Der Konkurrenzkampf zwischen WWE und AEW sorgt regelmäßig für Diskussionen, besonders wenn beide Promotions mit ihren Shows direkt aufeinandertreffen. Darby Allin sieht diese Situation jedoch deutlich entspannter und erklärt, warum zusätzlicher Druck für ihn sogar etwas Positives haben kann. Seine Haltung hängt dabei eng mit seinem Blick auf Wrestling und seiner eigenen Rolle bei AEW zusammen.
Darby Allin begrüßt den Druck durch WWE
Im Gespräch mit Adrian Hernandez wurde Allin konkret auf die Entscheidung angesprochen, WWE und AAA mit Worlds Collide am 26. September im Großraum Chicago gegen AEW All Out antreten zu lassen. Während die Terminierung innerhalb der Wrestling-Welt erneut Diskussionen ausgelöst hat, reagierte Allin überraschend positiv.
Er machte deutlich, dass er solche Situationen ausdrücklich mag. Aus seiner Sicht entstehen besonders dann starke Leistungen, wenn der Druck zunimmt und alle Beteiligten das Gefühl haben, liefern zu müssen. Wenn ein Unternehmen mit dem Rücken zur Wand stehe, könne genau daraus zusätzliche Motivation entstehen.
Allin beschrieb die direkte Konkurrenz deshalb nicht als Belastung, sondern vielmehr als Herausforderung. Für ihn besitzt die Situation sogar einen gewissen Reiz, weil sie alle Beteiligten dazu zwingt, sich besonders anzustrengen.
Für ihn ist entscheidend, was AEW selbst aus dieser Situation macht. Statt sich darüber zu ärgern, dass ein anderer Veranstalter am selben Tag um dasselbe Publikum kämpft, richtet er den Blick darauf, wie das eigene Unternehmen darauf reagieren kann.
Wrestling bestimmt nicht Allins gesamtes Leben
Ein wichtiger Grund für diese gelassene Haltung liegt offenbar in Allins grundsätzlichem Verhältnis zum Wrestling. Im Interview machte er deutlich, dass seine gesamte Identität nicht davon abhänge, was innerhalb der Wrestling-Blase diskutiert werde.
Allin besitzt zahlreiche Interessen außerhalb des Rings und beschäftigt sich intensiv mit Skateboarding, Extremsport und anderen Projekten. Deshalb könne er manche der sehr emotional geführten WWE gegen AEW Debatten aus einer gewissen Distanz betrachten.
Für ihn ist Wrestling zwar ein zentraler Teil seines Lebens, aber nicht sein gesamtes Leben. Genau diese Einstellung helfe ihm dabei, Konkurrenzentscheidungen nicht als persönlichen Angriff zu verstehen. Statt sich in Diskussionen über Unternehmenspolitik zu verlieren, konzentriere er sich lieber auf seine eigene Arbeit und die Dinge, die ihm außerhalb des Wrestlings wichtig seien.
Allin sieht seine Zukunft weiterhin klar bei AEW
Diese entspannte Haltung gegenüber WWE bedeutet allerdings keineswegs, dass Allin an seiner Bindung zu AEW zweifelt. In einem weiteren aktuellen Interview mit 8 News Now Las Vegas wurde er darauf angesprochen, ob er sich langfristig überhaupt bei einem anderen Wrestling-Unternehmen sehen könne. Seine Antwort fiel eindeutig aus.
AEW ermöglicht ihm Freiheiten außerhalb des Rings
Allin machte deutlich, dass es derzeit keinen anderen Ort gebe, an dem er lieber arbeiten würde. Ein entscheidender Grund dafür sei die Freiheit, die AEW ihm auch außerhalb des Rings ermögliche. Allin konnte während seiner bisherigen Zeit bei der Promotion außergewöhnliche Projekte verfolgen, ohne dass er seine Wrestling-Karriere dafür vollständig zurückstellen musste.
Besonders deutlich wurde dieser Punkt bei seiner Mount-Everest-Expedition. Allin hatte sich jahrelang auf die Besteigung vorbereitet und konnte dieses Ziel trotz eines laufenden Wrestling-Vertrags verfolgen.
Für ihn ist genau diese Freiheit ein wichtiger Bestandteil seiner Loyalität gegenüber AEW. Er möchte nicht ausschließlich als Wrestler betrachtet werden, sondern auch Raum für andere Leidenschaften behalten.
Diese Einstellung unterscheidet ihn von vielen anderen Topstars, deren Karriereplanung nahezu vollständig auf Wrestling ausgerichtet ist. Allin macht dagegen immer wieder deutlich, dass er seine Zeit im Ring bewusst als begrenzten Abschnitt seines Lebens betrachtet.
Vor diesem Hintergrund wird auch verständlicher, warum Allin die WWE-Gegenprogrammierung nicht als Bedrohung empfindet. Für ihn scheint es weniger um einen ideologischen Kampf zwischen zwei Promotions zu gehen, sondern vielmehr darum, unter schwierigen Bedingungen die bestmögliche Leistung zu zeigen.

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