Finn Bálor gewährt seltene Einblicke in Privatleben und Demon-Zukunft – NXT-Star für WWE-Call-Up im Gespräch

Finn Bálor auf der Stage

Der WWE-Star zeigt sich selten so persönlich wie in einem ausführlichen Gespräch mit Cody Rhodes. In der Sendung „What Do You Want To Talk About?“ gewährte Finn Bálor tiefe Einblicke in sein Privatleben, sprach über die Anfänge seiner Ehe, über das Gefühl von Heimat auf Tour und über seine kritische Sicht auf den Umgang mit dem Demon-Charakter im WWE-Main Roster. Dabei wurde deutlich, wie sehr persönliche Erfahrungen und kreative Frustrationen seinen Blick auf das Wrestling-Business geprägt haben.

Ein Kennenlernen während der WrestleMania-Woche

Finn Bálor erklärte, dass er seine heutige Ehefrau während der WrestleMania-Woche kennengelernt habe, als sie im Medienbereich tätig war und Wrestler interviewte. Zu diesem Zeitpunkt entwickelte sich jedoch keine romantische Beziehung. Stattdessen blieb es bei gelegentlichen Kontakten über soziale Netzwerke, die sich über mehrere Jahre erstreckten: „Wir haben uns in San Jose kennengelernt. Es war meine erste WrestleMania. Sie arbeitete für Fox. Ich nahm an einer dieser Medienveranstaltungen am Vormittag teil, sie interviewte mich, und so kreuzten sich unsere Wege.“

Über die anschließende Phase sagte Bálor: „Wir haben etwa alle sechs Monate über Direktnachrichten Kontakt gehalten. Einfach so etwas wie ‚Schön, dich zu sehen‘ oder so.“

Eine klare Ablehnung und der Wendepunkt

Nach Jahren loser Kommunikation entschloss sich Bálor, den nächsten Schritt zu gehen. Als er nach ihrer Telefonnummer fragte, wurde er jedoch direkt zurückgewiesen. Die Ablehnung sei weder scherzhaft noch spielerisch gewesen, sondern nüchtern und eindeutig. Unterschiedliche Lebensorte, Karrieren und Lebensstile schienen für seine spätere Ehefrau unvereinbar: „Sie sagte: ‚Nein.‘ Sie sagte: ‚Ich lebe in Mexiko. Du lebst in Amerika. Ich arbeite beim Fernsehen. Du bist Wrestler. Das wird niemals funktionieren.‘“

Trotz dieser klaren Absage hielten beide den Kontakt aufrecht. Über mehrere Monate hinweg schrieben sie täglich miteinander, bis Bálor erneut nachhakte und um ihre Telefonnummer bat: „Wir haben noch ein oder zwei Monate lang jeden Tag Nachrichten ausgetauscht. Und dann habe ich schließlich gesagt: ‚Komm schon, gib mir die Nummer. Gib mir die Ziffern. Wir müssen das auf die nächste Stufe bringen.‘ Und ja, wir haben es nie bereut.“

Sieben Jahre Beziehung und ein nüchterner Blick auf das Wrestling-Leben

Heute sind Finn Bálor und seine Frau seit sieben Jahren zusammen. Der WWE-Star machte jedoch deutlich, dass sich die Sicht seiner Frau auf das Wrestling-Business durch die Beziehung verändert habe. Während sie den Sport früher begeistert verfolgt habe, sehe sie ihn nun deutlich kritischer, vor allem wegen der körperlichen Risiken und der Belastungen: „Sie schätzt, was ich tue. Früher, als sie noch nicht mit mir zusammen war, hat sie es mehr geliebt. Jetzt sieht sie die Risiken und Verletzungen und die Auswirkungen, die es auf mich hat, und sie mag es nicht mehr so sehr.“

Für Bálor sei diese Perspektive wertvoll, da sie ihm helfe, geerdet zu bleiben und nicht den Bezug zur Realität zu verlieren: „Wenn man zu Hause jemanden hat, der ein großer Fan ist, dann bin ich immer ‚Finn‘. Man füttert sein Ego und verliert die Kontrolle über sich selbst. Es ist wichtig, jemanden zu haben, der einen auf dem Boden hält.“

Wenn Heimat kein fester Ort mehr ist

Im weiteren Verlauf des Gesprächs sprach Bálor über das Gefühl von Heimat und darüber, wie sich dieses im Laufe seiner Karriere verändert habe. Durch das jahrelange Reisen sei „Zuhause“ kein fester Ort mehr, sondern etwas Temporäres: „Jetzt sind das Flugzeug und das Marriott unser Zuhause. Wir sind so viel unterwegs.“

Selbst Irland, wo er aufgewachsen ist, fühle sich für ihn heute anders an als früher: „Was ich mir unter Heimat vorstelle, ist das Irland von vor zwanzig Jahren. Irland hat sich so sehr verändert. Es wird immer meine Heimat bleiben, aber manchmal fühlt es sich nicht so an.“

Kritik am Umgang mit dem Demon-Charakter im Main Roster

Neben den persönlichen Themen äußerte sich Finn Bálor auch deutlich kritisch zur kreativen Nutzung seiner Demon-Persona bei WWE. Insbesondere nach seinem Wechsel von WWE NXT in den Main Roster sei das Konzept aus seiner Sicht nicht mehr konsequent umgesetzt worden: „Bei NXT wurde das wirklich effektiv umgesetzt, aber als ich zum Main Roster kam, funktionierte es aus verschiedenen Gründen nicht mehr so gut.“

Bálor erklärte, dass ihn nicht nur kreative Entscheidungen gestört hätten, sondern vor allem der fehlende klare Zweck des Charakters. Er habe sich lange dagegen gewehrt, den Demon zurückzubringen, da dessen besondere Bedeutung aus seiner Sicht verloren gegangen sei: „Ich glaube nicht, dass ich das brauche, und deshalb habe ich mich lange Zeit dagegen gewehrt. So wie es von der Firma gebucht und präsentiert wurde, hatte ich das Gefühl, dass es einfach nicht effektiv war oder zumindest nicht so effektiv, wie es hätte sein können.“

Ein zentrales Problem sei die fehlende Konsistenz gewesen, die auch bei Fans für Verwirrung gesorgt habe: „Es gab eine gewisse Verwirrung, warum er an manchen Abenden der Dämon und an anderen Abenden Finn war. Vielleicht waren einige Leute enttäuscht, als ich nicht der Dämon war.“

Niederlagen, verlorene Mystik und der Wunsch nach Kontrolle

Als „The Demon“ galt Finn Bálor lange Zeit als ungeschlagen. Niederlagen gegen Roman Reigns im Jahr 2021 sowie gegen Edge bei WrestleMania 39 hätten jedoch einen Teil der Mystik zerstört. Nach Bálors Einschätzung hätte eine stärkere kreative Mitbestimmung dies verhindern können.

Trotzdem schließt er eine Rückkehr des Demon-Charakters nicht aus, stellt dafür aber klare Bedingungen: „Ich würde gerne wieder damit anfangen, aber ich hätte gerne mehr kreative Kontrolle. In Zukunft würde ich gerne wieder damit anfangen.“

Für das aktuelle Mitglied von The Judgment Day sei der Dämon nie verschwunden, doch sollte er zurückkehren, müsse dies eine klare Bedeutung haben und bewusst eingesetzt werden.

Lola Vice angeblich vor möglichem Call-Up ins WWE Main Roster

Laut einem neuen Bericht von BodySlam+ wird Lola Vice intern für einen möglichen Wechsel ins WWE Main Roster diskutiert. Demnach waren die Verantwortlichen zuletzt sehr zufrieden mit ihren Leistungen, sowohl bei WWE NXT als auch bei ihren Auftritten für AAA.

Positive Eindrücke bei WWE-Offiziellen und möglicher Wechsel zu SmackDown

Dem Bericht zufolge wird im Falle eines Call-Ups vor allem ein Einsatz bei WWE SmackDown als wahrscheinlich angesehen. Als Hintergrund wird genannt, dass sich dort auch ihr Lebenspartner Damian Priest im Roster befindet. Eine offizielle Entscheidung oder Bestätigung seitens der WWE liegt bislang nicht vor.

Vertragsstatus und bisheriger Karriereverlauf

Lola Vice unterschrieb im August 2022 ihren ersten Vertrag bei der WWE. Im August 2025 soll sie ihren Vertrag mit dem Unternehmen verlängert haben. In den vergangenen Monaten war sie parallel für NXT und AAA im Einsatz und sammelte dort weitere Ringpraxis auf internationaler Bühne.

Aktuelle Matches bei AAA und NXT

Zuletzt stand Lola Vice am 20. Dezember 2025 bei AAA Guerra de Titanes 2025 im Ring. Dort gewann sie gemeinsam mit Faby Apache und Natalya ein Six-Woman Tag Team Match gegen Las Toxicas, bestehend aus Flammer, Lady Maravilla und La Hiedra.

Bei NXT trat sie zuletzt am 23. Dezember 2025 an und besiegte Izzi Dame in einem Singles Match.

Nächstes Match bereits angesetzt

Für die NXT-Ausgabe am 13. Januar 2026 ist bereits ein weiteres Match bestätigt. Dort wird Lola Vice auf Kelani Jordan treffen, nachdem beide Frauen bei NXT New Year’s Evil 2026 in einem Backstage-Segment aneinandergerieten.

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