Drew McIntyre war viele Wochen lang nicht im WWE-Fernsehen zu sehen. Inzwischen ist er bei SmackDown zurückgekehrt. Während viele eine Verletzung als Grund für seine Abwesenheit vermuteten, klärte McIntyre in einem Interview mit Sports Illustrated nun über die Gründe auf: Es handelte sich um eine bewusst geplante Auszeit. Er zog sich für fünf bis sechs Wochen zurück, um sich das WWE-Produkt intensiv anzuschauen, sich selbst zu reflektieren und neue Energie zu tanken.
„Jetzt, wo ich 5, 6 Wochen weg war, habe ich einen Schritt zurück gemacht. Ich habe mir die Landschaft angeschaut. Ich habe gesehen, was in letzter Zeit passiert ist, und ich bin mit einer neuen Einstellung zurückgekommen“, erklärte McIntyre. Sein erklärtes Ziel sei es, erneut WWE Champion zu werden. Er betonte, dass er sich das holen werde, was er sich verdient habe.
Neuer Fokus, neue Disziplin – McIntyre über seine körperliche Transformation
Besonders betonte der schottische Superstar, dass es sich um keine Reha-Zeit handelte, sondern um eine bewusste Phase der Weiterentwicklung. Er analysierte eigene Matches, stellte fest, dass er sich bisher unbewusst zurückgehalten habe und suchte professionelle Hilfe, um sein Potenzial vollständig auszuschöpfen. Zum ersten Mal in seiner Karriere arbeitet McIntyre nun mit einem Ernährungsberater und einem Personal Trainer zusammen.
„Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine Diät gemacht oder mit einem Personal Trainer zusammengearbeitet. In den letzten fünf Wochen habe ich mir zum ersten Mal professionelle Unterstützung geholt“, erklärte McIntyre. Er versprach, dass die Fans deutlich sehen werden, wie sehr sich sein Körper verändert hat.
Der Konkurrenz einen Schritt voraus – McIntyre kämpft nur noch gegen sich selbst
McIntyre machte deutlich, dass er sich nicht länger mit anderen WWE-Stars wie Cody Rhodes, John Cena oder Roman Reigns vergleicht. Stattdessen liegt sein Fokus nur noch auf sich selbst. „Ich bin eine weiterentwickelte Version von Drew McIntyre. Ich trete nicht mehr gegen andere an – mein einziger Maßstab bin ich selbst. Und ich glaube nicht, dass irgendjemand mit mir mithalten kann.“
3MB-Reunion als Abschiedsgeschenk – McIntyre spricht über seine alten Weggefährten
Neben seinen sportlichen Ambitionen sprach Drew McIntyre auch über eine mögliche Wiedervereinigung mit seinen ehemaligen 3MB-Kollegen Jinder Mahal und Heath Slater. Nachdem er kürzlich an Jinders Hochzeit teilgenommen hatte, sei das Thema immer wieder aufgekommen.
Er stellte jedoch klar, dass eine Rückkehr von 3MB für ihn nur dann infrage kommt, wenn er kurz vor dem Ende seiner Karriere steht. „Ich werde meinen Weg gehen und alles erreichen, was ich mir vorgenommen habe. Aber wenn der Moment kommt, an dem ich das Gefühl habe, es ist Zeit für meinen Abschied, dann hole ich meine Jungs zurück. Wir bringen 3MB noch einmal zusammen – ich lasse mich nicht mehr schlagen, Heath kassiert die Treffer, vielleicht auch Jinder. Ich bleibe einfach auf dem Apron, spiele Luftgitarre und genieße es.“
Nostalgie-Faktor: Die neue Sicht auf 3MB
McIntyre zeigte sich überrascht darüber, wie positiv viele Fans heute auf 3MB zurückblicken – ein Team, das zu seiner aktiven Zeit oft als Comedy-Act verspottet wurde. „Das Lustige an der Nostalgie ist, dass jeder glaubt, wir seien wie The Shield. Die Leute sagen mir: ‚Ich liebe 3MB. Ihr wart unglaublich.‘ Und sie meinen das wirklich so. Ich kann erkennen, ob jemand lügt – das habe ich im Wrestling gelernt.“
Er ist sich bewusst, dass viele Fans damals Kinder waren und die Dinge anders wahrgenommen haben als Erwachsene. „Sie waren nicht im Internet und haben sich über alles beschwert. Sie sind damit aufgewachsen, dass 3MB anders gesehen wird.“
Eine Wiedervereinigung würde für McIntyre keine Rückkehr in alte Muster bedeuten, sondern einen emotionalen Abschluss seiner Karriere.