Nur wenige Tage vor ihrer plötzlichen Entlassung bei WWE NXT wurde Elayna Black, die frühere Cora Jade, offenbar noch in konkrete Pläne für den Gewinn des NXT Women’s North American Championship eingebunden. In einem Interview mit Denise Salcedo enthüllte Black, dass sie hart an ihrer Entwicklung gearbeitet und den Eindruck gehabt habe, dass man in der Kreativabteilung große Stücke auf sie hielt.
Zwei Tage vor ihrer Entlassung sprach Elayna Black mit einem Mitglied des WWE-Kreativteams über eine mögliche Titelchance. Dieses Gespräch drehte sich konkret um den Gewinn des NXT Women’s North American Championship. Umso größer war der Schock, als sie nur kurze Zeit später ohne Vorwarnung gekündigt wurde. Für sie war das unverständlich und ließ sie an den internen Abläufen bei WWE zweifeln. „Ich habe wirklich hart gearbeitet und alles gegeben, um mich weiterzuentwickeln. Und dann spreche ich zwei Tage vorher noch über einen möglichen Titelgewinn – und plötzlich werde ich gefeuert. Das war schon seltsam, aber gut, so ist es dann eben gelaufen“, erklärte Black.
Die Moderatorin Salcedo kommentierte diese Situation ebenfalls kritisch und betonte, wie merkwürdig es wirke, wenn eine Wrestlerin kurz vor einer Titelchance gefeuert wird. Für Außenstehende sei dies ein weiteres Indiz dafür, dass es in der WWE offenbar eine strukturelle Diskrepanz zwischen Planung und Kommunikation gebe.
Undurchsichtige Strukturen und fehlende Antworten
Im weiteren Verlauf erklärte Elayna Black, dass sie selbst nicht mehr genau verstehe, wie Entscheidungsprozesse in der WWE derzeit ablaufen. Die Veränderungen durch die TKO-Fusion hätten vieles unklar gemacht. Wer letztlich welche Befugnisse habe, sei für Talente schwer nachvollziehbar. Sie vermutet, dass Entscheidungen manchmal von Personen getroffen werden, die nicht einmal direkten Kontakt zu den Betroffenen haben. „Vielleicht hat jemand bei TKO NXT eingeschaltet, mochte mich nicht und sagte: ‚Werdet sie los.‘ Ich weiß es nicht. Es ist so viel los und ich schätze, ich habe einfach nicht in die Richtung gepasst, in die sie gehen wollen. Und das ist in Ordnung.“
Black betonte, dass sie mit der Situation inzwischen ihren Frieden gemacht habe und nicht mehr zurückblicken wolle. Eine Rückkehr zur WWE schloss sie für die nähere Zukunft aus. Sie wolle sich stattdessen anderen Möglichkeiten widmen.
Ein persönliches Gespräch mit CM Punk gibt Halt
In einem weiteren Interview mit Chris Van Vliet sprach Elayna Black über ihren Umgang mit der Kritik nach ihrer Entlassung. Dabei hob sie besonders CM Punk hervor, der sie seit längerer Zeit als Mentor begleitet. Punk habe ihr geholfen, die teils harsche Online-Kritik zu verarbeiten, die mit ihrer WWE-Zeit einherging.
Sein wichtigster Ratschlag: Man solle lernen, die Stimmen von außen auszublenden. Jeder habe eine Meinung, aber am Ende komme es darauf an, sich selbst treu zu bleiben. „Ob sie dich lieben oder hassen, spielt keine Rolle. Hauptsache, du bleibst dir selbst treu“, habe Punk ihr geraten.
Elayna Black berichtete, wie sehr sie unter den Anfeindungen im Internet gelitten hat, vor allem unter der weit verbreiteten Behauptung, sie sei ständig verletzt. Dabei wusste kaum jemand, dass sie tatsächlich schwer krank gewesen war und sogar um ihr Leben kämpfen musste. Umso verletzender waren für sie die haltlosen Kommentare. „Wenn jemand so etwas über mich sagt, ohne zu wissen, dass ich fast gestorben bin, dann denke ich mir nur: F*ck you“, sagte sie mit spürbarer Emotion.
Sie machte deutlich, dass sie durchaus Kritik an ihrer Wrestling-Leistung akzeptiere. Persönliche Angriffe auf ihre Gesundheit oder ihre Person seien jedoch nicht akzeptabel. Kritik müsse fair und respektvoll bleiben. Niemand habe das Recht, sie zu entmenschlichen oder online zum Ziel persönlicher Angriffe zu machen.
Ghosting und enttäuschte Erwartungen bei WWE
Besonders bitter sei für Black der Ablauf rund um ihre Entlassung gewesen. Zwei Tage vor dem Rauswurf habe sie an einem Meeting mit einem Mitarbeiter der Kreativabteilung teilgenommen. In diesem Gespräch habe sie zahlreiche Ideen eingebracht, die vom Gesprächspartner positiv aufgenommen und sogar schriftlich notiert wurden. „Er tippte alles in seinen Laptop ein, sagte, die Ideen seien großartig. Zwei Tage später war ich gefeuert. Danach antwortete er nicht mal mehr auf meine Nachrichten“, schilderte Black den Ablauf. Diese Erfahrung hat sie tief enttäuscht und sie fühlte sich respektlos behandelt. Besonders, da es sich um eine Person handelte, mit der sie zuvor ein professionelles Verhältnis gepflegt hatte.
Trotz dieser Erfahrung äußerte sich Elayna Black respektvoll über ihre Zeit bei WWE. Sie erinnerte daran, dass sie viele Träume verwirklichen konnte, die sie als Kind hatte. Auch wenn der ganz große Erfolg wie ein WrestleMania-Match oder ein Championship-Gewinn ausblieb, blickt sie mit Stolz auf ihre Zeit bei WWE zurück. Sie sagte: „Ich werde nie schlecht über WWE reden. Ich habe meine Zeit dort geliebt. Es war mein Kindheitstraum.“
„Ich werde nie schlecht über WWE reden.“
Hat sie aber bereits gemacht.
Weil sie ihre Sicht erzählt spricht sie schlecht über die WWE?
Sie verlor kein schlechtes Wort über die WWE, nur das sie die Umstände ihrer Kündigung fragwürdig findet. Was auch verständlich ist, sollte an den Plänen was dran sein.
Ebenso das sie auf Nachrichten keine Rückmeldung bekam ist nur eine Erfahrung ihrerseits mit der WWE.
Das Unternehmen selbst hat sie nicht angegriffen und wenn man schon nix mehr sagen darf, ohne haltlose Vorwürfe zu bekommen, läuft einiges falsch und das nicht bei der Performerin
Sie hat ihre Meinung geäußert, zu den Abläufen und Strukturen, ihr Unverständnis über ihre Entlassung und andere Dinge, die im Performance Center passiert sind. Jemanden oder eine Firma zu kritisieren, heißt nicht, das man schlecht darüber spricht.
Das ist leider eine weit verbreitete Meinung heutzutage, weil die Menschen Kritik nicht mehr ertragen können.