Drew McIntyre hat sich in den vergangenen Wochen gleich zu mehreren Themen öffentlich geäußert. Dabei ging es um das ursprünglich geplante Match gegen John Cena bei WWE Crown Jewel 2025, seinen erneuten Gewinn der Undisputed WWE Championship sowie um deutliche Worte in Richtung CM Punk im Zusammenhang mit WWE 2K26.
Reaktion auf das gestrichene John Cena Match bei Crown Jewel
In der No-Contest-Wrestling-Show hatte John Cena mit O’Shea Jackson Jr. und TJ Henderson offengelegt, dass ursprünglich ein Match gegen Drew McIntyre bei WWE Crown Jewel 2025 vorgesehen war. Später wurden die Pläne geändert und stattdessen wurde AJ Styles als Gegner angesetzt, nachdem Cena die Fans gefragt hatte, ob sie ihn gegen AJ Styles sehen wollten.
McIntyre wurde bei SHAK Wrestling direkt gefragt, wie er reagierte, als er erfuhr, dass er nicht mehr gegen Cena antreten würde. Dazu sagte er: „Ich kann die kreative Ausrichtung nicht ändern. Ich habe davon gesprochen, dass ich ein Match gegen John Cena möchte – dass ich diesen Moment am Mikrofon mit ihm will, nur um zu beweisen, wozu ich fähig bin. Ich möchte mich mit den Besten messen, und er ist oder war der Beste am Mikrofon.“
Er erklärte, dass er die Aussagen zu den Hintergründen der Planänderung zur Kenntnis genommen habe. Aus seiner Sicht sei die Entscheidung getroffen worden, nachdem festgestellt wurde, dass ein Teil des Publikums die Situation anders wahrgenommen hat als erwartet. Daraufhin sei die kreative Richtung angepasst worden. Das schließlich angesetzte Match gegen AJ Styles sei ein starkes Duell gewesen.
Trotz der verpassten Gelegenheit zeigte sich McIntyre nicht verbittert: „Ich könnte hier sitzen und sagen: ‚Verdammt, was wäre, wenn? Was wäre, wenn er meinen Namen getwittert hätte?‘ Aber die Realität ist, dass er zurückgetreten ist und ich World Champion bin. Also denke ich, dass es für Drew McIntyre ganz gut gelaufen ist.“
Auf die Nachfrage, ob ihm der ursprüngliche Plan bekannt gewesen sei, deutete er an, dass er ausreichend Einblick gehabt habe. Gleichzeitig betonte er, dass er sich unabhängig davon auf seine eigene Arbeit konzentriere und kontinuierlich weiterarbeite, unabhängig von kreativen Entscheidungen. Er stellte klar, dass er keinen Einfluss darauf nehmen könne, wie andere öffentlich agieren oder kommunizieren. Letztlich verwies er darauf, dass sich seine aktuelle Position positiv entwickelt habe und er den Verlauf der Ereignisse im Nachhinein als stimmig betrachte. Cena trat schließlich bei Crown Jewel gegen AJ Styles an und bestritt im Dezember 2025 sein offizielles Abschiedsmatch gegen GUNTHER.
Titelgewinn bei WWE SmackDown und dritte Regentschaft
Am 9. Januar gewann Drew McIntyre bei WWE SmackDown die Undisputed WWE Championship in einem Three Stages of Hell Match gegen Cody Rhodes. Damit begann seine dritte Regentschaft als Champion.
Diesbezüglich blickte er auf seinen erneuten Titelgewinn zurück. Dabei bedankte er sich zunächst bei jenen, die ihm trotz zwischenzeitlicher Rückschläge die Treue gehalten hätten. Gleichzeitig machte er deutlich, dass es viele gegeben habe, die im Laufe des Jahres 2025 an ihm gezweifelt oder sich von ihm abgewendet hätten, nachdem die Dynamik nach einem starken Jahr 2024 nachgelassen habe. Er betonte, dass er diese Reaktionen nicht vergesse, aber besonders jene wertschätze, die weiterhin an ihn geglaubt hätten, weil auch er selbst nie den Glauben an sich verloren habe.
Er erklärte zudem, dass im Wrestling bereits ein einziger Moment der Unkonzentriertheit oder des Selbstzweifels ausreiche, um ins Hintertreffen zu geraten. In einem Umfeld, in dem jeder im Kader um denselben Titel kämpfe, sei es entscheidend, dauerhaft fokussiert und arbeitsbereit zu bleiben. Er habe so lange weitergemacht, bis er sein Ziel erreicht habe.
Darüber hinaus nahm er Bezug auf Stimmen, die seinen Titelgewinn relativierten und den Einfluss von Jacob Fatu ins Spiel brachten. Er stellte klar, dass entsprechende Aussagen nicht von ihm stammten, sondern von Jacob selbst geäußert worden seien. Aus seiner Sicht habe er sich den Titel nicht nur gegen Cody Rhodes, sondern im Kontext der gesamten Situation auch gegen Jacob Fatu erkämpft.
Selbstverständnis, Zweifel und langfristige Perspektive
Auf die Frage, ob er zwischenzeitlich daran gezweifelt habe, noch einmal World Champion zu werden, räumte er ein, dass es durchaus Momente der Frustration gegeben habe. Es habe Situationen gegeben, in denen sich ein bestimmter Zeitpunkt absolut passend angefühlt habe, ohne dass es letztlich dazu kam. Dennoch habe er sich nie erlaubt zu denken, dass es grundsätzlich nicht mehr passieren würde.
Er verwies darauf, dass er genau wisse, wie lange er noch aktiv im Ring stehen wolle und wie lange sein aktueller Vertrag laufe. Deshalb komme es für ihn nicht infrage, sich mit einer bestimmten Rolle zufriedenzugeben oder sich dauerhaft in eine Nebenposition einordnen zu lassen. Zwar sei es ehrenhaft, in einer stabilen Position bei WWE zu stehen und andere zu unterstützen, doch für ihn persönlich sei das nie das angestrebte Ziel gewesen.
Er betonte, dass er seine eigenen Fähigkeiten genau kenne, sowohl im Ring als auch am Mikrofon, und sich der Reaktionen bewusst sei, die er bereits durch seine bloße Präsenz auslöse. In den vergangenen Jahren habe er mehr kreative Freiheit erhalten und sei überzeugt gewesen, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis er wieder den Titel gewinnen würde. Für ihn gehe es darum, langfristig eine Geschichte zu erzählen, auch wenn der Weg dorthin manchmal Geduld erfordere.
Klare Worte zu CM Punk
Im selben Interview sprach McIntyre auch über sein Talent für scharfe verbale Angriffe und darüber, wann ihm seine besten Einfälle kommen: „Unter der Dusche. Ja, ja. In 90 % der Fälle unter der Dusche. Ich rufe meiner Frau zu. Sie kommt herein und verdreht die Augen. Und wenn sie die Augen verdreht, weiß ich, dass ich einen Volltreffer gelandet habe.“
Er blickte zudem auf ein viel beachtetes Segment mit CM Punk und Seth Rollins in Chicago zurück. Dabei schilderte er, dass es sich aus seiner Sicht um eines der stärksten Wortgefechte der vergangenen zwei Jahrzehnte gehandelt habe. Besonders erinnerte er sich an eine spitze Bemerkung in Richtung Punk, in der er dessen Straight-Edge-Lebensstil thematisierte und diesen mit dessen wiederholten Verletzungspausen kontrastierte. Diese Pointe sei ihm eigenen Angaben zufolge zuvor unter der Dusche eingefallen, wo ihm nach eigener Aussage die meisten seiner schärfsten verbalen Einfälle kämen.
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