Cody Rhodes hat eines seiner größten Karriereziele erreicht, doch die Frage nach dem nächsten Schritt beschäftigt ihn weiterhin. In aktuellen Interviews spricht der frühere WWE Champion darüber, was ihn inzwischen antreibt und wie er seine eigene Zukunft sowie die Entwicklung des Wrestlings beurteilt.
Cody Rhodes hält eine vorübergehende WWE-Auszeit für möglich
Im Gespräch mit The Sportster erklärt Rhodes, dass seine Begeisterung für Film und Fernsehen deutlich gewachsen sei. Er befinde sich an einem wichtigen Punkt seiner Karriere und wolle gegenüber den Wrestling-Fans offen damit umgehen. Die Schauspielerei hat ihn gepackt, weshalb er weitere Möglichkeiten außerhalb des Rings erkunden möchte.
Dabei schließt er ausdrücklich nicht aus, WWE für einzelne Projekte vorübergehend zu verlassen. Es könnten Aufgaben auf ihn zukommen, für die er zeitweise aussetzen müsse. Außerdem deutet Rhodes an, dass es Dinge gebe, über die bislang noch nicht öffentlich gesprochen worden sei. Welche Produktionen er damit meint, lässt er offen.
Warum WWE für ihn weiterhin die Heimat bleibt
Mit einem dauerhaften Abschied vom Wrestling verbindet Rhodes diese Überlegungen nicht. Vielmehr möchte er sich als Darsteller weiterentwickeln und zusätzliche Erfahrungen im Erzählen von Geschichten sammeln. Was er dabei lernt, soll anschließend auch seiner Arbeit bei WWE zugutekommen.
Rhodes hebt hervor, dass ihm die heutige WWE solche Möglichkeiten eröffne. Dabei nennt er ausdrücklich Nick Khan und Triple H, die diesen Teil seiner beruflichen Entwicklung zuließen. Für ihn gehören die Arbeit vor einer Filmkamera und eine weitere Zukunft im Wrestling damit zusammen.
Diese Haltung passt zu seinen bereits zuvor veröffentlichten Aussagen bei Flagrant. Dort hatte Rhodes erklärt, seinen WWE-Vertrag verlängert zu haben und seine Wrestling-Karriere bei der Company beenden zu wollen. Gleichzeitig beschrieb er die Möglichkeit, in Abstimmung mit WWE für andere Projekte eine Pause einzulegen und danach zurückzukehren.
Nach dem größten Traum musste ein neues Ziel her
Wie es zu diesen Überlegungen kam, erklärt Rhodes im Sportster-Interview anhand seines Titelgewinns. WWE Champion zu werden, sei der größte Traum seines Lebens gewesen. Als dieser Wunsch tatsächlich in Erfüllung gegangen sei, habe er sich neu fragen müssen, was er darüber hinaus erreichen wolle.
Dabei erinnert er sich an den Rat seiner Schwester. Sie hatte ihn darauf vorbereitet, dass sein lang ersehntes Ziel irgendwann Wirklichkeit werden könnte. Nach diesem Erfolg fühlte es sich fast so an, als müsse er wieder wie ein Kind herausfinden, welche Wünsche er hat und welche Arbeit dafür erforderlich ist.
Auch ein Gespräch mit Tom Brady hat ihm eine neue Perspektive eröffnet. Rhodes wollte von dem früheren NFL-Quarterback wissen, wie man motiviert bleibt, wenn man bereits ganz oben angekommen ist und danach auch Niederlagen erlebt hat. Besonders hängen geblieben sei bei ihm Bradys Gedanke, für andere Menschen zu gewinnen.
Rhodes verbindet diesen Ansatz inzwischen mit seiner Rolle bei WWE. Wenn er dort arbeitet, möchte er auch die Menschen um sich herum erfolgreich sehen. Seine Motivation geht damit über die Frage hinaus, welchen persönlichen Meilenstein er als Nächstes erreichen kann.
Rhodes widerspricht der Vorstellung eines WWE-Niedergangs
Entsprechend positiv fällt seine Einschätzung der aktuellen WWE aus. Rhodes erklärt, dass ihn Schlagzeilen über einen vermeintlichen Niedergang zum Lachen brächten. Obwohl er versuche, negative Überschriften möglichst auszublenden, begegne ihm diese Bewertung immer wieder. Sie entspricht nicht seinem eigenen Eindruck.
Zur Begründung verweist er auf die Besetzung des Rosters. Er nennt CM Punk, Roman Reigns, Rhea Ripley, Liv Morgan und Charlotte Flair, führt aber auch Lash Legend und Trick Williams an. Aus seiner Sicht zeigen sowohl die etablierten Namen als auch die nachrückenden Talente, dass WWE weiter gewachsen sei.
Außerdem hält Rhodes Wrestling heute für international präsenter als je zuvor. Als Beispiel nennt er „Street Fighter“, in dem gleich drei Wrestler mitwirken. Eine solche Konstellation wäre seiner Einschätzung nach früher kaum vorstellbar gewesen.
Weitere Rollen reizen ihn auch jenseits von Guile
Zusätzliche Einblicke liefert ein separates Interview mit ExtraTV. Dort äußert Rhodes die Hoffnung auf ein gutes Jahr für weitere Ankündigungen und neue Schauspielaufgaben. Seine Rolle als Guile würde er am liebsten möglichst lange behalten, zugleich möchte er sich auch anderen Herausforderungen stellen.
Besonders beeindruckt habe ihn „Union County“, den ihm sein Schauspielkollege Noah Centineo gezeigt habe. Die erzählerische Tiefe und die Fragen, mit denen sich der Film beschäftigte, hätten ihn angesprochen. Rhodes wolle sich an solchen Aufgaben versuchen, weil er nur durch praktische Erfahrungen als Schauspieler besser werden könne. Welche nächste Rolle daraus entstehen könnte, bleibt vorerst offen.
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