Chris Jericho hat in mehreren aktuellen Interviews ausführlich über seine Karriere, seine Projekte außerhalb des Wrestlings sowie über eine frühe Entscheidung gesprochen, die seine gesamte Laufbahn geprägt hat. Dabei ging es sowohl um seine größten sportlichen Momente als auch um seine zunehmende Ausrichtung auf Film und Fernsehen. Gleichzeitig blickte er auf die Entstehung seines bekannten Ringnamens zurück und erklärte, warum er sich einst bewusst gegen einen anderen Namen entschied.
Karrierehöhepunkte aus mehreren Wrestling-Ären
Im Gespräch mit Loaded World wurde Chris Jericho nach den Momenten gefragt, auf die er im Laufe seiner Karriere besonders stolz ist. Dabei nannte er Ereignisse aus verschiedenen Phasen seiner Laufbahn und aus mehreren großen Promotions.
Jericho hob vor allem seine Main Event Matches im Tokyo Dome gegen Kenny Omega hervor. Ebenso erwähnte er seine Beteiligung an der Gründung von All Elite Wrestling sowie die Entwicklung der Promotion seit ihrer Entstehung. Zusätzlich verwies er auf sein Match gegen Shawn Michaels bei WrestleMania XIX sowie auf einen wichtigen Meilenstein in Großbritannien, als er erstmals 1.000 Tickets für eine Show in Nottingham verkaufen konnte. Er sagte dazu: „Wenn ich etwas herausgreifen müsste … Headliner im Tokyo Dome mit Kenny Omega, die Gründung von AEW und der große Erfolg, den ich damit hatte, die Show mit Shawn Michaels bei Wrestlemania XIX zu stehlen und zum ersten Mal 1.000 Tickets in Nottingham zu verkaufen. Was ich tue, macht auch andere Menschen glücklich, und das ist wichtig. Ich schenke ihnen Erinnerungen fürs Leben, die ihnen helfen, ihre Sorgen für einen Moment zu vergessen, und ich helfe ihnen, ihre Träume zu verwirklichen. Das bedeutet mir sehr viel.“
Schauspiel als möglicher nächster Karriereschritt
Neben seiner Wrestlingkarriere konzentriert sich Jericho zunehmend auf Projekte in der Film- und Serienwelt. In Interviews betonte er mehrfach, dass er seine Wrestlingkarriere als Grundlage für Schauspielarbeit betrachtet. Für ihn besteht eine klare Verbindung zwischen der Darstellung einer Wrestlingfigur und klassischem Acting. Er erklärte dazu: „Ich würde gerne mehr schauspielern. Wenn man es im Wrestling weit bringt und ich glaube, das habe ich geschafft – und man eine Rolle spielt, dann ist das Schauspielerei. Ich habe derzeit etwa vier Schauspielprojekte in der Pipeline, die nur darauf warten, umgesetzt zu werden.“
Jericho bestätigte außerdem, dass er bereits an mehreren Produktionen beteiligt war. Dazu gehört unter anderem der Film „The Walk-On’s“. In dieser Produktion geht es um Männer, die sich nach der Schließung einer lokalen Fabrik einem College Football Team anschließen. Zum Cast gehören unter anderem Steve Austin, Kenny Omega, Tyrus und Titus O’Neil.
Ein weiteres großes Projekt ist die Apple TV+ Serie „Margo’s Got Money Troubles“. Der Start ist für den 15. April 2026 geplant. Neben Jericho wirken dort unter anderem Nick Offerman und Nicole Kidman mit. Zusätzlich ist Jericho für den Psychothriller „Self Storage“ eingeplant, der sich aktuell in der Vorproduktion befindet.
Jericho sieht seine Arbeit außerhalb des Rings als natürliche Weiterentwicklung seiner bisherigen Karriere und betont, dass er sich künftig verstärkt auf Schauspiel konzentrieren möchte.
Warum Jericho einst eine Pause vom Wrestling brauchte
Im Interview sprach Jericho auch über eine frühere Phase seiner Karriere, in der er bewusst Abstand vom Wrestling nahm. Diese Entscheidung traf er nach seiner ersten WWE Phase, um neue Projekte zu verfolgen und mental Abstand zu gewinnen.
Er erklärte diesen Schritt mit einem Vergleich: „Ich erinnere mich, dass ich damals gesagt habe: Wenn man Pizza liebt, würde man selbst nach dem Verzehr der besten Pizza der Welt irgendwann sagen: ‚Ich habe genug. Ich muss eine Pause machen.‘ Das war nicht bitter. Ich hatte einfach das Gefühl, dass ich Abstand brauchte. Es gab andere Dinge zu tun. Ich musste meinen Geist reinigen und meinen Kopf freibekommen. So kam es dann zu Fozzy.“
Diese Zeit führte unter anderem zu einem stärkeren Fokus auf seine Musik mit der Band Fozzy sowie auf weitere Projekte außerhalb des Rings.
Die Geschichte hinter dem Namen Chris Jericho
In einem weiteren Gespräch blickte Jericho auf die Entstehung seines heutigen Ringnamens zurück. Ursprünglich plante er, unter dem Namen „Jack Action“ aufzutreten. Die Inspiration dafür kam von einem Song der Band W.A.S.P. Jericho war zu dieser Zeit so überzeugt von der Idee, dass er sogar begann, Autogramme mit diesem Namen zu üben. Er erinnerte sich an diesen Moment: „Ah, es gab einen Song von W.A.S.P. namens ‚Jack Action‘, und ich fand, das wäre ein cooler Name. Ich habe meine Unterschrift auf einem Buch geübt. Der Typ, mit dem ich trainierte, sah den Namen ‚Jack Action‘ mit dem Stern am Ende, wie Paul Stanley von Kiss ihn am Ende seiner Unterschrift hatte. Der Typ sagte: ‚Jack Action? Das soll dein Name werden? Das ist doch blöd.“
Diese direkte Reaktion brachte Jericho dazu, seine Entscheidung sofort zu überdenken. Kurz darauf entstand die Idee für seinen späteren Ringnamen. Er schilderte diesen Moment so: „Es gibt einen Halloween-Song namens ‚Walls of Jericho‘, und zufällig lag die Kassette gerade in meinem Auto. Also sagte ich: ‚Chris Jericho. Ist das ein guter Name?“ Er stimmte zu, dass dieser viel besser sei.“
Der Name Chris Jericho entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einer bekannten Marke im internationalen Wrestling und stand für Erfolge in Promotions wie WWE, WCW, AEW und NJPW.
Chris Jerichos aktuelle Ausrichtung lässt kurzfristiges Wrestling Comeback offen
Angesichts der aktuellen Pläne von Chris Jericho ist nicht abzusehen, dass ein Wrestling-Comeback unmittelbar bevorsteht. Derzeit liegt sein Fokus stark auf Projekten außerhalb des Rings, insbesondere im Schauspielbereich sowie auf weiteren kreativen Tätigkeiten. Eine endgültige Aussage zu seiner langfristigen Zukunft im Wrestling wurde jedoch bislang nicht getroffen.
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