Cody Rhodes blickt kritisch auf seine AEW-Rolle zurück und denkt erneut über eine Management-Zukunft nach

Cody Rhodes spricht zum WWE Universum
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In einer neuen Folge seines Podcasts „What Do You Wanna Talk About?” hat Cody Rhodes detailliert über sein erneuertes Interesse an einer Management-Rolle im Pro Wrestling gesprochen. Der amtierende Undisputed WWE Champion berichtete, dass er das WWE-Hauptquartier besucht und sich mit verschiedenen Abteilungen getroffen habe, um konkret auszuloten, ob er sich eine Tätigkeit im Office vorstellen könne. Dabei zog Rhodes auch eine selbstkritische Bilanz seiner Zeit als Executive Vice President bei AEW, die er aus heutiger Sicht überwiegend als gescheitert einstuft.

Vorbereitet wie auf ein Bewerbungsgespräch

Den Besuch im WWE-HQ habe Rhodes nach eigenen Angaben mit demselben Aufwand vorbereitet wie eine echte Job-Bewerbung. Demnach erstellte er ein vollständiges technisches Show-Format mit Zeitvorgaben, das sich konsequent an der aktuellen WWE-Struktur orientierte und nicht als Wunschkonzert angelegt war: „Ich wollte ins Office gehen, um zu sehen, wie das Leben dort wäre, im WWE-HQ. Ich hatte schon einmal eine Karriere als Executive Vice President. Ich bin daran gescheitert, hatte zwischendurch einige Erfolge, bin am Ende aber gescheitert. Letztlich habe ich aus diesem Scheitern eine Menge gelernt, so wie es eben sein soll.“

Mit diesem Konzept wandte er sich gezielt an Bruce Prichard und das Creative-Team. Darüber hinaus standen Treffen mit dem Bereich Content Production Group an, der bei TKO von Lee Fitting als Head of Media and Content geleitet wird. Auch weitere Abteilungen aus dem Community- und Marketingbereich gehörten zu seinem Programm vor Ort.

AEW-Phase als gelernte Lektion

Im selben Atemzug ordnete Rhodes seine eigene Geschichte als Wrestling-Manager kritisch ein. Aus seiner Sicht sei die EVP-Phase bei AEW über die gesamte Strecke betrachtet ein Misserfolg gewesen, auch wenn es im Verlauf einzelne Erfolgsmomente gegeben habe.

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Genau aus diesem Scheitern habe er aber eine Menge mitgenommen. Diese Selbsteinordnung ist allerdings bemerkenswert, da andere AEW-Mitbegründer wie Kenny Omega Rhodes‘ Anteil am Aufbau der Promotion, etwa bei der Ausarbeitung der internen Struktur, ausdrücklich gewürdigt haben. Rhodes selbst sieht das Bild deutlich strenger und macht den Lerneffekt zum Hauptantrieb seines aktuellen Vorstoßes in die WWE.

Roster-Befragung und Kit Wilsons PDF-Welle

Zur Vorbereitung des HQ-Besuchs holte Rhodes zudem aktiv Feedback aus dem WWE-Roster ein. Er fragte verschiedene Wrestler nach ihren eigenen kreativen Ideen und konkreten Wünschen für ihre Charaktere. Die Resonanz fiel sehr unterschiedlich aus: Einige riefen zurück, andere antworteten gar nicht, manche schickten kurze Notizen.

Besonders herausgestochen ist Kit Wilson, der zugleich Gast der Podcast-Folge war. Er schickte Rhodes neun vollständige PDF-Dokumente mit ausgearbeiteten Charakterkonzepten. Rhodes zeigte sich beeindruckt davon, wie viel Arbeit Wilson in seinen kreativen Prozess investiert hatte, und kündigte an, dass er bei nahezu jedem Termin im WWE-Hauptquartier auf Wilsons Konzepte Bezug genommen hatte.

Praktische Vorerfahrung mit Seth Rollins

Rhodes‘ Interesse an einer Management-Rolle ist nicht nur theoretischer Natur. Er hatte bereits zuvor gemeinsam mit Seth Rollins ein WWE-Live-Event als Co-Producer betreut. Anlass war eine Notlage, in der mehrere reguläre Producer wetterbedingt nicht zum Veranstaltungsort reisen konnten. Rhodes und Rollins übernahmen daraufhin die Koordination der Match-Card und der gesamten Show-Operationen. Diese operative Erfahrung dürfte mitentschieden haben, dass Rhodes sein Interesse an einer Management-Tätigkeit jetzt erneut so konkret formuliert.

Karriere-Bogen zwischen WWE, ROH, NJPW und AEW-Mitgründung

Rhodes‘ Aussagen werden besonders bemerkenswert vor dem Bogen seiner gesamten Karriere. Nach einer ersten WWE-Phase mit Tag Team Titeln und der Stardust-Rolle verließ er das Unternehmen 2016 auf eigenen Wunsch. Es folgten Stationen bei Ring of Honor, TNA, New Japan Pro Wrestling sowie zahlreichen Independent-Promotions. 2019 war Rhodes Mitbegründer von AEW, gemeinsam mit den Young Bucks, Kenny Omega und Tony Khan. Bei seinem AEW-Abgang 2022 verließ er die Promotion als TNT-Champion, ohne je den AEW World Championship gewonnen zu haben. Seit seiner WWE-Rückkehr hat Rhodes die letzten vier WrestleManias geheadlined und ist mittlerweile dreimaliger Undisputed WWE Champion.

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