Forderung nach Offenlegung aller Bundesdokumente zu Vince McMahons Fehlverhalten erreicht neuen Höhepunkt – Rückkehr der bekannten Entrance-Musik von Johnny Gargano

Vince McMahon blickt emotionslos

Der juristische Konflikt im Zusammenhang mit der Fusion von WWE und der UFC zur TKO Group Holdings im Jahr 2023 erreicht eine weitere Eskalationsstufe. Aktionäre, die gegen die Abwicklung des milliardenschweren Geschäfts klagen, verlangen nun den Zugang zu sämtlichen Unterlagen, die sich auf die Untersuchungen des mutmaßlichen sexuellen Fehlverhaltens von Vince McMahon beziehen und von Bundesbehörden angefordert wurden.

Die Forderung wurde in einer neuen Klage eingereicht, die am Freitag über WrestleNomics bekannt wurde und vor dem Delaware Chancery Court einging. Darin wenden sich die Kläger an Vizekanzler J. Travis Laster und ersuchen darum, dass WWE, TKO sowie mehrere führende Verantwortliche verpflichtet werden, vollständige Unterlagen aus den Jahren 2022 bis 2024 offenzulegen.

Welche Dokumente die Aktionäre einsehen wollen

Die Aktionäre verlangen insbesondere die Herausgabe aller Unterlagen, die WWE oder TKO zwischen Januar 2022 und Januar 2024 an Ermittler des Justizministeriums oder der US-Börsenaufsichtsbehörde weitergegeben haben.

Dazu zählen nach Angaben der Kläger sämtliche Materialien im Zusammenhang mit Untersuchungen zu den Vorwürfen gegen Vince McMahon sowie Dokumente, die sich auf Zahlungen im Zusammenhang mit zuvor geheim gehaltenen Vereinbarungen beziehen. Ebenso sollen sämtliche Kommunikationsverläufe mit den Bundesbehörden bereitgestellt werden.

Diese Unterlagen sollen nach Ansicht der Kläger klären, welche Erkenntnisse Verantwortliche von WWE und TKO zu welchem Zeitpunkt hatten und wie diese Informationen im Zuge der Fusionsverhandlungen bewertet wurden.

Hintergrund: frühere Zahlungen und Vereinbarungen

Vince McMahon wurde in vergangenen Jahren mehrfach mit Vorwürfen des sexuellen Fehlverhaltens konfrontiert. Während die Ermittlungen des Justizministeriums bisher nicht zu strafrechtlichen Anklagen führten, kam es auf zivilrechtlicher Ebene zu mehreren finanziellen Vereinbarungen.

McMahon erzielte eine Einigung mit der US-Börsenaufsichtsbehörde und verpflichtete sich, rund 1,3 Millionen US-Dollar zurückzuzahlen und zusätzlich eine Geldstrafe in Höhe von 400.000 US-Dollar zu leisten. Dabei verzichtete McMahon darauf, die Ergebnisse der Behörde zu bestreiten oder zu bestätigen.

Einige frühere Vereinbarungen wurden erst 2022 offengelegt, darunter die mit der ehemaligen WWE-Mitarbeiterin Janel Grant vereinbarte Zahlung von drei Millionen US-Dollar sowie ein weiterer Vergleich in Höhe von 7,5 Millionen US-Dollar mit einem ehemaligen WWE-Talent. Die verspätete Offenlegung dieser Summen führte damals zu Anpassungen im Jahresabschluss des Unternehmens.

Die Position der Aktionäre und der Vorwurf der Pflichtverletzung

Die Kläger werfen McMahon sowie mehreren Führungskräften vor, ihre Treuepflichten verletzt zu haben. Sie argumentieren, dass die Fusion mit Endeavor in eine Richtung gelenkt worden sei, die es McMahon ermöglichte, trotz der laufenden Skandale seine Position im Unternehmen zu behalten.

Die aktuelle Forderung nach Offenlegung der vollständigen Bundesunterlagen soll aus Sicht der Aktionäre zeigen, ob die Verantwortlichen der WWE-Führung alle relevanten Informationen offenlegten und ob strategische Entscheidungen im Zuge der Fusion auf sachlichen oder auf persönlichen Motiven beruhten.

Einblick in die Gerichtsakten und Hinweise auf eine Blockade zwischen den Parteien

Der neue Antrag wurde unter Verschluss eingereicht. Der dazugehörige Vorschlag für eine gerichtliche Anordnung ist jedoch öffentlich einsehbar. Juristische Beobachter sehen darin ein Zeichen dafür, dass sich Kläger und Beklagte nicht auf einen vertraulichen Austausch einigen konnten.

WWE, TKO und die namentlich genannten Führungskräfte erhalten nun die Gelegenheit, auf das Gesuch zu reagieren. Erst danach wird der zuständige Richter entscheiden, ob die angeforderten Dokumente vollständig offengelegt werden müssen.

Diskussion um die Nutzung verschlüsselter Kommunikation

Im Verlauf der bisherigen Verfahren wurde auch die Nutzung der Messenger-App Signal durch Führungskräfte von WWE thematisiert. Die Kläger stellen infrage, ob während der Fusion relevante Nachrichten möglicherweise gelöscht wurden, ohne dass zuvor eine Sicherung oder archivarische Erfassung stattgefunden hat. Die Beklagten weisen diesen Vorwurf zurück und stufen die Bedenken als unverhältnismäßig ein.

Nächster rechtlicher Schritt: McMahons bevorstehende Aussage

Vince McMahon soll bereits am Montag erneut vernommen werden. Das juristische Team der Kläger will dabei weitere Informationen über die Entscheidungsprozesse innerhalb des milliardenschweren Deals sammeln und die Rolle der beteiligten Personen detaillierter beleuchten.

Johnny Gargano kehrt zu seiner früheren WWE-Entrance zurück: Klassiker-Song erstmals seit 2022 wieder bei SmackDown zu hören

In der aktuellen Ausgabe von WWE Friday Night SmackDown ertönte ein Song, den Fans seit Jahren mit Johnny Gargano verbinden. Als Gargano gemeinsam mit Tommaso Ciampa in die Halle kam, lief erneut seine frühere Entrance-Musik mit der prägnanten Zeile „It’s burning straight through the dark. This rebel heart. This rebel heart!“. Damit hat Gargano offiziell wieder den Song zurück, der zuletzt im Jahr 2022 regelmäßig bei seinen Auftritten verwendet wurde.

Für viele Zuschauer gilt die Musik als eng mit seiner Karriere verbunden, insbesondere mit seiner Zeit bei WWE NXT, wo der frühere NXT Champion einige seiner größten Momente feierte.

CFO$ als ursprüngliche Produzenten des Songs

Der Track stammt aus der Feder des Produzentenduos CFO$, das über viele Jahre hinweg zahlreiche Entrance-Themes für WWE entwickelte. Ihre Musik prägte eine ganze Generation von Superstars und war besonders während der schwarzen und goldenen NXT-Ära weitverbreitet.

Nachdem sich WWE und CFO$ jedoch trennten, übernahm das Team def rebel die Produktion neuer Themes. Viele dieser Songs ersetzten die früheren CFO$-Kompositionen, wodurch zahlreiche Wrestler neue Musik erhielten.

Weitere WWE-Superstars kehren ebenfalls zu früheren Themes zurück

Johnny Gargano ist nicht der einzige WWE-Star, der in den vergangenen Monaten seine alte Musik zurückbekommen hat. Auch Shinsuke Nakamura, die Street Profits und GUNTHER nutzten zuletzt wieder Themes, die zuvor aus dem Programm genommen worden waren.

Diese Entwicklung sorgt bei vielen Fans für Aufmerksamkeit, da mehrere Wrestler innerhalb kurzer Zeit zu älteren, etablierten Entrance-Songs zurückgekehrt sind. Besonders im Fall von Nakamura und GUNTHER wurde die Rückkehr zu früheren Themes von der Zuschauerreaktion her deutlich positiv aufgenommen.

2 Kommentare

  1. Die Reaktion auf Johnnys Entrance Musik hätte aussagekräftiger nicht ausfallen können. Die Fans haben schlicht kein Interesse an ihm.

  2. Bei Gunther hab ich es eher als Rückschritt empfunden. Als wäre „The Game“ HHH zu seiner Hunter Hearst Helmsley Blue Blood Piano Theme rausgekommen.

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