Cody Rhodes über seine Distanz zur WWE-Umkleide und eine ungewöhnliche Erinnerung an Brock Lesnar

Im „Flagrant“-Podcast hat Cody Rhodes Einblicke in seinen Alltag abseits der WWE-Kameras gegeben. Dabei sprach er über eine aktuelle Entwicklung, die Veränderung seines Markenzeichens und ungewöhnliche Erfahrungen vor und hinter der Kamera.

Cody Rhodes bedauert seine Distanz zur WWE-Umkleide

Auf die Frage nach seinem Verhältnis zu den Kollegen erklärte Rhodes, er gehe grundsätzlich davon aus, in der WWE-Umkleide gut angesehen zu sein. Zugleich räumte der 41-Jährige ein, sich über die Jahre zunehmend von ihr entfernt zu haben. Diese Distanz bedauere er.

Vor den Shows halte er sich häufig in seinem persönlichen Bus auf, bis er gebraucht werde. Seine Verpflichtungen nehme er deshalb nicht verspätet wahr. Die Routine führe jedoch dazu, dass er weniger Zeit mit anderen Wrestlern verbringe. Gerade die spontanen Gespräche und kleinen Ratschläge zwischen erfahrenen und jüngeren Kollegen vermisse er.

Rhodes verglich diesen Austausch mit einem erfahrenen Quarterback, der einem jüngeren Mitspieler hilft. Er wolle nicht den Eindruck erwecken, sich über die anderen bewusst zu stellen. Von Streit mit Kollegen berichtete er nicht. Im Gegenteil: Seine Arbeit am Film „Street Fighter“ wurde hinter den Kulissen positiv aufgenommen. Er hoffe, einige WWE-Kollegen bei der Premiere zu sehen.

Pharaoh soll Teil des American-Nightmare-Logos werden

Auch sein bekanntes Hals-Tattoo kam zur Sprache. Rhodes erinnerte daran, dass das American-Nightmare-Motiv längst zu einem wichtigen Bestandteil seiner Marke geworden sei, obwohl er sich anfangs mit Größe und Platzierung des Tattoos schwergetan habe. Verändern oder entfernen möchte er die Tätowierung nicht.

Stattdessen denkt er über eine neue Logo-Version für Merchandise nach. Sie soll an seinen im September verstorbenen Husky Pharaoh erinnern, der ihn fast 16 Jahre begleitet hatte. Rhodes stellte sich einen seitlich dargestellten Husky- oder Wolfsschädel vor, möglicherweise in Anlehnung an einen Direwolf. Die charakteristischen Flügel des bisherigen Logos sollen erhalten bleiben.

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Street Fighter: Rhodes spricht über zusätzliche Szenen

Gemeinsam mit Gastgeber Andrew Schulz erinnerte sich Rhodes an die Dreharbeiten zu „Street Fighter“, der am 15. Oktober in die Kinos kommt. Rhodes verkörpert darin Guile, während Schulz ebenfalls zum Ensemble gehört. Laut Schulz waren die Verantwortlichen von Rhodes’ Leistung so angetan, dass zusätzliche Szenen für seine Figur gedreht wurden. Schulz schätzte, Rhodes’ Präsenz im Film habe sich dadurch ungefähr verdoppelt.

Rhodes berichtete, dass er sich intensiv mit Guiles militärischem Hintergrund und seinem auffälligen Erscheinungsbild beschäftigt habe. Anfangs habe er vor allem seine Dialoge genau beherrschen wollen. Während der Dreharbeiten sei dann zunehmend Raum entstanden, die Figur gemeinsam mit den anderen Darstellern weiterzuentwickeln.

Besonders lobte er Regisseur Kitao Sakurai, der Ideen der Beteiligten aufgegriffen und Szenen noch am Set angepasst habe. Darin erkannte Rhodes eine Parallele zum Wrestling: Auch dort komme es darauf an, auf andere zu reagieren, statt starr an einem Ablauf festzuhalten. Ungewohnt seien für ihn dagegen die langen Wartezeiten, die Maske und das Abdecken seines Halstattoos gewesen.

Eine ungewöhnliche Erinnerung an Brock Lesnar und Solo Sikoa

Rhodes erzählte außerdem von der Raw-Ausgabe am 3. April 2023. Damals war ein Tag Team Match angekündigt, in dem er mit Brock Lesnar gegen Roman Reigns und Solo Sikoa antreten sollte. Das Match fand jedoch nie statt: Lesnar attackierte Rhodes vor dem Beginn und leitete damit ihre Rivalität ein.

Nach Rhodes’ Darstellung wusste nur ein kleiner Kreis vorab, dass die Begegnung nicht stattfinden würde. Solo Sikoa sei offenbar nicht eingeweiht gewesen und habe sich deshalb auf ein tatsächliches Match vorbereitet. Besonders beschäftigte ihn die Frage, wie er mit Lesnar arbeiten und den ersten Kontakt im Ring gestalten sollte.

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Als Sikoa backstage nach dem Ablauf gefragt habe, habe Rhodes ihn lediglich angebellt und sei weitergegangen. Er erzählte die Szene mit Humor, räumte aber ein, dass Sikoa die Information über den geplanten Ablauf besser vorher erhalten hätte.

Über Lesnar sprach Rhodes anerkennend: In einem Match mit ihm müsse man sich einzelne Momente regelrecht erarbeiten, was die Begegnungen besonders intensiv mache. Seine Erinnerung zeigt damit auch, wie streng WWE manche größeren Storyline-Wendungen damals geheim hielt.

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