CM Punk über Fake-Zitate, FBI-Anrufe und die legendäre Pipe Bomb

CM Punk steht im Ring und spricht voller Erstaunen in ein Mikrofon
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CM Punk hat im „What’s Your Story?“ Podcast von Stephanie McMahon einige der brisantesten Kapitel seiner Karriere noch einmal aufgearbeitet. Drei Themen hatten dabei eine auffällige Gemeinsamkeit: Sie zeigen, wie knapp mehrere Momente, die später die Wrestling-Geschichte prägten, davorstanden, einen völlig anderen Verlauf zu nehmen.

KI-Falschzitate, FBI-Anrufe und reale Bedrohungen

Während des Gesprächs zeigte Stephanie McMahon Punk mehrere Social-Media-Screenshots mit angeblichen Reaktionen von Seth Rollins, Becky Lynch und Logan Paul auf seinen Titelgewinn gegen Sami Zayn. Punk stellte klar, dass sämtliche Aussagen erfunden und mithilfe von KI erstellt worden seien. Solche Falschzitate seien ein wesentlicher Grund dafür, weshalb er soziale Netzwerke weitgehend meide.

Viele Menschen hielten derartige Grafiken sofort für echt, ohne die ursprüngliche Quelle zu prüfen. Für die Kunstfigur CM Punk könne das sogar von Vorteil sein, wenn dadurch der Eindruck entstehe, er sei im Locker Room unbeliebt. Die Folgen beträfen jedoch auch Phil Brooks als Privatperson, der unterwegs ständig darauf achten müsse, wer sich in seiner Nähe befinde.

Stephanie McMahon erklärte zudem, dass das FBI Betroffene informieren müsse, sobald eine Morddrohung einen bestimmten Schwellenwert überschreite. Punk bestätigte, dass ihn die Behörde deshalb bereits mehrfach kontaktiert habe. Gleichzeitig bezweifle er, dass tatsächlich alle Drohungen erfasst würden.

Die übliche Einschätzung des FBI, eine Drohung sei vermutlich nicht ernst gemeint, beruhige ihn kaum. Schließlich müsse diese Bewertung nur ein einziges Mal falsch sein, damit daraus eine reale Gefahr entstehe.

Die Pipe Bomb: Was genehmigt war und was Punk verschwieg

Ein weiteres Thema war die sogenannte Pipe Bomb vom Juni 2011, die bis heute zu den meistdiskutierten Promos der WWE-Geschichte gehört. Punk schilderte nun ausführlich, was damals hinter den Kulissen geschehen sei. WWE habe ihn tatsächlich dazu aufgefordert, seine Beschwerden und seinen Unmut öffentlich anzusprechen. Gleichzeitig habe Punk gewusst, dass Vince McMahon bestimmte Aussagen niemals im Voraus genehmigt hätte. Angesichts dessen habe er einige Details bewusst nicht angekündigt.

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Punk habe Teile seines Materials schriftlich vorbereitet und Vince McMahon vorgelegt. Dessen einziger konkreter Hinweis sei gewesen, Stephanie McMahon in die Promo einzubauen. Punk sei von dieser Aufforderung zunächst überrascht gewesen, habe sie jedoch umgesetzt.

Bei der eigentlichen Promo habe er sich schließlich auf seine Instinkte und die Reaktionen des Publikums verlassen. Ein im Vorfeld entwickeltes Konzept sei dabei auf die Atmosphäre der Live-Show getroffen. Punk habe wahrgenommen, wie das Publikum auf seine Aussagen reagierte, und seine weiteren Worte entsprechend angepasst. Daraus sei schließlich eine Szene entstanden, die später als einer der bedeutendsten Wrestling-Momente des gesamten Jahrzehnts angesehen wurde.

Als Punk nach der Promo hinter den Vorhang zurückkehrte, habe er mit den unterschiedlichsten Reaktionen gerechnet. Möglich erschienen ihm Lob, völliges Schweigen oder deutliche Wut. Vince McMahon habe seine Einschätzung jedoch mit nur drei Worten zusammengefasst: „Ich rieche Geld.“

Punk erklärte, dass diese Aussage damals die höchste Form der Anerkennung gewesen sei, die McMahon einem Performer entgegenbringen konnte. Es habe sich nicht um eine künstlerische Bewertung, sondern um eine geschäftliche Einschätzung gehandelt. McMahon habe erkannt, dass sich mit der entstandenen Aufmerksamkeit und dem Interesse des Publikums Geld verdienen lasse.

Die Pipe Bomb habe Punk verdeutlicht, dass Wrestling gleichzeitig Kunst und Geschäft sein könne. Am Ende entscheidet jedoch stets die geschäftliche Seite. Zur Kunst werde Wrestling vor allem dann, wenn ein Performer seine Leistung so weit steigere, dass die kreative und die wirtschaftliche Wirkung gleichzeitig funktionierten.

2011: Der beinahe vollzogene Abschied von WWE

Deutlich weniger bekannt ist, was Punk im Jahr 2011 intern beschäftigte. Im Interview deutete er an, dass er nach dem sogenannten Summer of Punk ernsthaft darüber nachgedacht habe, WWE zu verlassen. Zu dieser Zeit habe er das Gefühl gehabt, dass sich innerhalb des Unternehmens ohnehin nichts verändern würde, unabhängig davon, ob er bleibe oder gehe.

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Punk habe sich während dieser Phase sogar gefragt, ob seine Abwesenheit überhaupt bemerkt werden würde. Trotz der großen Aufmerksamkeit rund um seine Person und seine Storyline sei er offenbar unsicher gewesen, welchen tatsächlichen Stellenwert er für WWE besaß und ob seine Arbeit langfristig etwas verändern konnte.

Ähnliche Gedanken hätten ihn auch nach WrestleMania 42 beschäftigt. Nachdem er die World Heavyweight Championship an Roman Reigns verloren hatte, nahm Punk eine mehrmonatige Auszeit. Er stellte klar, dass er diese Pause benötigt habe. Gleichzeitig ließ er offen, wie nah er damals davorstand, deutlich länger fernzubleiben als ursprünglich vorgesehen.

Seine spätere Rückkehr bei RAW in Chicago, bei der er Sami Zayn die Undisputed WWE Championship abnahm, habe sich für Punk wie der richtige Zeitpunkt angefühlt. Er habe weder früher noch später zurückkehren wollen. Erst in diesem Moment sei er offenbar davon überzeugt gewesen, wieder bereit für den nächsten Abschnitt seiner Karriere zu sein.

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