CM Punk enthüllt geplatzten Handschlag-Deal mit Vince McMahon und spricht über WWE-Netflix-Chaos – der „Second City Saint“ ringt mit der Offenheit von WWE: Unreal

CM Punk hat in einem Interview bei My Mom’s Basement mit Robbie Fox offenbart, dass seine Rückkehr zur WWE ursprünglich bereits 2019 geplant war. Damals traf er sich heimlich mit Vince McMahon und Triple H im Borgata in Atlantic City. Es war ein Treffen auf direktem Wege, nachdem Vince selbst den Kontakt aufgenommen hatte, um eine Rückkehr zu besprechen. Punk schilderte, dass er sich auf das Gespräch einließ, obwohl er zunächst kein Interesse hatte. Am Ende einigte man sich sogar per Handschlag auf eine Zusammenarbeit.

Doch trotz dieser Einigung zog sich Vince McMahon ohne weitere Kommunikation zurück. Laut Punk war genau dieser abrupte Rückzug des WWE-Bosses der Grund, warum die Verhandlungen scheiterten. Positiv bewertete Punk allerdings, dass dieses Treffen der Anfang einer langsamen Versöhnung mit Triple H war, nachdem sie jahrelang Differenzen hatten.

Rückblickend stellte Punk klar, dass er in dieser Phase keine persönlichen Gefühle mehr hegte. Er hatte gelernt, das Business nicht persönlich zu nehmen, sondern es professionell zu sehen. Die versuchte Rückkehr blieb damals jedoch aus.

Seine tatsächliche WWE-Rückkehr sollte Jahre später erfolgen – auf spektakuläre Weise. Bei der Survivor Series: WarGames im November 2023 in seiner Heimatstadt Chicago feierte Punk sein Comeback und versetzte die Wrestling-Welt in Aufruhr. Der Moment, bei dem er am Ende der Show auftrat, ging viral und wurde zum Symbol der neu aufgebauten Brücke zwischen ihm und WWE – diesmal unter der Führung von Triple H.

Chaos beim Netflix-Debüt von RAW: Punk über Zeitprobleme im Main Event

CM Punk war auch ein zentraler Bestandteil des Netflix-Debüts von WWE RAW am 6. Januar 2025. Gemeinsam mit Seth Rollins bestritt er das Main Event der ersten Show auf der neuen Plattform. Im Interview mit Robbie Fox sprach Punk offen über die Backstage-Kritik, die es nach dem Match gab. Es wurde berichtet, dass das Match die vorgesehene Zeit überzogen und für Unruhe hinter den Kulissen gesorgt habe.

Laut Fox habe Produzent Abyss während des Matches lautstark an den Monitoren reagiert und sich bei Bruce Prichard entschuldigt. Punk jedoch war sich sicher, dass sie ihre Zeitvorgabe eingehalten hätten. Er erklärte, dass er sogar viele geplante Elemente aus dem Match gestrichen habe, um sicherzustellen, dass alles im vorgesehenen Zeitfenster bleibe. Dennoch habe es intern den Eindruck gegeben, dass das Match zu lange dauerte.

Punk nutzte die Gelegenheit, um auf ein grundsätzliches Problem hinzuweisen. Bei einer Show auf einem Streamingdienst wie Netflix sei die Stimmung zunächst zu locker gewesen, als würde man überziehen dürfen. Doch auch dort müssten klare Zeitfenster eingehalten werden. Punk betonte, wie wichtig ihm eine stringente Showstruktur sei und erklärte, dass er selbst bei seinen Lieblingsfilmen keine überlangen Laufzeiten möge. Zwei Stunden bis maximal zweieinhalb Stunden empfinde er als ideal.

WWE: Unreal auf Netflix – Punk mit gemischten Gefühlen

Mit der neuen Netflix-Dokumentation WWE: Unreal, die am 29. Juli 2025 startet, gewährt WWE einen noch nie dagewesenen Einblick hinter die Kulissen. Zu den prominenten Gesichtern der Serie gehört auch CM Punk. Obwohl er Teil der Doku ist, sieht er das Format mit kritischem Blick.

Im Interview mit Unsportsmanlike sagte Punk, dass er eigentlich der falsche Mensch sei, um die Show zu bewerben. Er wurde nach eigener Aussage sein Leben lang gelehrt, das Wrestling-Business zu schützen. Auch wenn heute vieles transparenter sei, empfinde er es als unangenehm, so offen über Abläufe, Beziehungen und Strukturen zu sprechen. Die Serie erinnere ihn an Formate wie Hard Knocks im Football, doch bei WWE empfinde er es als merkwürdig, dass das Mystische des Geschäfts so deutlich entzaubert werde. Trotz seiner Bedenken nimmt Punk an WWE: Unreal teil, die auch seine Rückkehr zur WWE dokumentiert.

Michael Hayes‘ Abwesenheit spürbar: Punk lobt Backstage-Held

Im Rahmen der Medientour zur Netflix-Serie WWE: Unreal trat Punk gemeinsam mit Rhea Ripley bei My Mom’s Basement auf. Dort wurde er gebeten, über stille Helden hinter den Kulissen zu sprechen. Punk nannte dabei WWE-Veteran Michael Hayes als eine zentrale Figur für den reibungslosen Ablauf der Shows. Hayes konnte aufgrund einer Knieoperation aktuell nicht an der Tour teilnehmen, und Punk betonte, wie sehr man seine Abwesenheit spüre.

Punk sagte, dass viele talentierte Menschen an der Show beteiligt seien, aber wenn eine zentrale Person wie Hayes fehle, merke man das sofort. Auch wenn man mit ihm kommunizieren könne, sei seine physische Anwesenheit Backstage nicht ersetzbar.

1 Kommentar

  1. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Netflix genau das Gegenteil tut, als Hunter damals in einem Interview noch erzählt hat. Irgendwie liest man das immer wieder mit dem Zeitdruck hier und Zeitdruck da.

    Ich finde auch, dass die Rückkehr von Punk genau richtig getroffen wurde, als er 2023 bei der Survivor Series auftauchte.

    Und man merkt es auch, das Punk sich Mühe gibt, nicht wieder negativ aufzufallen. Es hätte definitiv bei AEW auch besser laufen sollen und müssen.

    Aber das ist Vergangenheit und sollte da auch liegen bleiben.

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