CM Punk steht bei WWE vor einem besonderen Karriere-Meilenstein. Wenn er am Samstag, dem 1. August 2026, beim SummerSlam seinen Undisputed WWE Championship gegen Cody Rhodes verteidigt, sind exakt 20 Jahre seit seinem ersten im WWE-TV ausgestrahlten Match vergangen.
Dass dieser Jahrestag automatisch Spekulationen über ein mögliches Karriereende auslöst, scheint Punk allerdings eher zusätzlich anzutreiben. In zwei aktuellen Interviews machte der 47-Jährige deutlich, dass er zwar weiß, sich inzwischen wesentlich näher am Ende als am Beginn seiner aktiven Laufbahn zu befinden. Einen konkreten Zeitpunkt für seinen Rücktritt möchte er dennoch nicht festlegen.
CM Punk sieht seinen 20. WWE-Jahrestag nicht als Beginn einer Abschiedstour
Im Gespräch mit ESPN wurde Punk auf den besonderen Zeitpunkt seines SummerSlam-Matches angesprochen. Am 1. August 2006 bestritt er bei ECW gegen Justin Credible sein erstes im WWE-Fernsehen ausgestrahltes Match. Genau zwei Jahrzehnte später steht er nun erneut bei einem der größten WWE-Events des Jahres im Mittelpunkt.
Für Punk ist dieser Jahrestag jedoch kein Anlass, seine verbleibende Karriere herunterzuzählen. Vielmehr nimmt er wahr, dass sein Alter und seine lange Laufbahn bei vielen Beobachtern inzwischen automatisch die Erwartung hervorrufen, er müsse sich langsam auf seinen Abschied vorbereiten. Genau diese Vorstellung scheint ihn zusätzlich zu motivieren.
Als Beispiele nennt Punk Spitzensportler wie LeBron James und Tom Brady, die auch in einem Alter noch außergewöhnliche Leistungen erbrachten, in dem viele Athleten längst nicht mehr auf höchstem Niveau aktiv sind. Punk sieht darin eine Parallele zu seiner eigenen Situation.
Während seiner Karriere sei ihm regelmäßig vermittelt worden, welche Grenzen er angeblich nicht überschreiten könne. Nun sei das Alter lediglich ein weiterer Punkt auf dieser Liste. Die Möglichkeit, erneut Erwartungen zu widerlegen, sei für ihn weiterhin ein wichtiger Antrieb.
Dabei betrachtet Punk seine gegenwärtige Karrierephase keineswegs ausschließlich unter körperlichen Gesichtspunkten. In einem Interview mit GQ hatte er bereits erklärt, dass ihm sein Alter inzwischen sogar neue Möglichkeiten eröffne. Zwar könne er körperlich nicht mehr alles leisten, was ihm als sehr junger Wrestler möglich gewesen sei, dafür verfüge er heute über deutlich mehr Erfahrung und könne Geschichten auf eine andere Art erzählen.
Als Beispiel verwies Punk unter anderem auf Terry Funk. Für ihn habe es nicht unterschiedliche Versionen des legendären Wrestlers gegeben, sondern lediglich verschiedene Phasen derselben Karriere. Eine ähnliche Sichtweise scheint Punk inzwischen auch auf seine eigene Laufbahn anzuwenden.
Gesundheit soll über den Zeitpunkt seines Karriereendes entscheiden
Bei Busted Open Radio auf dem neu gestarteten WWE Radio sprach Punk noch deutlicher über seine Zukunft. Auf die Frage nach seinem Vermächtnis gab er zu, sich gelegentlich mit diesem Thema zu beschäftigen. Gleichzeitig wolle er sich damit jedoch nicht dauerhaft beschäftigen. Ihm sei bewusst, dass bereits ein deutlich größerer Teil seiner Wrestling-Karriere hinter ihm liege als noch vor ihm stehe.
Wo genau das Ende liegt, kann allerdings niemand vorhersagen, auch Punk selbst nicht. Nach seiner aktuellen Einschätzung sollen weder die Laufzeit seines WWE-Vertrags noch eine bestimmte Anzahl verbleibender Matches oder sein Alter entscheidend sein. Stattdessen möchte er anhand seines körperlichen Zustands beurteilen, wie lange er noch weitermachen kann.
Solange er mit seinen Leistungen zufrieden ist, sich körperlich gut fühlt und sich ausreichend von Matches und Belastungen erholen kann, sieht er keinen Grund für einen Rücktritt. Gerade dem Thema Regeneration schenkt er inzwischen deutlich mehr Aufmerksamkeit als in früheren Phasen seiner Karriere.
Punk räumte ein, damit lange Zeit nicht besonders konsequent umgegangen zu sein. Die heutige WWE-Struktur und der veränderte Terminplan würden ihm inzwischen jedoch bessere Möglichkeiten bieten, seinem Körper die notwendige Erholung zu geben. Sein derzeitiger Plan besteht daher schlicht darin, so lange weiterzumachen, wie sein Körper die Belastung zulässt.
Noch Anfang 2026 brachte Punk ein Karriereende mit 50 ins Gespräch
Interessant ist dabei, dass Punk noch vor einigen Monaten etwas konkreter über einen möglichen Zeitpunkt für seinen Abschied gesprochen hatte. In einem Interview mit CinemaBlend zu Beginn des Jahres wurde er ausdrücklich nach seinen Retirement-Plänen gefragt. Damals brachte Punk sein 50. Lebensjahr als eine mögliche Grenze ins Gespräch.
Mit 47 empfinde er sich noch nicht als alt. Gleichzeitig wolle er vermutlich nicht bis in ein ähnlich hohes Alter wie einige andere Wrestling-Legenden im Ring stehen. Die Marke von 50 Jahren bezeichnete er deshalb damals als einen möglichen Zeitpunkt, an dem ein würdevoller Abschied denkbar sein könnte – vorausgesetzt, gesundheitliche Probleme würden ihn nicht bereits vorher zu diesem Schritt zwingen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar