Drew McIntyre erklärt das Booking der WWE und reagiert auf Fan-Kritik

Drew McIntyre sitzt und schaut in Richtung Ring

Drew McIntyre hat sich im Vorfeld von WrestleMania 42 ausführlich zu seiner Zukunft im Wrestling, seinem jüngsten Titelverlust sowie zur kreativen Ausrichtung bei WWE geäußert. Der frühere Undisputed WWE Champion stellte dabei klar, dass er trotz seines Alters weiterhin motiviert ist und keinen Grund sieht, seine Karriere zu verlangsamen. Gleichzeitig ordnete er die Kritik an seinem Titelverlust ein und gab Einblicke in seine aktuelle Rolle innerhalb der Storylines.

Keine Rücktrittsgedanken trotz 40. Geburtstag

Seit seinem 40. Geburtstag sieht sich Drew McIntyre vermehrt mit Spekulationen über ein mögliches Karriereende konfrontiert. In einem Gespräch mit Chris Van Vliet im Vorfeld von WrestleMania 42 wurde er direkt darauf angesprochen, wie lange er noch aktiv sein wolle. Dabei machte McIntyre deutlich, dass er aktuell keinerlei Pläne für einen Rücktritt hat.

Er erklärte, dass er sich körperlich weiterhin in sehr guter Verfassung befinde und sich kreativer denn je fühle. Auch wenn seine Ehefrau davon ausgehe, dass seine Karriere möglicherweise früher enden könnte, sehe er selbst derzeit keinen Anlass, kürzerzutreten. Entscheidend sei für ihn, dass sowohl sein persönliches Umfeld als auch die Fans weiterhin zufrieden seien.

„Ich weiß, dass meine Frau das Gefühl hat, dass es viel kürzer sein wird, als ich es mir wahrscheinlich vorstelle, vor allem angesichts dessen, wie ich mich gerade fühle und wie kreativ erfüllt ich in letzter Zeit bin. Aber solange ich glücklich bin, solange sie glücklich ist und solange die Fans mit dem, was ich tue, zufrieden sind, sehe ich keinen Grund, in nächster Zeit einen Gang zurückzuschalten, vor allem wenn ich sehe, wie andere in diesem Alter immer noch so gut in Form sind, denn wir haben bei den Sportlern einfach enorme Fortschritte gemacht. Schau dir zum Beispiel LeBron James oder Ronaldo an, die genauso alt sind wie ich, und sie sind immer noch auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.“

Veränderte Sichtweise auf Niederlagen und Storylines

Im weiteren Verlauf sprach McIntyre darüber, wie sich seine Einstellung im Laufe seiner Karriere verändert hat. Während ihn Rückschläge früher stärker belastet hätten, nehme er sie heute anders wahr und ordne sie stärker in den Gesamtkontext der Story ein.

Für ihn stehe nicht mehr allein das Ergebnis im Vordergrund, sondern die Wirkung auf das Publikum. Entscheidend sei, ob eine Geschichte funktioniert und die Zuschauer emotional eingebunden bleiben. Er machte deutlich, dass das größte Problem im Wrestling nicht Niederlagen seien, sondern ausbleibende Reaktionen der Fans.

Reaktionen auf Titelverlust und Kritik am WWE-Booking

Nach seiner Niederlage gegen Cody Rhodes bei WWE Friday Night SmackDown am 6. März 2026 verlor Drew McIntyre den Undisputed WWE Championship. Im Anschluss daran entwickelte sich online eine intensive Diskussion über die Entscheidung, wobei einige Stimmen ihn als sogenannten Übergangs-Champion bezeichneten.

Im Gespräch mit Chris Van Vliet ging McIntyre offen auf diese Reaktionen ein. Er bestätigte, dass er die Enttäuschung der Fans wahrnimmt und schätzt, machte jedoch zugleich deutlich, dass die finalen Entscheidungen nicht bei ihm liegen: „Ich treffe diese Entscheidungen nicht. Triple H hat nicht ohne Grund das Sagen. Aber dass die Fans sich in meinem Namen enttäuscht zeigen – das weiß ich zu schätzen. Manchmal bin ich persönlich genauso enttäuscht.“

McIntyre erklärte, dass er in den kreativen Prozess eingebunden ist und seine eigene Sichtweise einbringen kann. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die endgültige Richtung von den Verantwortlichen vorgegeben wird und die Zusammenarbeit auf einem Austausch basiert.

Einordnung seiner Titelregentschaft und Blick auf WrestleMania

Auch auf die Kritik an seiner Regentschaft reagierte McIntyre direkt. Er widersprach der Darstellung, seine Zeit als Champion sei lediglich eine Übergangsphase gewesen, und ordnete sie stattdessen als Teil einer größeren Geschichte ein. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er sich persönlich gewünscht hätte, als Champion bei WrestleMania anzutreten.

Mit Blick auf WrestleMania 42 erklärte McIntyre, dass die WWE bewusst auf mehrere große Matches setze, um die zweitägige Veranstaltung entsprechend aufzubauen. Dadurch entstünden verschiedene bedeutende Begegnungen statt einer alleinigen Fokussierung auf ein Titelmatch.

McIntyre machte deutlich, dass seine aktuelle Storyline aus seiner Sicht nachvollziehbar aufgebaut sei und sich logisch weiterentwickelt habe. Besonders seine Aktionen gegenüber Cody Rhodes hätten bewusst den Grundstein für die nächsten Entwicklungen gelegt. Daraus habe sich schließlich auch das Match gegen Jacob Fatu ergeben, das als direkte Fortsetzung dieser Geschichte zu verstehen sei.

Weitere Perspektiven und mögliche neue Fehden

Für WrestleMania 42 ist bestätigt, dass Cody Rhodes seinen Titel gegen Randy Orton verteidigen wird, während Drew McIntyre in einem Unsanctioned Grudge Match auf Jacob Fatu trifft.

Abseits davon deutete McIntyre auch weiteres Potenzial für zukünftige Storylines an. Insbesondere eine mögliche Auseinandersetzung mit SmackDown-General-Manager Nick Aldis steht im Raum. Zwischen beiden bestehen bereits Spannungen, die sich aus Aldis’ Rolle als Autoritätsperson ergeben.

McIntyre zeigte Interesse an einem möglichen Match und verwies auf die spürbare Reaktion des Publikums bei ihren bisherigen TV-Segmenten. Zudem hob er ihre gemeinsame Vergangenheit hervor und stellte die Frage, ob Aldis nach längerer Inaktivität im Ring mit einem vierfachen ehemaligen World Champion mithalten könne.

Gleichzeitig würdigte er Aldis’ Karriere als prägender NWA World Champion der modernen Ära, stellte jedoch infrage, ob mögliche Ringpraxis-Defizite in einem direkten Duell eine Rolle spielen könnten.

Fokus bleibt auf Reaktionen der Fans

McIntyre betonte, wie wichtig ihm die Reaktionen der Fans sind. Er betonte, dass er genau beobachtet, wie seine Storylines aufgenommen werden, und es ihm sehr wichtig ist, dass sie beim Publikum funktionieren. Sollte er den Eindruck gewinnen, dass eine Geschichte nicht ankommt oder keinen Sinn ergibt, würde er dies offen ansprechen.

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