Innerhalb von All Elite Wrestling gibt es laut einem Bericht Diskussionen über die eigene Ticketstrategie. Während das Unternehmen öffentlich betont, günstigere Eintrittspreise als die Konkurrenz anzubieten, sehen einige Beteiligte diese Vermarktung kritisch. Die Debatte ist relevant, da sie die Wahrnehmung der Marke im Vergleich zur World Wrestling Entertainment beeinflussen könnte.
Kritik kommt auch aus dem eigenen Umfeld
Wie Bryan Alvarez bei Wrestling Observer Live erläuterte, gibt es innerhalb von AEW Stimmen, die mit der aktuellen Kommunikation rund um Ticketpreise nicht einverstanden sind. Dabei handelt es sich laut Alvarez nicht um eine isolierte Meinung.
Er betonte, dass er diese Einschätzung nicht nur selbst vertrete, sondern sie auch von Personen aus verschiedenen Bereichen bestätigt bekomme. Dazu zählen Kontakte innerhalb von AEW selbst, aber auch Stimmen aus der WWE sowie aus anderen Bereichen der Unterhaltungsindustrie: „Einer der Schwerpunkte von AEW ist es, wirklich damit zu werben: ‚Unsere Tickets sind günstig.‘ Und ich weiß, dass manche Fans das nicht hören wollen, aber ich habe darüber mit Leuten bei AEW gesprochen, die mir zustimmen, mit Leuten bei WWE, die mir zustimmen, und mit anderen aus der Unterhaltungsbranche, die ebenfalls dieser Meinung sind.“
Wahrnehmung der Marke als zentrales Problem
Im Mittelpunkt der Kritik steht weniger der tatsächliche Preis als vielmehr die Art und Weise, wie dieser kommuniziert wird. Laut Alvarez könne es zwar ein Vorteil sein, Tickets günstiger anzubieten als die Konkurrenz, doch die aktive Bewerbung dieses Aspekts könne eine unerwünschte Wirkung entfalten.
Er machte deutlich, dass die Botschaft nach außen problematisch sein kann, wenn sie zu stark auf den günstigen Preis fokussiert ist: „Es ist wirklich keine gute Idee, damit zu werben, dass die eigenen Tickets günstig sind.“
Gefahr eines Images als „zweitrangige“ Alternative
Besonders kritisch sei laut Alvarez die mögliche Auswirkung auf das Image von AEW im direkten Vergleich zur WWE, die stärker auf ein Premium-Modell setzt. Die Gefahr bestehe darin, dass Fans das Produkt nicht mehr als gleichwertig wahrnehmen.
Er erklärte, dass genau diese Wahrnehmung langfristig problematisch sein könne, da sie das Unternehmen in eine ungünstige Position rücke: „Es ist zwar gut, günstigere Tickets als die Konkurrenz anzubieten, aber wenn man damit tatsächlich wirbt, kann sich das manchmal nachteilig auswirken. Das vermittelt den Fans den Eindruck, man sei nur zweitrangige Unterhaltung, eine zweitrangige Wrestling-Veranstaltungsreihe – die ‚billige‘ Wrestling-Veranstaltungsreihe – und diesen Eindruck möchte man den Leuten wirklich nicht vermitteln.“
In der jüngeren Vergangenheit hatten AEW-Talente wie MJF wiederholt die steigenden Ticketpreise der WWE kritisiert und AEW bewusst als preisgünstigere Alternative dargestellt. Diese Positionierung sollte die Attraktivität für Fans erhöhen.
Aubrey Edwards verlängert Vertrag bei AEW
Aubrey Edwards hat ihren Verbleib bei All Elite Wrestling gesichert. Wie aus einem Bericht hervorgeht, unterzeichnete sie bereits im vergangenen Jahr einen neuen Vertrag, der ihre Zukunft im Unternehmen bestätigt. Die Information wurde im Zusammenhang mit dem Ende des Podcasts „AEW Unrestricted“ bekannt und beantwortet offene Fragen zur weiteren Rolle der Moderatorin.
Vertragsdetails werden im Zuge von Podcast-Aus bekannt
Laut Fightful Select wurde die Vertragsverlängerung von Aubrey Edwards im Nachhinein publik. Der Hintergrund dafür war die Ankündigung, dass „AEW Unrestricted“ nach sechs Jahren eingestellt wird. Diese Entwicklung führte dazu, dass sich viele Beobachter mit der Zukunft der bisherigen Moderatoren beschäftigten.
Im Zuge dieser Diskussion bestätigten Quellen innerhalb von AEW, dass Edwards dem Unternehmen weiterhin erhalten bleibt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass sie bereits im vergangenen Jahr einen neuen Vertrag abgeschlossen hatte. Damit sind alle offenen Fragen rund um ihren Status innerhalb der Promotion geklärt.
Seit 2019 fester Bestandteil von AEW
Aubrey Edwards gehört zu den prägenden Persönlichkeiten von AEW seit der Gründung im Jahr 2019. Sie war von Beginn an Teil der Promotion und zählte zu den ersten Ringrichtern, die regelmäßig bei Shows eingesetzt wurden.
Im Laufe der Jahre entwickelte sie sich zu einer der bekanntesten Ringrichterinnen im gesamten Kader. Sie leitete zahlreiche bedeutende Matches bei „Dynamite“, verschiedenen Pay-per-View-Events und weiteren wichtigen Veranstaltungen. Parallel dazu wuchs AEW kontinuierlich zu einer der wichtigsten Wrestling-Promotions heran, wobei Edwards eine konstante Rolle im TV-Produkt einnahm.
Erweiterte Rolle durch digitale Inhalte
Mit dem Ausbau der digitalen Inhalte von AEW erweiterte sich auch das Aufgabenfeld von Edwards deutlich über ihre Tätigkeit im Ring hinaus. Sie übernahm eine zentrale Rolle als Co-Moderatorin des Podcasts „AEW Unrestricted“.
Während der sechsjährigen Laufzeit der Show führte sie gemeinsam mit anderen Moderatoren Interviews mit Talenten und bot den Fans regelmäßig Einblicke hinter die Kulissen der Promotion. Dadurch etablierte sie sich auch außerhalb des Rings als feste Größe in der AEW-Medienlandschaft.
Da AEW an neuen digitalen Formaten arbeitet, deutet vieles darauf hin, dass Edwards auch künftig sowohl als Ringrichterin als auch im Bereich der Medienpräsenz eine wichtige Rolle einnehmen wird.
Ja die die es negativ aufnehmen wollen, tun das. Diejenigen die sich freuen wollen eine Alternative zu WWE zu haben, die obendrein auch noch günstiger ist, freuen sich drüber. WWE-Fans legen es als Zweitklassigkeit aus, AEW-Fans als weiteres Argument für AEW. Also bleibt alles wie es war.
Kann man so und sehen.
WWE dagegen sagt klar, dass WWE kein familienfreundliches Produkt ist (wenn man mal die höhere Schicht ausklammert), also man hat halt eindeutig klargestellt, dass man keine ärmeren Leute im Publikum will.
Dass AEW das auch ungeschickt mitteilt mag stimmen, gar nicht auf WWE reagieren wäre wohl die Lösung. Wer AEW sehen will sollte das sowieso wahrnehmen, dass die Tickets günstiger sind.
Fairerweise ist das aber auch aktuell noch wie deutsche Bundesliga gegen österreichische Bundesliga. Auch wenn mir selbst AEW lieber ist, der Größenvergleich ist dennoch vorhanden.
Ich mag die AEW auch sehr, aber ganz ehrlich, die WWE ist eine Liga für sich. Die ganze Geschichte die dieses Unternehmen hat, die Erfahrung, jeder kennt diese Firma. Die AEW wird so einen Stellenwert nie erreichen können, aber das muss die AEW ja auch nicht. Wir Fans sollten uns einfach auf das Wrestling besinnen, und nicht uns gegenseitig auf die Nüsse gehen. Bissl naiv natürlich, wir sehen uns in London! Küss eure Herzen.