Gesundheits-Update von Ridge Holland – WWE richtet Tryouts neu aus und reagiert auf Kritik: Einblicke in aktuelle Abläufe

Ridge Holland steht auf der Entrance Stage

Der frühere WWE-Superstar Ridge Holland, bürgerlich Luke Menzies, hat ein wichtiges gesundheitliches Update veröffentlicht. Nach mehreren Monaten verletzungsbedingter Pause darf er seinen Angaben zufolge wieder ohne Einschränkungen körperlich trainieren.

Operation an der Halswirbelsäule erfolgreich verlaufen

Im November 2025 unterzog sich Luke Menzies einer medizinisch notwendigen Operation an der Halswirbelsäule. Dabei wurden zwei Bandscheiben ersetzt. Der Eingriff verlief erfolgreich. Acht Wochen nach dem operativen Eingriff folgte nun die vollständige medizinische Freigabe für körperliche Belastung.

Nun teilte Menzies den aktuellen Stand seiner Genesung über seine Social-Media-Kanäle mit und erklärte: „Nach meiner vor acht Wochen durchgeführten Operation zum Ersatz von zwei Halswirbelsäulenscheiben bin ich seit heute wieder uneingeschränkt für körperliche Betätigung freigegeben. Unreal! Als Nächstes muss ich nur noch diese Schrauben aus meinem Fuß entfernen lassen. Ihr könnt mich den bionischen Yorkshireman nennen!“

Mehrere Verletzungen bremsten Rückkehr in den Ring

Zuletzt war Luke Menzies zusätzlich durch eine Lisfranc-Verletzung außer Gefecht gesetzt. Diese zog er sich im September 2025 bei den TV-Tapings von TNA iMPACT! zu. Die Verletzung erforderte eine längere Ausfallzeit und verzögerte seine sportliche Rückkehr weiter.

Neben der Nackenoperation steht laut Menzies noch ein weiterer medizinischer Eingriff an. Dabei sollen Schrauben aus seinem Fuß entfernt werden, die im Rahmen der Behandlung der Lisfranc-Verletzung eingesetzt worden waren.

Vorzeitiges WWE-Aus und Kostenübernahme bestätigt

Anfang November 2025 wurde der Vertrag von Luke Menzies bei WWE vorzeitig beendet. Hintergrund war eine Vertragsauflösung nach öffentlichen Äußerungen des Wrestlers in sozialen Medien. Diese standen im Zusammenhang mit der ausbleibenden Vertragsverlängerung seines ursprünglich Mitte November 2025 auslaufenden Deals sowie finanziellen Schwierigkeiten, in die er eigenen Angaben zufolge geraten war.

Zu einem späteren Zeitpunkt stellte Menzies klar, dass die WWE trotz seiner Entlassung die Kosten für die notwendige Nackenoperation übernommen habe. Zum Zeitpunkt des Eingriffs stand er bereits nicht mehr unter Vertrag bei der Company.

Zeitpunkt eines Ringcomebacks weiterhin offen

Aktuell gibt es keine Informationen darüber, wann Ridge Holland wieder in den Wrestling-Ring zurückkehren wird. Ein konkreter Termin für ein Comeback wurde bislang nicht genannt.

Berichte über Verletzungen während der aktuellen WWE-Tryouts

Im Zusammenhang mit den jüngsten WWE-Tryouts im Performance Center sind zuletzt auch Berichte über Verletzungen einzelner Teilnehmer bekannt geworden. Die Social-Media-Influencerin Sallie Grace schilderte in mehreren Beiträgen auf Instagram, dass sie das mehrtägige Sichtungscamp vorzeitig abbrechen musste, nachdem bei ihr eine Gehirnerschütterung festgestellt worden war.

Nach ihren eigenen Angaben ereignete sich der Vorfall während einer Improvisationsübung im Ring, bei der die Teilnehmer Bewegungsabläufe darstellen sollten. Dabei sei sie von einem stark schwingenden Ringseil am Hinterkopf getroffen worden. Ursache dafür sei gewesen, dass eine andere Person sich auf den Metallseilen abgestützt und diese dadurch erheblich in Bewegung versetzt habe, wodurch das Seil mit großer Wucht gegen ihren Kopf geprallt sei.

Kurz nach dem Treffer habe sie Symptome wie Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme entwickelt und zeitweise den Gesprächsfaden verloren. Sie berichtete zudem, sich an zuvor geführte Gespräche mit medizinischem Personal nicht mehr erinnern zu können, über einen längeren Zeitraum apathisch mit gepackten Taschen gesessen zu haben und im Hotel Schwierigkeiten bei der Orientierung gehabt zu haben. Nach einer Untersuchung im WWE Performance Center sei schließlich eine Gehirnerschütterung diagnostiziert worden.

Grace erklärte weiter, dass sich der Vorfall am dritten von insgesamt fünf angesetzten Tryout-Tagen ereignet habe. Ihren Aussagen zufolge sei sie nicht die einzige Person gewesen, die während des Camps eine Kopfverletzung erlitten habe. Unter anderem habe es einen weiteren Zwischenfall gegeben, bei dem eine andere Teilnehmerin durch einen Tritt gegen den Kopf verletzt worden sei.

Kritisch äußerte sich Grace außerdem zu den Rahmenbedingungen einiger Übungen. Sie habe den Eindruck gehabt, dass die Teilnehmer teilweise zu eng beieinander gearbeitet hätten und der Fokus darauf gelegen habe, sich gegenseitig zu beeindrucken, anstatt ausreichend Abstand einzuhalten. Auch während einer Trainingseinheit zur Fallschule habe sie das Gefühl gehabt, dass „etwas mit ihrem Kopf nicht stimme“. Dennoch sei sie aufgefordert worden, die Übungen intensiver auszuführen.

Schließlich habe sie die Einheit eigenständig beendet, ihrem Coach erklärt, dass sie keine weiteren Risiken für ihre Gesundheit eingehen könne, und das Tryout vorzeitig verlassen. In ihren Beiträgen zeigte sich Grace emotional betroffen und beschrieb ihre Enttäuschung über den Abbruch, kündigte jedoch an, ihre Follower weiterhin über ihren gesundheitlichen Zustand zu informieren.

WWE passt Tryout-Strategie an und reagiert auf Kritik an der Talentförderung

Bleiben wir beim Thema. Die jüngsten WWE-Tryouts haben laut übereinstimmenden Berichten eine klare inhaltliche Ausrichtung gezeigt. Gleichzeitig zeichnet sich für das Jahr 2026 ein grundlegender Strategiewechsel bei der Talentsuche ab, der eine stärkere Rückkehr zur Independent-Szene vorsieht.

Fokus der aktuellen WWE-Tryouts im Performance Center

Die jüngsten Tryouts der WWE fanden vom 12. bis 16. Januar 2026 im WWE Performance Center in Orlando, Florida, USA, statt. Laut einem Bericht von Dave Meltzer im aktuellen „Wrestling Observer Newsletter” lag der inhaltliche Schwerpunkt bei den männlichen Teilnehmern auf schwarzen Männern sowie auf Athleten mit einem ausgeprägten Bodybuilder-Körperbau.

Der Bericht stellt diesen Fokus in einen direkten Zusammenhang mit anhaltender Kritik an Triple H, der seit Beginn seiner Tätigkeit als Kreativchef der WWE mit dem Vorwurf konfrontiert wird, schwarze Männer im WWE-Produkt nicht ausreichend zu fördern. Besonders MVP hatte sich in der Vergangenheit mehrfach kritisch dazu geäußert, wie schwarze Talente unter der kreativen Leitung von Triple H eingesetzt werden.

Berufungen ins Main Roster und Stellungnahme von Triple H

Dave Meltzer führt in seinem Bericht weiter aus, dass die zeitgleiche Berufung von Oba Femi, Trick Williams und Je’Von Evans ins Main Roster als deutliches Signal zu werten sei. Laut Meltzer deute dieser Schritt darauf hin, dass die WWE bemüht sei, die bestehende Kritik an der Repräsentation schwarzer Talente zu entschärfen.

Triple H selbst nahm bereits im Rahmen der Post-Show-Pressekonferenz zu WWE Crown Jewel 2024 öffentlich Stellung zu diesem Thema und erklärte damals: „Ich sehe, dass jeder die gleichen Chancen bekommt. Ich mache keinen Unterschied zwischen den Menschen. Ich sehe weder Hautfarbe noch Nationalität, ich sehe nichts davon. Ich sehe nur Talent. Ich mache keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Ich sehe nur Talent. Mit diesem Talent erzählen wir Geschichten. Wie sie mit diesen Geschichten umgehen, sie darstellen und weitergeben, interessiert mich nicht. Ich mache das, was für das Geschichtenerzählen relevant und am besten ist und was am besten hinüberkommt, und das ist es, was zählt.“

Strategiewechsel bei der Talentsuche für das Jahr 2026

Parallel zu den aktuellen Tryouts berichten mehrere Quellen von einem grundlegenden Umdenken innerhalb der WWE in Bezug auf ihre langfristige Talentstrategie. In den vergangenen Jahren hatte das WWE Performance Center den Fokus bewusst von der Independent-Szene weg verlagert und stattdessen verstärkt College-Athleten ohne Wrestling-Vergangenheit verpflichtet.

Laut Dave Meltzer soll sich dieser Ansatz im Jahr 2026 deutlich ändern. Demnach plant die WWE, eine größere Anzahl von Tryouts mit Wrestlern aus der Independent-Szene durchzuführen. Ziel sei es, wieder verstärkt Talente mit klassischer Wrestling-Erfahrung zu verpflichten und den Anteil reiner College-Athleten zu reduzieren. Meltzer verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass andere große Wrestling-Promotions wie All Elite Wrestling ihre Kader zuletzt ebenfalls verstärkt über die Independent-Szene erweitert haben.

William Regal und Gabe Sapolsky übernehmen zentrale Rolle

Im Zuge dieses neuen Ansatzes sollen William Regal und Gabe Sapolsky eine Schlüsselrolle bei der Talentsichtung übernehmen. Beide sollen gezielt die Independent-Szene nach Wrestlern durchsuchen, die sowohl über den gewünschten Körperbau als auch über die Fähigkeit verfügen, überzeugende Promos zu halten.