Cody Rhodes hat sich in mehreren Interviews ausführlich zu seiner Zukunft bei WWE, seiner aktuellen Rolle im TV sowie zu den jüngsten Rücktritten großer Namen geäußert. Dabei zeichnet sich ein klares Bild: Rhodes plant, seine Karriere bei WWE zu beenden, sieht sich sportlich auf einem Höhepunkt und empfindet den Abschied mehrerer Legenden als emotional belastend. Gleichzeitig positioniert er sich deutlich in der anhaltenden Diskussion um einen möglichen Heel-Turn.
Karriereende bei WWE geplant
In der ESPN-Show „Unsportsmanlike“ stellte Cody Rhodes klar, dass er seine aktive Wrestling-Karriere voraussichtlich bei WWE beenden wird. Ein konkretes Datum für seinen Rücktritt habe er nicht festgelegt. Er sei jedoch überzeugt, dass sein nächster WWE-Vertrag zugleich sein letzter sein werde. Einen Wechsel zu einer anderen Promotion schloss er faktisch aus.
Mit 40 Jahren fühle er sich sportlich und kreativ in einer Hochphase. Besonders im Bereich der Ausarbeitung von Promos und Matches sehe er sich auf einem Peak-Level. Während er früher Sorge gehabt habe, den richtigen Zeitpunkt für sein Karriereende zu verpassen, habe sich diese Sichtweise verändert. Wrestler könnten ihr Leistungsmaximum heute deutlich länger halten als in früheren Generationen.
Als Beispiele für diese Entwicklung nannte Rhodes Brock Lesnar, Roman Reigns und CM Punk, die trotz ihres Alters weiterhin auf höchstem Niveau auftreten würden. Das Alter spiele im modernen Wrestling nicht mehr die gleiche Rolle wie in früheren Jahrzehnten.
Sportlich steht für Rhodes als Nächstes das Mens Elimination Chamber-Match an. Dort trifft er auf Randy Orton, Je’Von Evans, Trick Williams, LA Knight und Jey Uso. Der Sieger erhält ein Undisputed WWE Championship Match gegen Drew McIntyre bei WrestleMania 42.
Warum Cody Rhodes kein Heel wurde
Trotz monatelanger Diskussionen über einen möglichen Charakterwechsel, die unter anderem durch öffentliche Aussagen von The Rock zusätzlichen Auftrieb erhielten, bleibt Cody Rhodes vorerst in seiner Rolle als Babyface. In „What Do You Wanna Talk About?“ erklärte er, dass ihn gerade die Schwierigkeit dieser Rolle reizt. Ein Publikumsliebling zu sein sei deutlich anspruchsvoller, während es aus seiner Sicht einfacher sei, als cooler Heel aufzutreten.
Rhodes räumte ein, dass die Rolle des Bösewichts kreativen Freiraum biete, betonte jedoch die Bedeutung des klassischen Helden für das WWE-Publikum: „Ich denke, manchmal macht es viel Spaß, ein Heel zu sein, während es nach modernen Unterhaltungsstandards nicht immer besonders attraktiv ist, ein braver Held zu sein, der tugendhaft ist und immer die richtigen Entscheidungen trifft. Aber wenn man sich unser Publikum ansieht, das Tickets kauft – Kinder und Familien –, dann gibt es durchaus Platz dafür.“
Rhodes betonte außerdem, dass es nicht nur eine einzige Form des Babyface-Charakters gebe. Anhand von Beispielen wie LA Knight und Jey Uso machte er deutlich, dass Publikumslieblinge ganz unterschiedlich auftreten können. Für ihn liege der Reiz gerade darin, diese anspruchsvolle Rolle auszufüllen, auch weil sie nicht der einfache Weg sei.
Gleichzeitig stellte er klar, dass er eine spätere Veränderung seines Charakters nicht vollständig ausschließt. Auch wenn er aktuell bewusst an seiner Position als Babyface festhält, ließ er offen, ob sich seine Ausrichtung in Zukunft doch noch ändern könnte.
Außerdem sprach er über den Druck, der mit der Rolle des Top-Good-Guys verbunden sei: „Ich finde, dass man als Babyface unter großem Druck steht. Als Heel hingegen ist die Einstellung eher: ‚Lass uns einfach Spaß haben.‘ Wir kriegen es, wenn wir es bekommen. Man kann das Tempo selbst bestimmen.“
Emotionale Reaktion auf die Rücktritte von John Cena und AJ Styles
Neben seiner eigenen Zukunft äußerte sich Rhodes auch zu den jüngsten Rücktritten von John Cena und AJ Styles. Cena beendete seine Karriere nach einer Niederlage gegen GUNTHER im Dezember 2025. Im Januar 2026 unterlag AJ Styles beim Royal Rumble ebenfalls GUNTHER und beendete daraufhin seine Laufbahn. In der RAW-Ausgabe vom 23. Februar wurde Styles offiziell als Teil der Hall-of-Fame-Klasse 2026 bekannt gegeben.
In einem Interview mit ESPN machte Rhodes deutlich, wie schwer ihm Abschiede fallen: „Ich möchte keine weiteren Abschiede mehr. Wir verabschieden uns viel zu oft von viel zu vielen Menschen.“
Besonders der Abschied von AJ Styles hat ihn bewegt: „AJ ist unglaublich. Er ist einer der wenigen, die nicht nur gegen mich, sondern auch gegen meinen Bruder und meinen Vater gewrestelt haben. Er ist ein echter Game-Changer.“
Auch die Art der Ehrung bei RAW hob Rhodes hervor: „Ich fand es toll, wie die WWE damit umgegangen ist – insbesondere die Einbeziehung von The Undertaker. Das war für alle eine völlige Überraschung, und dann zu sagen: ‚Du wirst in die Hall of Fame aufgenommen‘, war eine wirklich schöne Art, sich zu verabschieden.“
Zudem sprach er über GUNTHERs dominante Rolle in diesen Karrieremomenten: „Es ist nie einfach. Zu sehen, wie John aufgibt, wie AJ so zu Boden geht – Gunther wird wirklich zum Careerkiller. Das ist mehr als nur ein Spitzname.“
Trotz aller Emotionen formulierte Rhodes am Ende einen klaren Wunsch: „Aber ich möchte vorerst keine Rücktritte. Lasst uns Debüts feiern. Das gefällt mir. Neuanfänge. Frisches Blut. Neuanfänge.“
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