Grund für die Streichung von Cody Rhodes vs. Roman Reigns bei WrestleMania 42 – Ring Boy-Prozess: Kläger wollen anonym bleiben

Cody Rhodes vs. Roman Reigns WrestleMania Grafik

Die seit Monaten erwartete Neuauflage zwischen Cody Rhodes und Roman Reigns bei WrestleMania 42 wird nicht stattfinden. Inzwischen liegen konkrete Informationen vor, warum die WWE dieses Match aus ihren Plänen gestrichen hat.

Während einer sogenannten Self Made Session bestätigte Self Made Pro, dass das vielfach diskutierte Match zwischen Rhodes und Reigns offiziell abgesagt wurde. In der Aussage wurde deutlich gemacht, dass es innerhalb der kreativen Planung keine Einigung gab, die alle beteiligten Parteien zufriedengestellt hätte: „Was ich derzeit sagen kann, ist, dass das Match zwischen Cody Rhodes und Roman Reigns bei WrestleMania abgesagt wurde. Der Kampf findet nicht statt. Es konnte keine kreative Lösung gefunden werden, die alle Beteiligten zufriedenstellte.“

Laut der Quelle herrschte zunächst der Eindruck, dass Einigkeit über die Ausrichtung des Matches bestehe. Diese Einschätzung hielt jedoch internen Gesprächen hinter den Kulissen nicht stand: „Ich kann Daves Bericht bestätigen. Das Match findet nicht statt. Sie dachten, alle wären sich einig, aber das war nicht der Fall. Also ja, das Match findet nicht statt.“

Übereinstimmung mit Aussagen von Dave Meltzer

Diese Darstellung deckt sich mit den Informationen, die Dave Meltzer bereits am 13. Januar 2026 im Wrestling Observer Radio veröffentlicht hatte. Meltzer erklärte dort, dass die WWE ihre WrestleMania-Planungen unter der Woche angepasst habe, nachdem eine Entscheidung rund um Drew McIntyre getroffen worden sei: „WrestleMania hat sich am Mittwoch letzter Woche verändert, als die Entscheidung fiel, McIntyre den Titel zu geben.“

In diesem Zusammenhang stellte Meltzer klar, dass ein Singles Match zwischen Cody Rhodes und Roman Reigns nicht mehr vorgesehen sei: „Die Sache mit Cody Rhodes und Roman Reigns wird wahrscheinlich nicht stattfinden. Möglicherweise wird es einen Three-Way Match mit Drew McIntyre, Jacob Fatu und Cody Rhodes geben … Das ist noch nicht zu 100 Prozent sicher, aber mir wurde gesagt, dass es so etwas wie eine Möglichkeit ist.“

Dabei erwähnte er auch Jacob Fatu als potenziellen Bestandteil alternativer Planungen, betonte jedoch ausdrücklich den vorläufigen Charakter dieser Überlegungen.

WrestleMania 42 ohne das erwartete Rematch

WrestleMania 42 findet am 18. und 19. April 2026 im Allegiant Stadium in Las Vegas statt. Auch wenn die WWE das vollständige Line-up der Großveranstaltung weiterhin finalisiert, gilt das geplante Rematch zwischen Cody Rhodes und Roman Reigns nun als endgültig gestrichen.

Kläger im „Ring Boy“-Verfahren beantragen Schutz ihrer Identität

Im laufenden sogenannten „Ring Boy“-Verfahren hat sich eine neue rechtliche Entwicklung ergeben. In dem Zivilprozess werden WWE, TKO Group Holdings, Vince McMahon sowie Linda McMahon wegen Fahrlässigkeit im Zusammenhang mit mutmaßlicher sexueller Misshandlung Minderjähriger beschuldigt. Die Kläger haben nun das Gericht ersucht, ihre Anonymität auch weiterhin zu wahren.

Antrag auf weitere Nutzung von Pseudonymen

Wie unter anderem von Brandon Thurston von Wrestlenomics und POST Wrestling berichtet wird, haben die Kläger offiziell beantragt, ihre Verfahren weiterhin unter den Pseudonymen „John Doe“ führen zu dürfen. Zwar sind die wahren Identitäten der Kläger den Beklagten bereits bekannt, gegenüber der Öffentlichkeit sollen ihre Namen jedoch weiterhin nicht offengelegt werden.

Begründung der Kläger für den Schutz der Privatsphäre

Zur Begründung führen die Kläger an, dass die Wahrung ihrer Anonymität aufgrund der besonderen Sensibilität des Falls zwingend erforderlich sei. Zudem verweisen sie auf das langfristige psychische Trauma, das mit den geschilderten Erfahrungen verbunden sei. In ihrem Antrag ersuchen sie den zuständigen US-Bezirksrichter James K. Bredar darum, ihr Recht auf die Nutzung von Pseudonymen in öffentlichen Gerichtsunterlagen ausdrücklich zu bestätigen. Darüber hinaus soll eine bestehende Schutzanordnung fortgeführt werden, die den Umgang mit persönlichen Daten der Kläger während des gesamten Verfahrens einschränkt.

Unterschiedliche Positionen aufseiten der Beklagten

Aus dem Antrag geht hervor, dass es unter den Beklagten unterschiedliche Auffassungen zu dieser Frage gibt. Vince McMahon und Linda McMahon sollen sich ausdrücklich gegen die weitere Anonymität der Kläger ausgesprochen haben. WWE und TKO Group Holdings haben sich Berichten zufolge zu diesem Punkt nicht positioniert. Zudem wird festgehalten, dass keiner der Beklagten eine Stellungnahme abgegeben habe, als sie gebeten wurden, die von den Klägern dargestellten Positionen zu bestätigen oder ihre jeweilige Haltung näher zu erläutern.

Bedeutung des Antrags für den weiteren Verlauf des Verfahrens

Der Antrag stellt einen bedeutsamen verfahrensrechtlichen Schritt in einem Prozess dar, der bereits jetzt unter intensiver öffentlicher Beobachtung steht. Dies liegt sowohl an der Schwere der erhobenen Vorwürfe als auch an den prominenten Namen, die mit dem Verfahren verbunden sind. Sollte das Gericht den Antrag zurückweisen, könnten die Identitäten der Kläger in zukünftigen Schriftsätzen öffentlich werden. Genau dieses Szenario möchte das Anwaltsteam der Kläger nachdrücklich verhindern.