzog, war mein Körper ziemlich mitgenommen. Wie ich euch schon erzählt habe, hingen meine Schultern nur noch an einem Faden. Jetzt ist alles viel besser und gesünder. Man merkt einfach, was eine kleine Auszeit bewirken kann. Deshalb schließe ich eine Rückkehr nicht aus. Ehrlich gesagt könnte ich mir sogar gut vorstellen, wieder zurückzukommen.“

Trotz dieser Offenheit zog Hager gleichzeitig eine klare Grenze, als er gefragt wurde, ob er grundsätzlich für jede Promotion antreten würde: „Ja, es gibt eine Firma, die ich nicht fragen würde.“

Er nannte das Unternehmen nicht ausdrücklich. In Verbindung mit seinen anderen Aussagen, insbesondere seiner Bemerkung, dass er AEW nicht mehr verfolge, wurde jedoch in der Diskussion rund um das Interview vermutet, dass er damit die Promotion gemeint haben könnte, bei der er früher unter Vertrag stand. Weitere Details wollte Hager dazu nicht nennen.

Neuer Vertrag im Kampfsport bei Power Slap

Neben dem Thema Wrestling nutzte Hager das Interview auch, um einen neuen Schritt in seiner Kampfsportkarriere anzukündigen. Der ehemalige WWE-Champion bestätigte, dass er einen Vertrag bei UFC Power Slap unterschrieben hat und bereits im April sein Debüt geben wird: „Ja, ich freue mich riesig, bekannt geben zu dürfen, dass ich bei UFC Power Slap unter Vertrag genommen wurde und sie am 17. April eine Live-Show in Vegas veranstalten. Das ist der Freitag [vor] Mania. Ich werde in dieser Show in der Schwergewichtsklasse antreten, und wie ihr wisst, wurde mir gesagt, dass ich ein sehr schlagbares Gesicht habe, also steht es kurz bevor.“

Auf die Frage, wer ihm diese Einschätzung gegeben habe, reagierte Hager mit einem scherzhaften Kommentar: „Meine Ex.“

Sein Engagement bei Power Slap ist laut seiner Aussage nicht auf einen einmaligen Auftritt beschränkt. Der ehemalige WWE- und AEW-Star erklärte, dass bereits mehrere Einsätze geplant sind: „Ich habe einen Vertrag über sechs Auftritte mit ihnen abgeschlossen. Hoffentlich werden es mehr als einer. Auf jeden Fall langfristig.“

Vorbereitung auf den Einstieg in eine neue Disziplin

Der Kontakt zu Power Slap kam über seinen ehemaligen Kollegen Sin Bodhi zustande, der inzwischen im Bereich Talent Relations für die Organisation arbeitet. Hager erklärte, dass er bereits zuvor angesprochen worden sei, ein Einstieg aber aus zeitlichen Gründen nicht möglich gewesen sei: „Er hat mich bereits letztes Jahr kontaktiert, aber ich konnte es damals noch nicht machen. Jetzt, wo ich wieder gesund bin, kann ich endlich damit loslegen.“

Im Gespräch erläuterte Hager auch, wie er sich auf diese ungewöhnliche Form des Wettkampfs vorbereitet. Dabei betonte er vor allem die Bedeutung von Nacken- und Schultertraining.

Die Organisation steht immer wieder wegen Sicherheitsfragen in der Kritik. Hager erklärte jedoch, dass ihm die Risiken bewusst seien und die UFC im Falle von Verletzungen die entsprechenden Kosten übernehme: „Ich meine, man weiß, worauf man sich einlässt. Man meldet sich an, um geschlagen zu werden, und versucht, so hart wie möglich zurückzuschlagen. Daher rechne ich mit Verletzungen. Ich weiß, dass die UFC alle Kosten im Zusammenhang mit Verletzungen übernimmt, und ehrlich gesagt mache ich mir darüber keine Sorgen.“

Mit Blick auf seine Kampfsporterfahrung verwies Hager auf seine lange Karriere im Amateur-Wrestling, im professionellen Wrestling und im MMA: „Ich bin zum Profi-MMA gekommen, ohne jemals einen Amateurkampf bestritten zu haben. Hier kommt es einfach auf deinen Hintergrund an. Ich habe mein ganzes Leben lang gekämpft – Wrestling, Pro-Wrestling, MMA. Darauf werde ich mich einfach verlassen. Auf jeden Fall hart trainieren und mich steigern.“

Auftritt während der WrestleMania-Woche

Die Veranstaltung von Power Slap findet am 17. April in Las Vegas statt und fällt damit auf das Wochenende rund um WrestleMania. Hager wird während dieser Woche zusätzlich auch bei der WrestleCon auftreten, wo Fans ihn bei Autogrammstunden treffen können.

Damit bleibt der frühere WWE-Champion weiterhin Teil der großen Wrestling-Woche in Las Vegas, auch wenn seine aktuelle Karriere vor allem im Kampfsport stattfindet.

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