Cody Rhodes über WWE-Entwicklung: Klare Worte zu Kritik und AEW-Abgang

Cody Rhodes mit einer klaren Ansage am WWE Mikrofon

Cody Rhodes hat sich in mehreren Interviews umfassend zu aktuellen Diskussionen rund um WWE geäußert. Dabei ging er sowohl auf die Kritik an einer angeblich alternden Main-Event-Szene ein, als auch auf die Hintergründe seines AEW-Abgangs und seine bewusste Präsentation im WWE-TV. Seine Aussagen sind relevant, da sie Einblicke in strategische Entwicklungen innerhalb der WWE sowie persönliche Entscheidungen hinter den Kulissen liefern.

Cody Rhodes über Kritik an der WWE-Main-Event-Szene

Im Rahmen seines Auftritts bei „The Breakfast Club“ reagierte Cody Rhodes auf die Diskussion um eine vermeintlich überalterte Main-Event-Szene der WWE. Dabei widersprach er nicht grundsätzlich der Wahrnehmung, interpretierte sie jedoch anders und betonte den Wert von Erfahrung.

Rhodes erklärte, dass Erfahrung im Wrestling traditionell eine zentrale Rolle spiele, insbesondere in besonders erfolgreichen Epochen. Er verwies auf die 1980er Jahre und erläuterte, weshalb Wrestler in einem bestimmten Alter damals als auf dem Höhepunkt ihrer Karriere galten: „In den goldenen 80er Jahren scherzten wir immer, dass die Blütezeit eines Wrestlers zwischen 35 und 42 liegt. Das lag daran, dass sie all diese Erfahrung psychologisch brauchten. Sie traten von Stadt zu Stadt auf – das Live-Publikum war das A und O.“

Rhodes erklärte, dass der Umgang mit dem Live-Publikum eine Fähigkeit sei, die sich erst mit der Zeit entwickle und jüngeren Talenten oft noch fehle. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass WWE in der Vergangenheit verstärkt auf unerfahrene Wrestler gesetzt habe, was sich inzwischen jedoch wieder geändert habe. Anhand seiner eigenen frühen Karriere machte er deutlich, dass selbst erfolgreiche Titelgewinne nicht bedeuten, bereits vollständig vorbereitet zu sein: „Das hat sich inzwischen wieder geändert. Vor ein paar Jahren haben sie sozusagen nur Neulinge in die erste Mannschaft geholt. Es gibt dieses berühmte Foto von mir, CM Punk und Matt Cardona – wir waren alle noch Grünschnäbel und hatten bereits große Titel gewonnen, aber damals hatten wir noch keine Ahnung. Uns fehlte einfach die Erfahrung.“

Rhodes betonte, dass sich WWE seiner Einschätzung nach wieder stärker auf erfahrene Performer im Main Event konzentriert. Aus seiner Sicht besteht die aktuelle Spitze der Company aus etablierten Stars, die über die nötige Routine und das Verständnis für große Bühnen wie WrestleMania verfügen, wodurch insgesamt ein deutlich erfahreneres Teilnehmerfeld entstanden ist.

Brandi Rhodes spielte Schlüsselrolle beim AEW-Abgang

Im selben Interview sprach Cody Rhodes auch über die Hintergründe seines AEW-Ausstiegs im Jahr 2022 und die anschließende Rückkehr zur WWE. Dabei rückte er die Rolle von Brandi Rhodes in den Mittelpunkt.

Er erklärte, dass ihre Entscheidung, nicht öffentlich über die Gründe für den Abschied zu sprechen, entscheidend gewesen sei: „Als wir das Unternehmen AEW, an dessen Gründung wir beteiligt waren, verließen, beschloss sie, nicht darüber zu sprechen. Bei diesem Abschied meinte sie: ‚Wir werden nicht darüber reden. Wir blicken nach vorn.‘“ Gab es schlechte Zeiten? Sicher. Gab es gute Zeiten? Ja. Aber sie sagte: „Ich werde nicht darüber reden.“

Rhodes erklärte, dass das bewusste Schweigen über die Gründe ihres AEW-Abgangs zwar dazu geführt habe, dass sich zahlreiche Spekulationen und eigene Erzählungen in der Öffentlichkeit verbreiteten, dies jedoch eine gezielte und selbstlose Entscheidung gewesen sei. Aus seiner Sicht habe Brandi damit bewusst in Kauf genommen, mit falschen Darstellungen und Annahmen zu leben, um sowohl den aktuellen Weg als auch die gemeinsame Vergangenheit zu respektieren. Gleichzeitig habe diese Haltung dabei geholfen, sich nicht in öffentlichen Debatten zu verlieren, sondern den Blick konsequent nach vorn zu richten und den Übergang in die nächste Phase deutlich zu erleichtern.

Rhodes erklärte, dass Brandi trotz der vielen Spekulationen und teils falschen Darstellungen bewusst damit lebe, ohne öffentlich Stellung zu beziehen. Gleichzeitig habe er versucht, ihr zu verdeutlichen, dass diese Wahrnehmung nicht die gesamte Fanbasis widerspiegele. Anhand ihres gemeinsamen Auftritts bei WrestleMania machte er deutlich, dass die Reaktionen der Zuschauer überwiegend positiv gewesen seien und viele Fans ein differenzierteres Bild hätten, als es die öffentliche Diskussion vermuten lasse.

Cody Rhodes über seinen Auftritt im WWE-TV

In der Nikki & Brie Show erklärte Rhodes zudem, dass er bewusst an seiner Wirkung im WWE-TV arbeitet und gezielt Elemente einbaut, um stärker aufzufallen. Von der selbstbewussten Präsentation anderer Talente inspiriert, habe er begonnen, seine eigene Darstellung anzupassen und bestimmte Aspekte hervorzuheben, ohne dabei seinen grundlegenden Stil zu verändern. Dabei geht es ihm vor allem um feine Anpassungen in Auftreten, Körpersprache und Outfit, um seiner Persönlichkeit mehr Ausdruck zu verleihen.

Er machte deutlich, dass diese Veränderungen keine radikale Neuausrichtung seien, sondern vielmehr darauf abzielen, seiner Präsentation zusätzliche Akzente zu geben und sich im Gesamtbild stärker abzuheben. Gleichzeitig betonte er, dass ähnliche Ansätze bereits von anderen Performern genutzt würden und es daher naheliegend sei, diese Entwicklung auch auf sich selbst zu übertragen.

Zudem unterstrich Rhodes, dass hinter diesen bewussten Anpassungen nicht nur kreative Überlegungen stehen, sondern auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle spielen. Eine auffälligere und markantere Darstellung könne dazu beitragen, die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen und sich im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Merchandise-Verkäufe besser zu positionieren.

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