Damian Priest gibt ehrlichen Einblick in seine körperlichen Probleme, spricht über Verletzungen und seinen eingeschränkten WWE-Einsatz

DamianPriest bereitet sich während seines Matches auf eine Aktion vor

Damian Priest hat erstmals ausführlich und öffentlich über seinen aktuellen Gesundheitszustand gesprochen. Der WWE-Star bestätigte, dass er mit mehreren langwierigen Verletzungen zu kämpfen hat, und erklärte, warum die WWE seinen Einsatz im Ring inzwischen bewusst eingeschränkt hat. Im Gespräch mit Big Nick Turturro gewährte Priest einen seltenen Einblick in die körperlichen Belastungen, die sich über Jahre aufgebaut haben.

Dabei machte er deutlich, dass es ihm nie leichtfiel, über Schmerzen oder Verletzungen zu sprechen, da er während seiner gesamten WWE-Zeit kaum Pausen zugelassen hat: „Es ist bedauerlich. Ich spreche nicht gerne darüber und mache keine Pausen. Seit ich bei der WWE bin, habe ich buchstäblich keinen einzigen Tag freigenommen. Ich habe nie um eine Auszeit gebeten, weil ich Schmerzen hatte.“

Damian Priests Aussage verdeutlicht eine im Pro-Wrestling lange verbreitete Arbeitsmentalität. Viele Wrestler arbeiten trotz anhaltender Schmerzen weiter, um ihren Platz im TV nicht zu verlieren oder nicht als verletzungsanfällig zu gelten. Gerade bei schleichenden Verletzungen gibt es oft keinen klaren Zeitpunkt, an dem eine sofortige Pause erfolgt. Stattdessen verschlechtern sich die Beschwerden über Monate oder Jahre hinweg. Priests Worte machen deutlich, dass er Warnsignale seines Körpers über einen langen Zeitraum ignoriert hat. Die aktuelle Entscheidung der WWE, seinen Ringplan zu reduzieren, kann daher als Reaktion auf diese Dauerbelastung und als Maßnahme zum langfristigen Schutz seiner Gesundheit verstanden werden.

Schulter, Knie und Rücken bereiten anhaltende Probleme

Im weiteren Verlauf des Gesprächs schilderte Damian Priest offen, wie stark sein Körper inzwischen gezeichnet ist. Besonders Schulter, Knie und Rücken bereiten ihm seit längerer Zeit erhebliche Probleme. Priest erklärte, dass sich diese Verletzungen nicht auf einen einzelnen Vorfall zurückführen lassen, sondern das Resultat jahrelanger Dauerbelastung sind: „Dieses Jahr hat das Unternehmen beschlossen, dass ich etwas kürzertreten muss, weil ich schon seit langer Zeit hart arbeite. Ich habe mir in den letzten anderthalb Jahren mehrmals die Schulter gerissen. Meine Knie sind kaputt. Mein Rücken ist in schlechtem Zustand. Ich müsste viel behandeln lassen, aber ich entscheide mich dagegen, es sei denn, es ist absolut notwendig.“

WWE greift ein und reduziert bewusst seinen Ringplan

Damian Priest verdeutlichte, dass die Entscheidung, seinen Einsatz im Ring zu begrenzen, nicht von ihm selbst ausging. Vielmehr habe die WWE aktiv eingegriffen, um ihn langfristig zu schützen. Laut Priest sei ihm dabei signalisiert worden, dass man mit seiner Arbeit sehr zufrieden sei, gleichzeitig aber vermeiden wolle, dass sich sein Zustand weiter verschlechtert: „Dieses Jahr hat mir das Unternehmen im Grunde mitgeteilt: ‚Wir sind zufrieden mit dir, aber wir müssen sicherstellen, dass du durchhältst.‘ Sie zwingen mich, es ruhig anzugehen, und das ist nicht gerade einfach, wenn man es liebt, da draußen zu stehen und aufzutreten.“

Fokus auf Reha und Behandlung

Trotz der Vielzahl an Beschwerden verfolgt Damian Priest weiterhin einen klaren Ansatz im Umgang mit seinen Verletzungen. Operationen möchte er nach Möglichkeit vermeiden und setzt stattdessen auf Rehabilitationsmaßnahmen und medizinische Behandlungen, um im WWE-TV präsent bleiben zu können: „Wenn ich keine Operation brauche, werde ich sie nicht machen. Ich werde eine Lösung finden, Reha, Behandlung, was auch immer nötig ist, damit ich weitermachen kann.“

Weniger Matches im Jahr 2025 bewusst wahrnehmbar

Fans haben im Verlauf des Jahres 2025 bereits bemerkt, dass Damian Priest deutlich seltener Matches bestreitet als in früheren Jahren. Priest bestätigte diesen Eindruck und erklärte, dass sich sein WWE-Alltag vor allem durch diese Veränderung unterscheide: „Ich bin immer noch regelmäßig im WWE-TV zu sehen, nur nicht mehr so oft im Ring wie früher. Das ist wirklich der einzige Unterschied. Ich liebe es, aufzutreten. Ich liebe es, mich körperlich zu betätigen. Also ja, es ist schwer für mich.“

Sein bislang letztes Match absolvierte Priest in der Ausgabe von WWE Friday Night SmackDown am 12. Dezember 2025, als er gemeinsam mit Rhea Ripley ein Mixed Tag Team Match gegen Aleister Black und Zelina Vega gewann.

Verletzungen spielten bereits in früheren Fehden eine Rolle

Die aktuellen Aussagen von Damian Priest stehen im Zusammenhang mit früheren Berichten, wonach er bereits während eines Großteils seiner Fehde mit Drew McIntyre mit Verletzungen zu kämpfen hatte. In dieser Phase soll er weitere körperliche Schäden erlitten und bestehende Beschwerden verschlimmert haben, während er weiterhin regelmäßig im Ring stand.

Vor diesem Hintergrund erscheint die Entscheidung der WWE, Priests Ringbelastung zu reduzieren, als präventive Maßnahme, um seine Gesundheit langfristig zu sichern und seine Karriere über das Jahr 2025 hinaus zu erhalten.