Neue Berichte erklären genauer, wie sich MJF bei Dynamite tatsächlich am Knie verletzte und warum sein Einsatz bei Forbidden Door trotzdem nicht gefährdet sein soll. Außerdem äußerte sich Dave Meltzer zu den Spekulationen rund um ein mögliches letztes Match von Mick Foley.
MJF verletzte sich nicht bei der Absperrung
Nach dem Dynamite-Match zwischen MJF und RUSH am 3. Juni fragten sich viele Fans, bei welchem Moment sich MJF tatsächlich verletzt hatte. Besonders der harte Tombstone-Spot an der Absperrung stand dabei im Mittelpunkt der Diskussionen.
Fightful Select stellte inzwischen klar, dass die Verletzung nicht bei dieser Aktion entstanden sei. Dem Bericht zufolge zog sich MJF die Knieverletzung durch einen Kniestoß von RUSH in der Ringecke zu. Dabei kam es zu einer Überstreckung des Knies. Die Situation wurde als unglücklicher Unfall beschrieben.
RUSH treffe laut den Berichten keinerlei Schuld oder Kritik. Trotz der Verletzung konnte MJF seinen AEW World Championship Belt erfolgreich verteidigen. Im No-Countout-Match besiegte er RUSH schließlich mit einem Crossface.
Nach dem Match war allerdings deutlich zu erkennen, dass MJF angeschlagen war. Das Knie soll aktuell geschwollen sein und ihm weiterhin Schmerzen bereiten. AEW beobachtet die Situation laut Fightful aufmerksam. Trotz der Blessur soll MJF weiterhin in den kommenden TV-Shows auftreten.
Forbidden Door offenbar nicht gefährdet
Die größte Frage nach der Verletzung betraf natürlich MJFs Status für AEW Forbidden Door am 28. Juni in San Jose. Dave Meltzer berichtete im Wrestling Observer Newsletter, dass AEW intern aktuell nicht davon ausgehe, dass die Verletzung größere Auswirkungen auf das Pay-per-View haben werde. Laut Meltzer sei MJF weiterhin fest für die Show eingeplant.
Die interne Einschätzung laute sogar, dass er „zu hundert Prozent“ das absolvieren werde, was ursprünglich für ihn geplant gewesen sei. Welches Match genau vorgesehen ist, wurde bislang allerdings noch nicht bekannt gegeben. Für AEW wäre ein Ausfall von MJF ein erheblicher Rückschlag gewesen.
Als amtierender AEW World Champion gehört er aktuell zu den wichtigsten Figuren der gesamten Promotion. Gerade Forbidden Door zählt außerdem zu den größten und wichtigsten AEW-Events des Jahres. Die aktuellen Aussagen gelten deshalb für viele Fans als beruhigendes Zeichen.
Dave Meltzer glaubt an Mick Foleys letztes Match
Im Wrestling Observer Radio sprach Dave Meltzer außerdem über die anhaltenden Spekulationen rund um Mick Foley. Dabei ging es um die Möglichkeit, dass Foley tatsächlich noch einmal in den Ring zurückkehren könnte.
Meltzer erklärte offen, dass er inzwischen davon ausgehe, dass es wirklich zu einem Match zwischen Mick Foley und MJF kommen könnte. Als Grund nannte er unter anderem mehrere Interviews von Foley sowie die Tatsache, dass eine mögliche Fehde zwischen beiden offenbar bereits seit Jahren intern diskutiert werde.
Bereits WrestleVotes Radio hatte berichtet, dass man innerhalb von AEW davon ausgehe, Foley habe sich längst für ein letztes Match entschieden. Als möglicher Austragungsort wurde dabei AEW All In am 30. August im Wembley Stadium genannt.
Besonders optimistisch zeigte sich Meltzer beim möglichen Aufbau der Fehde. Vor allem die Promos zwischen Foley und MJF könnten laut ihm außergewöhnlich stark werden. Größere Zweifel habe er dagegen beim eigentlichen Match selbst.
Gesundheit und Tourplan könnten zum Problem werden
Meltzer und Garrett Gonzales sprachen außerdem über die Schwierigkeiten, die einem solchen Match im Weg stehen könnten. Ein großes Problem sei Foleys aktueller Lebensstil. Er sei fast das gesamte Jahr unterwegs.
Laut Meltzer habe Foley ihm persönlich erzählt, dass er im vergangenen Jahr rund 330 Tage auf Reisen gewesen sei. Für ein ernsthaftes Wrestling-Match müsste Foley deshalb zunächst deutlich kürzertreten und gezielt trainieren. Meltzer glaubt deshalb, dass Foley wahrscheinlich eine längere Pause von seinen Touren bräuchte. Dazu kommen gesundheitliche Risiken.
Foley hat in seiner Karriere zahlreiche Gehirnerschütterungen erlitten und kämpft zusätzlich seit Jahren mit Knie- und Hüftproblemen. Zwar könnte er versuchen, bestimmte gefährliche Aktionen zu vermeiden, komplett ohne harte Stürze werde ein Match jedoch kaum möglich sein.
Meltzer erklärte außerdem, dass Foleys deutlicher Gewichtsverlust zwar positiv wirke und ihn beweglicher aussehen lasse, dies aber auch ein falsches Bild vermitteln könne. Nur weil Foley schlanker wirke, bedeute das nicht automatisch, dass sein Körper wieder hohe Belastungen problemlos aushalte.
Beim Thema möglicher Matchpartner sprach Meltzer auch über Darby Allin und Will Ospreay. Seiner Meinung nach wäre Ospreay die deutlich sicherere Wahl. Bei einem Match mit Darby Allin bestehe die Gefahr, dass Foley wieder denselben Ehrgeiz entwickle wie früher Sting.
Sting habe laut Meltzer nie akzeptieren wollen, im Alter körperlich weniger leisten zu können, und sich deshalb immer wieder zu riskanten Aktionen hinreißen lassen.

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