Chelsea Green hat detailliert geschildert, wie sie die Rückkehr ihres Ehemanns Matt Cardona zur WWE erlebt hat. In einem Interview mit TMZ Inside the Ring machte sie deutlich, dass dieser Moment das Ergebnis eines langen und anspruchsvollen Weges war. Cardona hatte fünf Jahre außerhalb der WWE verbracht und in dieser Zeit intensiv daran gearbeitet, sich sowohl als Wrestler als auch als Charakter neu zu definieren.
Green erklärte, dass ihre Nervosität bereits bei einem früheren Auftritt abgeklungen sei, die Rückkehr selbst sich jedoch völlig anders angefühlt habe. Wörtlich erklärte sie:
„Ich glaube, ich habe meine Nervosität überwunden, als er bei John Cenas letztem Turnier debütierte. Ich war also nicht mehr so nervös wie damals in Albany, aber es war ein anderes Gefühl, weil wir nun schon seit fünf Jahren auf diesen Moment gewartet hatten. Und ich weiß, wie hart ich gearbeitet habe, um wieder hierherzukommen. Er hat noch härter gearbeitet, um wieder hierherzukommen. Er hat doppelt so lange bei den Indies gearbeitet und sich wirklich neu erfunden.“
Die Herausforderung zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Ein zentrales Thema in Greens Aussagen war die Frage, wie WWE Matt Cardona einem Publikum präsentieren würde, das ihn möglicherweise noch ausschließlich aus seiner früheren WWE-Zeit kennt. Viele Fans hätten seine Entwicklung außerhalb der Company nie verfolgt. Genau darin habe für sie eine besondere Unsicherheit gelegen.
Green erklärte, dass genau an diesem Punkt eine gewisse Unsicherheit entstanden sei. Es sei eine Herausforderung gewesen, Matt Cardona klar von seiner früheren Rolle als Zack Ryder abzugrenzen und gleichzeitig die Vergangenheit nicht zu verleugnen. Sie machte deutlich, dass viele Fans ihn ausschließlich aus seiner damaligen WWE-Zeit kennen würden und keinen Einblick in seine Entwicklung außerhalb der Company gehabt hätten. Große Teile des Publikums wüssten weder von seiner Independent-Karriere noch von der Aufmerksamkeit, die er sich dort erarbeitet habe. Ebenso sei vielen nicht bewusst, dass Cardona heute ein völlig anderes Auftreten habe, nachdem er in der WWE nie eindeutig als Babyface oder Heel positioniert gewesen sei und in den vergangenen fünf Jahren konsequent als Heel gearbeitet habe.
Die prägende Zeit auf dem Independent-Markt
Chelsea Green machte deutlich, dass Cardonas Zeit außerhalb der WWE seine Arbeitsweise nachhaltig verändert habe. Gerade diese Entwicklung sei vielen WWE-Zuschauern nicht bekannt. Sie betonte erneut, dass Cardonas Auftritte in der Indy-Szene, darunter auch das viel beachtete Death Match gegen Nick Gage, seine Wahrnehmung in der Wrestling-Welt stark geprägt hätten.
In diesem Zusammenhang führte sie weiter aus: „Sie (viele der WWE Fans) werden nicht gewusst haben, dass er wegen eines Death Matches gegen Nick Gage weltweit in den Trendcharts war. Sie werden auch nicht wissen, dass er der Indie-Gott ist. Er war in der WWE nie ein Babyface oder ein Heel und hat die letzten fünf Jahre als Heel verbracht.“
Für Green ist diese Phase entscheidend, um Cardonas heutige Rolle zu verstehen. Ohne diesen Hintergrund könne seine aktuelle Darstellung für Teile des Publikums schwer einzuordnen sein.
John Cenas Unterstützung hinter den Kulissen
Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Rolle von John Cena. Green berichtete, dass Cena Cardonas Ziel, zur WWE zurückzukehren, über Jahre hinweg aktiv unterstützt habe. Diese Unterstützung habe nicht nur öffentlich, sondern auch im privaten Austausch stattgefunden.
Green erklärte, dass John Cena ihm seine Unterstützung ganz offen gezeigt habe, auch im privaten Austausch. Bei gemeinsamen Abenden habe er immer wieder direkt angesprochen, wie sehr er Matt unterstütze. Dabei sei Cena stets ehrlich, offen und ausgesprochen freundlich gewesen. Gerade in der Zeit nach Matts WWE-Abgang und während seiner Arbeit in der Independent-Szene hat Cena ihn ermutigt und ihm den Rücken gestärkt, denn eine Rückkehr zur WWE war für Matt immer das große Ziel.
Sie führte weiter aus, dass Cenas Einfluss letztlich auch eine entscheidende Rolle gespielt habe: „Es hat Spaß gemacht, diese Date Nights zu haben und die Fortschritte auf dem Weg zu diesem Ziel zu verfolgen. Und dann hat John auch noch dabei geholfen, das zu ermöglichen. Natürlich hat Matt die ganze harte Arbeit geleistet, aber ich glaube wirklich, dass Johns Hilfe dabei, ihn in dieses Turnier zu bringen, der WWE die Augen geöffnet hat: ‚Oh wow, das ist ein Superstar, den wir brauchen.‘ Er ist zwar ein Indie-Star, aber im Kern ist er ein WWE-Superstar.“
Rückkehr zu SmackDown als Abschluss eines langen Weges
Matt Cardonas Rückkehr bei WWE SmackDown im Januar 2026 stellte den vorläufigen Höhepunkt dieses Weges dar. Er trat erstmals wieder unter seinem eigenen Namen auf und beendete damit endgültig das Kapitel seiner früheren WWE-Persona. Für Green bedeutete dieser Schritt auch eine Veränderung im privaten Alltag, da beide nun wieder gemeinsam reisen können und nicht mehr dauerhaft zwischen unterschiedlichen Independent-Events unterwegs sind.
WWE Unreal und der dauerhafte Kamerablick
Neben Cardonas Comeback äußerte sich Chelsea Green auch zur Netflix-Dokuserie WWE Unreal. Ihrer Darstellung zufolge fühlte sich die zweite Staffel nicht wie ein klarer Neustart an, da die Dreharbeiten nach dem Ende der ersten Staffel nahtlos fortgesetzt wurden.
Sie erklärte dazu wörtlich: „Nun, ich weiß es nicht, weil wir einfach weitergedreht haben. Ich bin mir also nicht sicher. Ich habe mir das nie angesehen und dann wieder mit den Dreharbeiten begonnen, wenn Sie verstehen, was ich meine. Wir haben einfach weitergedreht, und so geht es irgendwie weiter bis zur zweiten Staffel.“
Green widersprach zudem der Annahme, WWE Unreal stelle erstmals eine neue Form der Offenlegung interner Abläufe dar. Kameras seien bei WWE schon seit Jahren allgegenwärtig. Dazu sagte sie: „Es wurde immer gefilmt. Nicht nur bei Unreal. Wir haben so viele Social-Media-Teams, Digital-Teams und Dokumentarfilmteams. Überall sind Teams mit Kameras unterwegs. Das ist also nichts Ungewöhnliches. Tatsächlich haben sie schon vor meinem Einstieg bei WWE im Jahr 2018 oder 2019 eine Show gefilmt, in der ich auftreten sollte. Ich wurde also schon gefilmt, bevor ich überhaupt bei WWE war.”
Persönlichkeit und Wrestling-Charakter
Im weiteren Verlauf des Gesprächs sprach Green auch über den Unterschied zwischen ihrer TV-Figur und ihrer Persönlichkeit im Alltag. Ihre Einschätzung fiel offen und selbstironisch aus: „Okay, wenn Sie meine Mutter fragen würden, gäbe es absolut keinen Unterschied. Aber wenn Sie mich fragen würden, ja, dann gibt es einen riesigen Unterschied. Und ich weiß nicht einmal, wer diese Figur im Vergleich zu mir ist.“
Abschließend erklärte sie, warum viele Wrestling-Charaktere für das Publikum so greifbar wirken: „Die besten Charaktere sind diejenigen, die genauso sind wie man selbst, nur viel extremer. Ich glaube, das ist es, womit sich die Leute identifizieren. Ob es nun die ‚Hot Mess‘ war oder eher eine ‚Karen‘ zu Beginn meiner WWE-Karriere. Die Leute konnten sich mit diesen Charakteren identifizieren, weil sie solchen Menschen im echten Leben schon begegnet sind.“
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