Dieser Artikel behandelt sensible Themen wie mutmaßlichen sexuellen Missbrauch und Gewalt. Die Inhalte dienen der sachlichen Berichterstattung und können belastend sein.
Am Freitag, dem 30. Januar 2026, veröffentlichte das US-Justizministerium mehrere Millionen zusätzlicher Dokumente im Zusammenhang mit dem verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. In diesen Unterlagen wird auch das frühere WWE-Talent Ashley Massaro namentlich erwähnt.
Hinweis auf eine frühere Tätigkeit für Ghislaine Maxwell
In einer Erklärung mit geschwärztem Namen, die sich auf Epsteins Mitverschwörerin und verurteilte Kinderhändlerin Ghislaine Maxwell bezieht, wird ausgeführt, dass Ashley Massaro zu einem bestimmten Zeitpunkt für Maxwell gearbeitet haben soll. Weitere Details zur Art oder zum Umfang dieser Tätigkeit gehen aus den veröffentlichten Dokumenten nicht hervor.
Auszug aus den veröffentlichten Akten
In einem Auszug aus den inzwischen öffentlich zugänglichen Unterlagen wird beschrieben, dass die betroffene Person von äußerst belastenden Vorgängen auf der Insel berichtete. Sie habe demnach von schweren Übergriffen und verstörenden Beobachtungen gesprochen, die sie nachhaltig traumatisiert hätten. Zudem gab sie an, von mehreren Männern kontrolliert und zu Handlungen gedrängt worden zu sein, denen sie nicht freiwillig zustimmte.
Zum damaligen Zeitpunkt sei sie noch minderjährig gewesen und habe eine Highschool in Ocean Side auf Long Island besucht. In diesem Zusammenhang erwähnte sie auch, dass eine enge Freundin aus dieser Zeit, Ashley Massaro, später bekannt als WWE-Star und 2019 verstorben, bereits während der Schulzeit schwanger geworden sei. Beide sollen laut den Unterlagen für Personen aus dem Umfeld von Maxwell gearbeitet haben, die ihren Sitz in Miami, Florida, hatten.
Aus diesem Textabschnitt geht nicht hervor, in welcher konkreten Form Ashley Massaro für Ghislaine Maxwell tätig gewesen sein soll.
Tod von Ashley Massaro und spätere Vorwürfe
Ashley Massaro nahm sich im Jahr 2019 das Leben. Nach ihrem Tod wurde eine eidesstattliche Erklärung veröffentlicht, in der behauptet wurde, sie sei 2006 während einer PR-Tour auf einer Militärbasis in Kuwait von einer Person, die sich als Arzt der US-Armee ausgegeben hatte, mit einem lähmenden Medikament betäubt und vergewaltigt worden.
In dieser eidesstattlichen Erklärung wurde außerdem ausgeführt, dass Vince McMahon und John Laurinaitis sie dazu aufgefordert hätten, über den Vorfall zu schweigen, um die Beziehungen der WWE zum US-Militär nicht zu gefährden.
Reaktionen der WWE und widersprüchliche Aussagen
Die World Wrestling Entertainment erklärte nach der Veröffentlichung der eidesstattlichen Erklärung, dass das Unternehmen nie über den mutmaßlichen Vorfall informiert worden sei. Weiter hieß es, man hätte den Vorfall dem Kommandanten der Militärbasis gemeldet, falls entsprechende Informationen vorgelegen hätten.
Der Anwalt von John Laurinaitis erklärte jedoch im Jahr 2024, dass die WWE-Geschäftsführung Kenntnis von den Vorwürfen gegen Ashley Massaros gehabt habe. Ebenfalls im Jahr 2024 wurde berichtet, dass auch Stephanie McMahon von den Anschuldigungen gewusst habe und Führungskräfte der WWE Ashley Massaro im Zusammenhang mit der Situation bedroht hätten.
Weitere frühere Anschuldigungen
In der Vergangenheit hatte Paul London behauptet, Ashley Massaro sei von Vince McMahon belästigt worden. Zudem erklärte Ashley Massaro selbst in einer nach ihrem Tod veröffentlichten Stellungnahme, sie habe beobachtet, wie Vince McMahon weibliche WWE-Mitarbeiterinnen „ausgenutzt“ habe.
Hilfe und Anlaufstellen
Wenn du von sexueller Gewalt betroffen bist oder Unterstützung suchst, findest du in Deutschland vertrauliche Hilfe beim Hilfetelefon Sexueller Missbrauch (0800 22 55 530) sowie beim Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (0800 11 60 016). In akuten Notfällen wende dich bitte an 110.
Linda McMahons Schulbesuch in Connecticut nach Elternprotesten abgesagt
Am 30. Januar 2026 berichtete News 12 über die kurzfristige Absage eines geplanten Schulbesuchs von Linda McMahon im US-Bundesstaat Connecticut. Der Besuch sollte an der McKinley Elementary School stattfinden und war Teil einer Veranstaltung anlässlich des 250. Geburtstags der Vereinigten Staaten.
Hintergrund der geplanten Veranstaltung
Nach Angaben von News 12 war Linda McMahons Besuch im Rahmen der sogenannten „History Rocks!“-Tour des US-Bildungsministeriums vorgesehen. Diese Tour wurde als Initiative beworben, um die Geschichte der Vereinigten Staaten sowie politische Bildung hervorzuheben und jungen Schülern näherzubringen. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung hatte sich Linda McMahon selbst nicht öffentlich zu der Absage geäußert.
Reaktionen von Eltern führten zur Absage
Der Besuch stand nur kurze Zeit auf dem Programm. Der Superintendent des Schulbezirks Fairfield, Michael Testani, erklärte laut Berichten, dass der Termin abgesagt worden sei, nachdem der Schulbezirk zahlreiche Anrufe und E-Mails von Eltern erhalten habe, die ihren Unmut über den geplanten Besuch zum Ausdruck brachten.
Eine der beteiligten Eltern, Jill Alward, erläuterte gegenüber News 12 ihre Beweggründe für die Kritik. Sie machte deutlich, dass an der Schule viele Kinder auf sonderpädagogische Förderangebote angewiesen seien, deren Einschränkung zuvor von der Bildungsministerin angestrebt worden sei. Vor diesem Hintergrund habe sie es als enttäuschend empfunden, dass ausgerechnet diese Ministerin an der Schule auftreten und dort öffentlich gefeiert werden sollte.
Nach der Absage meldete sich auch das US-Bildungsministerium zu Wort und äußerte Unverständnis über die Entscheidung. In einer Stellungnahme gegenüber CT Insider betonte Ministeriumssprecherin Savannah Newhouse, dass Patriotismus und die Vermittlung amerikanischer Geschichte aus Sicht des Ministeriums keine parteipolitischen Inhalte seien. Ziel der geplanten Veranstaltung sei es gewesen, junge Schüler auf spielerische Weise für historische Grundthemen wie die Gründung der Vereinigten Staaten oder die Entstehung der Unabhängigkeitserklärung zu interessieren.
Newhouse wies den Vorwurf politischer Beeinflussung ausdrücklich zurück und erklärte, es gehe vielmehr darum, Kindern ein grundlegendes Verständnis für Freiheit und Demokratie zu vermitteln. Wer diese Vermittlung infrage stelle, solle bedenken, dass gerade die in der amerikanischen Geschichte verankerten Freiheiten es ermöglichen, zu protestieren und sich öffentlich zu äußern.
Abschließend kritisierte sie die Haltung der Schule und erklärte, die Absage lasse darauf schließen, dass man sich stärker von politischen Deutungen als vom tatsächlichen Inhalt der Veranstaltung habe leiten lassen. Das Projekt „History Rocks!“ sei als landesweite Initiative gedacht, die Schüler daran erinnern solle, wie bedeutsam Geschichte sei und dass sie begeistern könne.
Linda McMahon zwischen Politik und früherer WWE-Tätigkeit
Linda McMahon war in der Vergangenheit Präsidentin der World Wrestling Entertainment und ist heute als Bildungsministerin der Vereinigten Staaten tätig. Ihr Name steht weiterhin im öffentlichen Fokus, unter anderem aufgrund laufender rechtlicher Auseinandersetzungen im Umfeld der WWE sowie ihrer aktuellen Rolle innerhalb der Regierung von Donald Trump.
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