Cody Rhodes richtet den Blick vor WrestleMania 42 klar auf seine Titelverteidigung gegen Randy Orton und auf die Rolle, die seine aktuelle Regentschaft für seine Identität in der WWE spielen soll. In einem Auftritt bei Complex’s Graps The Podcast sprach der Undisputed WWE-Champion über den möglichen Spitznamen „Golden Boy“, über sein Vertrauen in die Qualität von WrestleMania 42 und über seine Erwartungen an das Wochenende im Allegiant Stadium in Las Vegas. Dabei wurde auch deutlich, wie persönlich das Match gegen Orton für ihn ist und warum Rhodes die diesjährige Großveranstaltung für potenziell historisch hält.
Rhodes hatte sich den Undisputed WWE Championship in der SmackDown-Ausgabe vom 6. März 2026 von Drew McIntyre zurückgeholt. Bei WrestleMania 42 trifft er nun auf Randy Orton, der sich sein Titelmatch zuvor als Elimination Chamber Sieger verdient hatte. Mehrere der Aussagen, die Rhodes nun im Podcast tätigte, drehen sich um genau dieses Match, aber auch um seine eigene Entwicklung als Champion und um seine Sicht auf die gesamte WrestleMania-Card.
Cody Rhodes und die Idee hinter dem „Golden Boy“
Ein zentrales Thema des Interviews war Cody Rhodes’ Überlegung, den Begriff „Golden Boy“ rund um WrestleMania 42 bewusst für sich zu nutzen. Rhodes erklärte, dass er noch immer nach der passenden Identität für seine aktuelle Regentschaft suche. Obwohl der Ausdruck ursprünglich abwertend gemeint gewesen sei, habe er ihn positiv aufgenommen. Er könne sich vorstellen, den Spitznamen anzunehmen und ihn sogar in seine WrestleMania-Präsentation einfließen zu lassen, um seiner Titelregentschaft ein klareres Profil zu geben.
Damit machte Rhodes deutlich, dass er das Label nicht als bloßen Nebenaspekt betrachtet. Vielmehr könnte es ein bewusster Teil seines Auftritts bei WrestleMania 42 werden. Nach seinen Worten passt der Begriff aus seiner Sicht zu seiner aktuellen Position, weil er sich selbst derzeit in einer besonders starken Phase seiner Karriere sieht.
Keine Alternative zum Titelgewinn und eine mögliche neue Identität
Im Zusammenhang mit seinem jüngsten Titelgewinn sprach Rhodes auch darüber, wie wichtig ihm der Erfolg gegen Drew McIntyre war. Dabei erklärte er offen, dass er für WrestleMania 42 keinen alternativen Weg im Kopf hatte, falls er den Titel nicht gewonnen hätte. Für ihn wäre ein Scheitern kein kleiner Rückschlag, sondern ein klarer Fehlschlag gewesen, der womöglich sogar Auswirkungen auf seine Figur gehabt hätte.
Warum Rhodes WrestleMania 42 für historisch hält
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war Rhodes‘ Gesamtbewertung von WrestleMania 42. Bereits in einem früheren Interview mit Brandon Walker bei „Mostly Sports“ hatte er angedeutet, dass die Show eine „Sleeper Mania“ werden könnte. Im Podcast präzisierte er diese Formulierung und erklärte, was er damit meinte.
Cody Rhodes stellte klar, dass diese Bezeichnung missverstanden werden könne. Er habe damit nicht gemeint, dass die Show unscheinbar sei, sondern dass sie möglicherweise besser werde, als viele zunächst erwarten. Er verwies auf mehrere große Matches, darunter CM Punk gegen Roman Reigns sowie sein eigenes Titelmatch gegen Randy Orton. Zudem hob er weitere Begegnungen und mögliche Entwicklungen rund um Stars wie Stephanie Vaquer, Liv Morgan, Jacob Fatu und Sami Zayn hervor. Seiner Meinung nach könnte WrestleMania 42 vor allem im Ring außergewöhnlich stark werden und sich durch intensives „Bell-to-Bell“-Wrestling auszeichnen. Gleichzeitig betonte er, dass das typische Spektakel der Veranstaltung erhalten bleibe und sogar einige besondere Gastauftritte geplant seien. Insgesamt zeigte sich Rhodes überzeugt, dass diese WrestleMania zu den besten aller Zeiten gehören könnte:
„Ich denke, man sieht eine Mania, die von Anfang bis Ende die beste ist, die es je gab. Wrestling von Anfang bis Ende. Gut, die Art von Sachen, mit denen ich aufgewachsen bin, Wrestling, von Anfang bis Ende. Für Leute, die wegen all der anderen Pracht und dem Spektakel kommen, das WrestleMania ausmacht, ist auch das alles dabei. Ich habe einige Namen auf einer Liste potenzieller Gäste gesehen, die mich persönlich für WrestleMania wirklich begeistern. Von Anfang bis Ende, ich glaube, sie werden eine der besseren Manias bekommen, wenn nicht sogar die beste Mania aller Zeiten. Ich würde mir diese WrestleMania wegen des Potenzials von Je’Von, Oba, Kit Wilson und anderen Jungs und Mädchen ansehen, die hoffentlich in zehn Jahren hier sitzen und über das Main Event von WrestleMania sprechen werden“, sagte Cody.
Nach seiner Einschätzung könnte WrestleMania 42 gerade aus sportlicher Sicht außergewöhnlich stark werden. In anderen Berichten zu demselben Podcast-Auftritt wurde zudem hervorgehoben, dass Rhodes trotz kreativer Veränderungen und Verletzungen in der Vorbereitung großes Vertrauen in die Card habe. Ebenso wurde beschrieben, dass die Show auf dem Papier womöglich nicht auf jeden sofort überwältigend wirke, aus seiner Sicht aber besser werden könne, als viele zunächst erwarten.
Für WrestleMania 42 sind der 18. und 19. April 2026 im Allegiant Stadium in Las Vegas angesetzt. Rhodes’ Titelverteidigung gegen Randy Orton ist für den Main Event von Night 1 vorgesehen. Als weiteres zentrales Titelmatch wurde CM Punk gegen Roman Reigns um den World Heavyweight Championship genannt, das voraussichtlich den zweiten Abend anführen soll.
Die Bedeutung der Fans und der Blick auf künftige Stars
Neben seinen sportlichen Erwartungen sprach Rhodes auch darüber, was WrestleMania für die Fans während der gesamten Woche bedeuten soll. Ihm geht es dabei nicht nur um die großen Namen oder um einzelne Top-Matches, sondern auch darum, dass möglichst jeder Zuschauer etwas findet, das ihm an WWE gefällt, besonders diejenigen, die zum ersten Mal bei einer solchen Veranstaltung dabei sind.
Damit verknüpfte Rhodes die aktuelle WrestleMania nicht nur mit den etablierten Superstars, sondern auch mit der nächsten Generation, die nach seiner Ansicht in Zukunft selbst im Mittelpunkt der größten WWE-Show des Jahres stehen könnte.
Sami Zayn erhält trotz Spannungen großes Lob
Trotz der zuletzt angespannten Storyline-Situation zwischen Cody Rhodes und Sami Zayn äußerte sich der WWE-Champion im Podcast sehr anerkennend über den SmackDown-Star. Die Spannungen zwischen beiden hatten sich in den vergangenen Wochen unter anderem nach Rhodes’ Sieg in einem Elimination-Chamber-Qualifikationsmatch gegen Zayn sowie nach weiteren verbalen Auseinandersetzungen verstärkt. Dennoch hob Rhodes hervor, wie sehr er Zayns Fähigkeiten im Ring schätze, und bezeichnete ihn als außergewöhnlichen Performer, der selbst in schwierigen Momenten mit dem Publikum überzeugen könne.
Randy Orton als Gegner, Mentor und Maßstab
Besonders persönlich wurde Rhodes, als er über Randy Orton sprach. Die Geschichte zwischen beiden reicht bis zu Rhodes’ erstem im Fernsehen übertragenen Match gegen Orton im Juli 2007 zurück. Später standen beide gemeinsam mit Ted DiBiase Jr. in der Gruppierung The Legacy. Rhodes schilderte, dass er Orton zunächst als Fan beobachtet und sich daraus im Laufe der Zeit eine echte Freundschaft entwickelt habe. Zugleich hob er hervor, dass Ortons Fähigkeit, Wrestling zu lehren, für ihn stets prägend gewesen sei.
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