Mick Foley blickte bei einem Live-Interview in Deutschland auf die Zusammenarbeit mit zwei langjährigen WWE-Weggefährten zurück. Im Gespräch mit Walandi Tsanti erinnerte er sich an gemeinsame Auftritte mit The Rock und an sein Match gegen Shawn Michaels bei In Your House: Mind Games.
Foley erklärte den Verzicht auf Proben mit The Rock
Bei dem Gespräch vor Publikum in Germersheim wurde Foley nach dem Zusammenspiel mit Dwayne „The Rock“ Johnson gefragt. Dabei ging es insbesondere um das komödiantische Timing ihrer Segmente und darum, wie er entschieden habe, wann er seinen Partner unterbrechen oder weiterreden lassen solle.
Foley führte die Art ihrer Zusammenarbeit darauf zurück, dass sie ihre Auftritte nicht im Voraus geprobt hatten. Es habe auch keine schriftlich festgehaltenen Dialoge zwischen ihnen gegeben. Anstatt sich einen vorgegebenen Wortlaut einzuprägen, hätten beide aufeinander reagiert.
Zur Veranschaulichung griff Foley eine Situation auf, in der er The Rock unterbrochen und dessen bekannte Sprüche selbst verwendet habe. Hätte er seinem Kollegen diese Idee vorher vorgestellt, wäre sie nach seiner scherzhaften Einschätzung möglicherweise auf Ablehnung gestoßen.
Foley malte sich aus, wie er Johnson angekündigt hätte, ihm ins Wort zu fallen und seine Sprüche zu übernehmen. Die gedachte Antwort seines damaligen Partners gab er vor dem deutschen Publikum mit einigen deutschen Worten wieder: „Nein, nein. Du kannst nicht meine Catchphrases haben.“
Foley bevorzugte persönliche Worte gegenüber auswendig gelernten Texten
Anschließend erläuterte Foley, weshalb ihm diese Arbeitsweise wichtig gewesen sei. Er und The Rock hätten während ihrer Auftritte miteinander agiert und aufeinander reagiert. Ihre Aufmerksamkeit hat somit dem jeweiligen Gegenüber gegolten statt der Frage, welche vorbereitete Zeile als Nächstes an der Reihe sei.
Foley stellte diesem Vorgehen eine Situation gegenüber, in der sich Wrestler hauptsächlich an vorgegebene Formulierungen erinnern müssten. Dabei bestehe aus seiner Sicht die Gefahr, dass das Erinnern an den Text wichtiger werde als das persönliche Aussprechen einer Botschaft.
Seine eigene Präferenz formulierte er deutlich: Ihm sei jemand lieber, der beim Sprechen Fehler mache und dafür von Herzen rede. Eine vollkommen fehlerfreie Wiedergabe dessen, was eine andere Person vorgegeben habe, ziehe er dem nicht vor.
Foley ordnete das Michaels-Match unter seinen Favoriten ein
Ein weiterer Teil des Interviews beschäftigte sich mit Foleys Begegnung gegen Shawn Michaels bei In Your House: Mind Games im Jahr 1996. Der Interviewer lobte das Match und fragte, ob Foley bereits während des Auftritts bewusst gewesen sei, dass sie etwas Besonderes zeigten.
Foley hob zunächst Michaels’ Fähigkeiten hervor und ordnete die Begegnung in seine persönliche Rangliste ein. Sein Lieblingsmatch sei das Duell mit Randy Orton aus dem Jahr 2004. Die Auseinandersetzung mit Michaels stehe für ihn unmittelbar dahinter auf dem zweiten Platz.
Bei dem angesprochenen Orton-Match trat Foley als Cactus Jack bei Backlash 2004 an. Die beiden bestritten ein Hardcore Match um die Intercontinental Championship.
Foley beschrieb die Belastung des damaligen Champions
In seinen Erinnerungen an die Vorbereitung auf Mind Games ging Foley auf die Verantwortung ein, die damals mit der Rolle des wichtigsten Champions verbunden gewesen sei. Als Beispiele nannte er neben Michaels auch Bret Hart und Hulk Hogan.
Das Unternehmen habe sich stark um den jeweiligen Champion gedreht. Dieser habe zahlreiche Medientermine wahrnehmen, die Main Events bestreiten und Abend für Abend hochwertige Matches abliefern müssen. Nach Foleys Darstellung sei Michaels zu jener Zeit entsprechend erschöpft gewesen.
Foley erinnerte sich daran, dass er seinen Gegner mit eigenen Vorschlägen für ihre Begegnung angesprochen hatte. Michaels habe darauf positiv reagiert. Anschließend habe Foley ihm seine Ideen erläutert, die ihm gefallen hätten.
Foley wünschte sich mehr gemeinsame Zeit und ein WrestleMania-Match
Trotz seiner Wertschätzung für die Begegnung bedauerte Foley, dass daraus keine umfangreichere gemeinsame Storyline entstanden sei. Er hätte sich eine größere Rivalität gewünscht, die ihnen mehr Zeit miteinander gegeben hätte.
Dieser Wunsch habe sich sowohl auf weitere Möglichkeiten im Ring als auch auf den Aufbau der Geschichte zwischen ihren Figuren bezogen. Besonders gern hätte Foley gegen Michaels bei WrestleMania antreten wollen. Eine längere Zusammenarbeit hätte nach seiner Vorstellung auf ein solches Match hinauslaufen können.
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