Giulia hat sich seit ihrem Wechsel ins Main Roster der WWE im Jahr 2025 als eine der auffälligsten neuen Persönlichkeiten im Women’s-Kader etabliert. Die aktuelle WWE Women’s United States Champion steht bei Friday Night SmackDown regelmäßig im Mittelpunkt und arbeitet gleichzeitig intensiv daran, sich an neue sprachliche, strukturelle und sportliche Anforderungen anzupassen. Ihre Entwicklung ist deshalb besonders relevant, weil sie zeigt, wie stark Anpassungsfähigkeit im modernen Wrestling gefordert ist.
Sprachbarriere als zentrale Herausforderung
Ein wesentlicher Bestandteil von Giulias Anpassung ist das Erlernen der englischen Sprache. In Interviews machte sie deutlich, dass sie bei ihrer Ankunft praktisch keinerlei Englischkenntnisse hatte und deshalb schnell handeln musste, um im Backstagebereich der WWE kommunizieren zu können. Kommunikation spielt dort eine entscheidende Rolle, weshalb sie früh erkannte, dass Sprachkenntnisse für ihren langfristigen Erfolg unverzichtbar sind.
Im Gespräch erklärte sie ihren intensiven Lernansatz und beschrieb diesen detailliert: „Oh, ja, ja, ja. Für mich geht es darum, wie man Englisch lernt. Ich gehe zweimal pro Woche zum Englischunterricht. Und dann nehme ich auch noch zusätzlichen Englischunterricht. Ja. Und Apps. Zum Beispiel auf dem Handy. Ja, und ich mache mir einfach Notizen und schaue mir Videos auf YouTube an. Wenn ich Zeit habe, setze ich mich hin. Lernen, lernen, lernen. Und zwar jeden Tag, denn als ich hierherkam, konnte ich überhaupt kein Englisch.“
Umstellung auf den WWE-Stil und TV-Produktion
Neben der Sprache stellte auch der Wechsel vom japanischen Wrestling zum WWE-Stil eine große Herausforderung dar. Besonders die TV-orientierte Struktur mit festen Abläufen, Werbepausen und Produktionsvorgaben erforderte ein Umdenken im Ring. Giulia erklärte, dass sie lernen musste, Matches anders aufzubauen und gleichzeitig die Abläufe der Show im Blick zu behalten.
Im „Unruly“-Podcast beschrieb sie diese Umstellung ausführlich: „Ja, alles ist so anders und es ist nicht leicht, sich an den amerikanischen Stil zu gewöhnen, die Wrestler in der WWE müssen clever sein, denn wir müssen kämpfen und dabei sogar noch auf den Zeitpunkt der Werbepausen achten. In Japan haben wir so etwas nicht. Also ja, es ist total anders. Es ist wirklich eine Herausforderung, aber ich fange an, es zu verstehen, und ja, es macht Spaß. Ich mag es.“
Lernprozess zwischen Herausforderung und Entwicklung
Die Unterschiede zwischen den Wrestling-Systemen machten die Anfangsphase für Giulia anspruchsvoll. Dennoch beschreibt sie diesen Prozess als positiv. Sie betonte, dass sie lernen musste, strategischer zu denken und sich stärker an den Rhythmus der TV-Produktion anzupassen. Diese Umstellung habe ihr nicht nur neue Fähigkeiten vermittelt, sondern auch ihr Verständnis für das Gesamtprodukt Wrestling erweitert.
Der Umgang mit diesen Herausforderungen zeigt, dass sie sich bewusst auf die Anforderungen eingelassen hat. Die Balance zwischen Leistung im Ring, erzählerischen Elementen und technischen Abläufen ist inzwischen ein fester Bestandteil ihrer Entwicklung geworden.
Etablierung im Main Roster und aktuelle Rolle
Seit ihrem Debüt im Main Roster konnte sich Giulia als feste Größe bei SmackDown etablieren. Sie gewann die WWE Women’s United States Championship und ist mittlerweile in zentrale Storylines eingebunden, insbesondere im Hinblick auf die großen Events der WWE. Ihre aktuelle Fehde im Umfeld von WrestleMania unterstreicht ihre wachsende Bedeutung innerhalb der Company.
Ihr schneller Aufstieg ist nicht nur auf ihre Leistungen im Ring zurückzuführen, sondern auch auf ihre Fähigkeit, sich an neue Rahmenbedingungen anzupassen und kontinuierlich an sich zu arbeiten.
Reaktionen auf das Match gegen Rhea Ripley
Auch außerhalb ihrer generellen Entwicklung sorgte Giulia zuletzt für Aufmerksamkeit. Nach einem Match gegen Rhea Ripley am 20. Februar 2026, das nach neun Minuten durch Disqualifikation endete, verließ Ripley die Show mit einem sichtbaren blauen Auge. Die Verletzung wurde später öffentlich thematisiert und führte zu Diskussionen innerhalb der Wrestling-Szene.
Im Gespräch mit Adrian Hernandez ging Giulia direkt auf die Situation ein und stellte klar, dass ihre Geste ausschließlich aus Respekt gegenüber Rhea resultierte. Sie machte deutlich, dass es dabei um nichts Weiteres ging als um eine Anerkennung ihrer Leistung. Gleichzeitig hob sie die Bedeutung dieses Moments hervor und beschrieb Rhea als eine außergewöhnlich starke und beeindruckende Persönlichkeit, die aus ihrer Sicht genau verkörpert, was einen Superstar ausmacht. Für Giulia stand daher vor allem eines im Mittelpunkt: Respekt.
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